Der Jahres-Endspurt hat es für Arminia in sich – „Gegner, gegen die man punkten muss“
Arabi erhöht den Druck

Bielefeld -

Immerhin, es gab zuletzt schon ein paar Fortschritte. Gegen Leverkusen (1:2) stand Arminias Abwehr besser, und gegen Leipzig (1:2) passierte zudem endlich auch mal wieder etwas mehr in der Offensive. Doch im Bundesligaspiel an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Mainz 05 geht es nicht mehr in erster Linie um Fortschritte. Jetzt geht es um Punkte.

Freitag, 04.12.2020, 03:00 Uhr
Sport-Geschäftsführer Samir Arabi
Sport-Geschäftsführer Samir Arabi Foto: Thomas F. Starke

 

Der Dezember ist Arminias Monat der Wahrheit. Nach der Heimpartie gegen die Rheinhessen geht es nach Freiburg, dann kommt Augsburg. Und zum Jahresabschluss gastieren die Ostwestfalen in Gelsenkirchen. DSC-Sport-Geschäftsführer Samir Arabi spricht von „wichtigen Wochen bis Weihnachten, in denen es darum geht, den Turnaround hinzubekommen“. Nach zuletzt sieben Niederlagen in Serie steht Arminia gewaltig unter Zugzwang. „Wir lassen uns nicht festnageln, ob nun sechs, sieben oder neun Punkte einen guten Monat für uns bedeuten“, sagt Arabi, „aber wenn wir den Anspruch an uns selber haben, die kleine Chance zu nutzen, in dieser Liga zu bleiben, dann sind das die Gegner, gegen die man punkten muss“.

Dem ist nicht zu widersprechen. Gleichzeitig aber erhöht der 41-Jährige damit natürlich auch den Druck auf Trainer Uwe Neuhaus und die Mannschaft. Zumal Arabi erklärt: „Ich habe bereits vor der Saison betont, dass man den einen oder anderen Bonuspunkt auch gegen die Großen braucht. Das haben wir bisher nicht geschafft.“ Der Sportchef bezieht sich dabei auch auf das überraschende 2:1 des 1. FC Köln in Dortmund und meint: „Wir haben in den letzten Wochen gesehen, dass im Keller Bewegung stattgefunden hat.“ Um den Anschluss nicht zu verlieren, sei es für die Arminen darum nun „um so wichtiger, gegen die vermeintlichen direkten Konkurrenten zu punkten“, sagt Arabi.

Neuhaus, der Arminia in der Vorsaison zur souveränen Meisterschaft in der 2. Liga geführt hat, versichert: „Wir wissen um die Bedeutung der nächsten vier Spiele.“ Der DSC ist nach erfolgreichem Saisonstart (vier Punkte aus den ersten zwei Spielen) bis auf den vorletzten Tabellenrang abgestürzt. Punkte, so Neuhaus, seien wichtig: „Hauptsächlich darum geht es auch.“ Aber eben auch darum, „die positiven Ansätze aus den Spielen gegen Leverkusen und Leipzig in die Partie gegen Mainz zu übertragen. Das wäre für das Vertrauen in das eigene Leistungsvermögen wichtig.“

Denn auch wenn diese beiden Partien am Ende nicht von Erfolg gekrönt waren, so seien die Arminen laut Neuhaus doch „mit einem völlig anderen Gefühl aus diesen Spielen gegangen. Ich bin überzeugt, dass das helfen wird“, sagt der Coach. Diese Partien hätten die Stimmungslage in der Trainingswoche zum Positiven verändert.

Ein Sieg über die zuletzt verbesserten Mainzer (fünf Punkte aus den vergangenen drei Spielen) könnten Arminias Glauben an den Ligaerhalt weiter stärken. Arabi fordert: „Es ist notwendig, dass wir unsere Hausaufgaben machen.“

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