Arminias Sportchef vor Spiel in Dortmund: Punkte gegen Topteams „wichtiger Baustein“
Arabi und das Momentum

Bielefeld (WB/jen) -

Der 1. FC Köln und Mainz 05 haben es vorgemacht – kann Arminia Bielefeld nachziehen und beim (ehemaligen) Titelanwärter Borussia Dortmund punkten?

Mittwoch, 24.02.2021, 03:00 Uhr aktualisiert: 24.02.2021, 06:38 Uhr
Samir Arabi geht es um die Überzeugung, auch die Favoriten ärgern zu können. Rechts: Trainer Uwe Neuhaus.
Samir Arabi geht es um die Überzeugung, auch die Favoriten ärgern zu können. Rechts: Trainer Uwe Neuhaus. Foto: Thomas F. Starke

Die Kölner gewannen am neunten Spieltag völlig überraschend mit 2:1 beim BVB, die Mainzer holten am 16. Spieltag ein 1:1 in Dortmund. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) wird Aufsteiger Arminia versuchen, an die starke Leistung vom 3:3 beim FC Bayern München anzuknüpfen, um aus dem Ruhrpott etwas Zählbares mitzunehmen.

„In den Spielen gegen die Topmannschaften müssen wir es sehr gut machen, um für Punkte in Frage zu kommen. Dabei kommt es auch auf das Momentum an“, sagt Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi. Der 42-Jährige erklärt: „Jedes Team hat verschiedene Phasen. Die Bayern hatten gegen uns nicht ihre beste Phase, Wolfsburg dagegen war am Freitag in Topverfassung. Da haben wir kein gutes Spiel gezeigt und zu viele leichte individuelle Fehler gemacht.“ So hatte es vier Tage nach dem Coup von München eine verdiente 0:3-Niederlage gegen Wolfsburg gegeben.

Während Arminia bisher nur einmal – bei den Bayern – gegen einen hohen Favoriten punkten konnte, gelang das der Konkurrenz im Abstiegskampf öfter. So schlug Mainz auch Leipzig und Mönchengladbach. Der Lohn: Die Rheinhessen haben als Vorletzter nur noch einen Zähler Rückstand auf den DSC (18), der den Relegationsrang belegt. Nach der Hinrunde waren es zehn Punkte. Sollte Arminia das Nachholspiel gegen Werder Bremen am 10. März gewinnen, sähe es aber schon wieder deutlich besser aus.

„Mit dem Hinweis darauf, dass anderen Teams schon öfter solche Siege gelungen sind, will ich keinen zusätzlichen Druck auf unsere Mannschaft aufbauen. Es geht mir um die Überzeugung, dass es möglich ist. Solche Punkte sind ein wichtiger Baustein für den Klassenerhalt“, betont Arabi. „Wenn die Möglichkeit sich bietet, muss man da sein.“ Zweimal – bei den 1:2-Niederlagen in Leipzig und gegen Leverkusen – sei das „Momentum verpasst“ worden. Ein Punkt schien jeweils möglich, doch beide Male verlor der DSC knapp.

Der BVB hofft gegen den DSC auf die Rückkehr von Stammtorwart Roman Bürki. Wegen einer Schulterverletzung hatte der Schweizer zuletzt mehrere Spiele verpasst, für ihn war Marwin Hitz ins Tor gerückt.

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