Arminia vor dem Westfalenderby in Dortmund – Im Vergleich zur Hinrunde wähnt sich der DSC gereift
Ähnliche Vorzeichen, gleiches Resultat?

Bielefeld -

Die Vorzeichen vor dem Westfalenderby zwischen Borussia Dortmund und Arminia Bielefeld (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) ähneln denen der Hinrunde: Der BVB ist nach einem klaren Triumph über Erzrivale Schalke 04 (4:0, Hinrunde 3:0) offenbar gut in Form, der DSC muss wieder eine Niederlage gegen den VfL Wolfsburg (0:3, Hinrunde 1:2) verarbeiten.

Donnerstag, 25.02.2021, 03:00 Uhr aktualisiert: 25.02.2021, 08:58 Uhr
Duell der Kapitäne: Im Hinspiel traf Dortmunds Abwehrchef Mats Hummels (rechts) doppelt, während Arminias Stürmer Fabian Klos leer ausging.
Duell der Kapitäne: Im Hinspiel traf Dortmunds Abwehrchef Mats Hummels (rechts) doppelt, während Arminias Stürmer Fabian Klos leer ausging. Foto: Thomas F. Starke

Ende Oktober führte die Konstellation zu einem 2:0-Sieg des Favoriten auf der Bielefelder Alm. Doch seit diesem sechsten Spieltag hat sich einiges getan. Dortmund ist von Platz zwei auf sechs gestürzt und hat bereits einen Trainerwechsel hinter sich (Edin Terzic löste Mitte Dezember Lucien Favre ab). Der Aufsteiger aus Ostwestfalen setzt auf die im Vergleich zur Hinrunde größere Erfahrung im Duell mit den Topteams der Bundesliga.

So sagte Arminias Innenverteidiger Amos Pieper, der im Januar 2019 vom BVB zum DSC gewechselt war, nach dem Wolfsburg-0:3 voller Überzeugung: „Gerade aus Spielen gegen die Topmannschaften können wir viel Selbstbewusstsein ziehen und immer den Glauben bewahren, auch gegen die Besten punkten zu können.“ Damit bezog sich der U21-Nationalspieler auch auf das 3:3 beim FC Bayern München vier Tage zuvor. In Dortmund könnte das Motto gelten: Was beim deutschen Rekordmeister gelang, kann doch beim zweitbesten Bundesligateam der vergangenen Jahre auch klappen.

Torverhältnis ruiniert

In der Tat macht der Auftritt von München Mut, und mehr Mut als gegen die Wölfe müssen die Bielefelder am Samstag sicher an den Tag legen. Der DSC hat erst einen Auswärtssieg (1:0 auf Schalke) geschafft. Und aus den zwölf Spielen gegen Mannschaften, die derzeit in der oberen Tabellenhälfte stehen, hat das Team von Trainer Uwe Neuhaus nur zwei Punkte geholt: Neben dem 3:3 in München gelang am ersten Spieltag noch ein 1:1 bei Eintracht Frankfurt.

Personell sollte Arminia zumindest keine Sorgen haben, alle Spieler sind fit. Neuhaus muss entscheiden, ob er zum dritten Mal in Folge die selbe Startelf aufbietet oder sich nach dem 0:3 der Vorwoche Wechsel anbieten. In der Innenverteidigung scharrt Mike van der Hoorn mit den Hufen, der seinen Platz von Joakim Nilsson zurückhaben möchte. Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich, dass Neuhaus wie im Hinspiel drei Innenverteidiger aufbietet, um die Gegentorflut zu stoppen.

Denn in den vergangenen vier Ligapartien kassierte Arminia 14 Gegentore. Damit ruinierte sich der Klub sein zuvor im Vergleich der Kellerkinder recht gutes Torverhältnis. Nach der Hinrunde lautete es -11, inzwischen steht der DSC bei -20.

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