Nach Köln, Mainz und Stuttgart will jetzt auch Arminia in Dortmund punkten
Die anderen haben es vorgemacht

Bielefeld -

Heimmacht BVB? Das war einmal. Es scheint, als würden die Geisterspiele keinem Fußball-Bundesligisten heftiger zusetzen als Borussia Dortmund. Platz neun in der Heimtabelle der laufenden Spielzeit – ohne den Rückhalt ihrer 80.000 Fans sind die Schwarz-Gelben offenbar nur noch die Hälfte wert. Fragt sich bloß, ob ausgerechnet Arminia im Westfalenderby an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) daraus Kapital schlagen kann.

Samstag, 27.02.2021, 02:59 Uhr
Im Hinspiel unterlagen Cedric Brunner (links) und Arminia mit 0:2. In Dortmund (Thorgan Hazard) will der DSC nun überraschen.
Im Hinspiel unterlagen Cedric Brunner (links) und Arminia mit 0:2. In Dortmund (Thorgan Hazard) will der DSC nun überraschen. Foto: Starke

Denn in der Auswärtstabelle belegen die Bielefelder den vorletzten Rang. Nur Schlusslicht Schalke ist noch schlechter. In Gelsenkirchen feierten die Ostwestfalen ihren bisher einzigen Sieg in der Fremde. Dreimal gab es ein Remis, sechsmal verließ der DSC auswärts als Verlierer den Platz.

Dass in dieser Saison aber auch schon andere Abstiegskandidaten im Signal-Iduna-Park gepunktet haben, sollte den Arminen ebenso Hoffnung geben wie ihr jüngster Auswärtsauftritt beim FC Bayern (3:3). „Es wäre schön, wenn man das Bayern-Spiel kopieren könnte“, sagt Uwe Neuhaus mit Blick auf Dortmund. Doch ganz so einfach sei das nicht. Neuhaus, der Realo aus dem Ruhrgebiet, weiß: „Es muss einiges zusammenkommen, wenn wir als Sieger den Platz verlassen wollen.“

Insbesondere in der Defensive ist eine erhebliche Steigerung fällig, wenn Arminia wirklich in die Fußstapfen der Kölner und Mainzer treten will. Der FC gewann in Dortmund 2:1 (9. Spieltag), die 05er holten ein 1:1 (16. Spieltag). Noch besser war Stuttgart: Arminias Mitaufsteiger fügte dem BVB in dessen eigenem Stadion die bisher schlimmste Saisonniederlage zu. 5:1 gewannen die Schwaben (11. Spieltag). Und auch Zweitligist Paderborn war im DFB-Pokal-Achtelfinale dicht dran, Dortmund aus dem Wettbewerb zu kegeln. Erst nach Verlängerung konnte das Team von Trainer Edin Terzic die Blamage abwenden (3:2).

Mittlerweile haben sich die Borussen allerdings gefangen. Sehr zum Bedauern von Arminia-Trainer Neuhaus: „Die letzten beiden Spiele in Sevilla (3:2) und Schalke (4:0) haben gezeigt, dass die Dortmunder auf dem richtigen Weg sind.“

An einem guten Tag ist der BVB mit seinen Offensivkräften Haaland, Sancho, Reyna und Reus in der Lage, Arminia richtig große Schmerzen zu bereiten. Und natürlich haben auch die Borussen genau registriert, wie viele Gegentreffer die Ostwestfalen zuletzt schlucken mussten. 14 in den vergangenen vier Spielen – wie soll das am Samstag bloß gut gehen? „Wir müssen uns gegenseitig helfen, hellwach sein, lebendig sein, Kommandos geben, viel kommunizieren und selber torgefährlich sein“ – dann könne man das Defensivproblem gemeinschaftlich „beheben“, sagt Neuhaus.

Doch wenn nicht, dann droht den Arminen zum ersten Mal seit dem neunten Spieltag das Abrutschen auf einen direkten Abstiegsplatz. Der Tabellen-17. Mainz empfängt am Sonntag Augsburg und könnte am DSC (16.) vorbeiziehen. „Falls es so kommen sollte, wäre das zunächst einmal eine temporäre Erscheinung“, sagt Neuhaus. Dann gelte es, „auf Schlagdistanz“ zu bleiben.

Sehr viel lieber wäre ihm, die Arminen ließen es gar nicht erst so weit kommen. Um die Chance auf den Ligaerhalt zu erhöhen, „müssen wir auch aus den Spielen gegen die Topteams das eine oder andere Pünktchen holen“, fordert Neuhaus. Und wie das in Dortmund gehen kann, haben andere ja schon vorgemacht.

 

So könnten sie spielen

Dortmund:Bürki - Meunier, Can, Hummels, Guerreiro - Delaney, Dahoud - Reyna, Reus, Sancho - Haaland

Bielefeld:Ortega Moreno - Brunner, Pieper, Nilsson, Laursen - Kunze, Prietl - Doan, Vlap, Voglsammer - Klos

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