Die deutsche U21 startet mit einem 3:0 gegen Ungarn in die EM – Maier und Pieper in der Anfangself
Auftakt nach Maß für das Arminia-Duo

Szekesfehervar -

Wie schon 2017 und 2019 tut sich die deutsche U21 zum EM-Auftakt wieder schwer, gewinnt am Ende aber trotzdem klar. Das 3:0 gegen Co-Ausrichter Ungarn sorgt für Erleichterung im Team. Die beiden Arminia-Profis Arne Maier und Amos Pieper gehörten der Startformation an.

Donnerstag, 25.03.2021, 09:27 Uhr aktualisiert: 25.03.2021, 09:30 Uhr
Die beiden Arminia-Profis im DFB-Trikot, Amos Pieper (Zweiter von links) und Arne Maier (Zweiter von rechts), haben Anlass zur Freude.
Die beiden Arminia-Profis im DFB-Trikot, Amos Pieper (Zweiter von links) und Arne Maier (Zweiter von rechts), haben Anlass zur Freude. Foto: imago

Matchwinner Ridle Baku schickte eine erste Kampfansage an die Konkurrenz, Trainer Stefan Kuntz war dagegen erst einmal froh über die klare Leistungssteigerung seiner Elf. Vor allem dank einer ganz starken Phase in der zweiten Halbzeit sicherte sich die deutsche U21-Nationalmannschaft am Mittwoch ein 3:0 (0:0) zum EM-Auftakt gegen Mit-Gastgeber Ungarn und damit eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Viertelfinal-Einzug. „Natürlich habe ich mich gefreut“, sagte Kuntz, dessen Jubel zunächst verhalten ausgefallen war.

Genauso groß war die Freude beim Wolfsburger Ridle Baku, der sich nach schwacher erster Halbzeit wie das gesamte Team steigerte. Mit zwei Toren (66./73. Minute) und einer Vorlage für Lukas Nmecha (61.) entschied er die Partie. „Es ist immer schön, wenn man mit einem Sieg starten kann“, sagte der 22-Jährige und schickte eine Ansage an die Turnier-Topfavoriten hinterher, zu denen Deutschland nicht unbedingt zählt: „Wenn man drei Tore schießt und zu null spielt, ist das auch schon mal ein kleines Ausrufezeichen für die anderen Mannschaften.“

Doch der am Ende deutliche Sieg gegen den unangenehmen, aber offensiv weitgehend harmlosen Gegner Ungarn war für den Nachwuchs des Deutschen Fußball-Bundes ein hartes Stück Arbeit gewesen. Gut eine Stunde agierte der Favorit zwar dominant, entwickelte jedoch kaum Torgefahr. Dann traf Nmecha, der mit sieben Toren in acht Spielen bereits in der Qualifikation Kuntz‘ Torgarant war. „Es war schön, dass Lukas sich als Mittelstürmer auszeichnen konnte“, lobte Kuntz.

Auch Baku stellte fest: „Das 1:0 war der Knotenöffner, danach haben wir uns in einen Flow gespielt.“ Kuntz beobachtete, dass seine Mannschaft anschließend deutlich befreiter aufspielte. „Dann siehst du junge Menschen, die nach einem 1:0 plötzlich von der Last befreit sind“, sagte er. „Das war dann natürlich sehr schön anzuschauen.“

Das Ergebnis aus dem Parallelspiel, in dem Gruppenfavorit Niederlande überraschend nicht über ein 1:1 gegen Rumänien hinausgekommen war, interessierte den 58-Jährigen am Abend wenig. „Holland spielt ab morgen früh eine Rolle“, verkündete der Coach. Dann startet die DFB-Auswahl mit der Vorbereitung auf den Klassiker am Samstag, in dem schon eine Vorentscheidung im Kampf ums Viertelfinale fallen könnte.

Armine Arne Maier führte die deutsche Auswahl als Kapitän auf das Feld. Der Mittelfeldspieler wurde in der 75. Minute ausgewechselt. DSC-Verteidiger Amos Pieper spielte durch. Das 16 Jahre alte Ausnahmetalent Youssoufa Moukoko zog sich eine Prellung zu und wurde vor der Partie sicherheitshalber aus dem Kader genommen. „Aber wir sind optimistisch, dass wir ihn in den nächsten Tagen hinbekommen“, sagte Kuntz über Moukoko.

 

Deutschland: Dahmen (FSV Mainz 05) - Vagnoman (Hamburger SV), Pieper (Arminia Bielefeld), N. Schlotterbeck (1. FC Union Berlin), Raum (SpVgg Greuther Fürth - 67. Jakobs (1. FC Köln)) - Dorsch (KAA Gent - 75. Janelt (FC Brentford)), Maier (Arminia Bielefeld - 75. S. Özcan (1. FC Köln)) - R. Baku (VfL Wolfsburg), Berisha (RB Salzburg - 75. Klimowicz (VfB Stuttgart)), Burkardt (FSV Mainz 05 - 67. Krüger (Erzgebirge Aue)) - Nmecha (RSC Anderlecht)

Schiedsrichter: Guillermo Cuadra Fernández (Spanien)

Tore: 0:1 Nmecha (61.), 0:2 R. Baku (66.), 0:3 R. Baku (73.)

Gelbe Karten: Szöke (1), Kiss (1) / -

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