Deutsche U21 belegt Gruppenplatz eins – DSC-Abwehrspieler überzeugt beim 1:1 gegen die Niederlande
Arminia-Profi Pieper: „Haben es in der Hand“

Szekesfehervar -

Die Ansage für das brisante Gruppenfinale kam noch in der Nacht vom unglücklichen U21-Torwart Finn Dahmen. „Er hat seinen Kuchen bekommen, es ging ihm dann schon besser und er hat gesagt, dass wir Rumänien weghauen sollen“, berichtete Torschütze Lukas Nmecha am Sonntag nach dem 1:1 der deutschen U21-Fußballer im zweiten EM-Spiel gegen die Niederlande.

Sonntag, 28.03.2021, 17:37 Uhr
Laufduell unter Bundesligaprofis: Armine Amos Pieper gegen den Niederländer Justin Kluivert (RB Leipzig).
Laufduell unter Bundesligaprofis: Armine Amos Pieper gegen den Niederländer Justin Kluivert (RB Leipzig). Foto: imago

Mit seinem Treffer zum 1:1-Endstand (84. Minute) hatte der 22-Jährige nicht nur Geburtstagskind Dahmen nach dessen Patzer den Abend gerettet, sondern auch die Ausgangsposition der DFB-Elf vor dem dritten Spiel gegen Rumänien am Dienstag verbessert.

Schon ein Punkt würde dem deutschen Team zum Einzug ins Viertelfinale reichen. Deutschland liegt in der Gruppe A auf Platz eins. Doch auch ein Vorrunden-Aus ist für das Team von Trainer Stefan Kuntz noch möglich. Verteidiger Amos Pieper von Arminia Bielefeld stellte fest: „Wir haben alles in der eigenen Hand und das ist der Punkt.“ Ausgespielt wird die K.o.-Runde der EM wegen der Corona-Pandemie dann erst ab Ende Mai.

Ein spezieller Dank an Nmecha dürfte beim nächtlichen Kuchen auch von Torhüter Dahmen gekommen sein. Der Mainzer, der erst kurz vor der EM zum vorläufigen Stammkeeper erklärt worden war, patzte vor dem 1:0 der Niederländer durch den Leipziger Justin Kluivert (48.) schwer, als er über den Ball trat. Vorwürfe bekam Dahmen dafür an seinem 23. Geburtstag aber nicht zu hören. „Die jungen Spieler dürfen Fehler machen, sie sollen an den Fehlern wachsen“, sagte Kuntz. Ein bisschen Trost sollten in der Nacht nach dem Spiel die Torte und ein „schreckliches“ Ständchen des Teams spenden, wie Kuntz ankündigte.

Die Stimmung auf der „lahmen“ Geburtstagsparty, die Kuntz nach einem kräftezehrenden Spiel in Aussicht stellte, dürfte vor allem dank Nmecha um einiges besser gewesen sein. Der Stürmer, der bis zu seinem Wechsel in die deutsche U21 Anfang 2019 für Englands Nachwuchs-Teams aufgelaufen war, hat sich in der U21 als Torgarant erwiesen. Zehn Treffer in 16 U21-Spielen stehen in Nmechas Statistik, in seinen jüngsten acht Einsätzen traf er achtmal. Gegen die Niederlande profitierte er allerdings auch von einer starken kämpferischen Leistung der gesamten Elf, die sich den Punkt damit verdiente.

Der 1,85 Meter große Mittelstürmer ist derzeit von Manchester City an RSC Anderlecht ausgeliehen und sammelte beim VfL Wolfsburg schon Bundesliga-Erfahrung. „Lukas ist ein überragender Typ. Er trifft gefühlt jedes Spiel“, sagte Pieper über den in Hamburg geborenen Sohn einer Deutschen und eines Nigerianers, der als Kind mit der Familie nach England auswanderte.

Defensiv stand die deutsche Mannschaft stabil, offensiv tat sie sich gegen die Niederlande schwer. Außer Nmechas Tor gab es lediglich zwei echte Möglichkeiten. Beide vergab der erneut überzeugende Bielefelder Abwehrspieler Pieper jeweils nach einer Standardsituation – die erste per Kopf die zweite mit dem Fuß.

 

Deutschland: Dahmen (FSV Mainz 05) - Vagnoman (Hamburger SV), Pieper (Arminia Bielefeld), N. Schlotterbeck (1. FC Union Berlin) - R. Baku (VfL Wolfsburg - 89. Janelt (FC Brentford)), Maier (Arminia Bielefeld - 82. Stach (SpVgg Greuther Fürth)), Dorsch (KAA Gent), Jakobs (1. FC Köln - 78. Raum (SpVgg Greuther Fürth)) - Berisha (RB Salzburg - 82. Burkardt (FSV Mainz 05)), S. Özcan (1. FC Köln - 78. Klimowicz (VfB Stuttgart)) - Nmecha (RSC Anderlecht)

Niederlande: Scherpen - Teze, Schuurs, Botman, Bakker - Gakpo, Harroui, Koopmeiners, Lang (22. Kadioglu) - Kluivert (78. Dilrosun), de Wit (87. Brobbey)

Schiedsrichter: Maurizio Mariani (Italien)

Tore: 0:1 Kluivert (48.), 1:1 Nmecha (84.)

Gelbe Karten: Dorsch (1), Jakobs (1) / Koopmeiners (1), Teze (1)

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