So., 16.06.2019

Straßenlauffestival in Borgholzhausen: Elias Sansar und Stephanie Strate dominieren den Hauptlauf mit mehr als 800 Finishern – mit Video: Strates Bestzeit überstrahlt die 44. Nacht

Applaus für eine strahlende Siegerin: Auf der anspruchsvollen Piumer Strecke hat Stephanie Strate ihre 2018 aufgestellte 10-km-Bestzeit pulverisiert.

Applaus für eine strahlende Siegerin: Auf der anspruchsvollen Piumer Strecke hat Stephanie Strate ihre 2018 aufgestellte 10-km-Bestzeit pulverisiert. Foto: Gunnar Feicht

Von Gunnar Feicht

Borgholzhausen (WB). Zum Abschluss wirbeln nicht nur die Lichter der Showgruppe »Feuerflut« durch die Nacht von Borgholzhausen. Nein, auch die meisten Teilnehmer und das Orgateam des LC Solbad Ravensberg strahlen in der Dunkelheit. Steigende Teilnehmerzahlen, ideales Laufwetter und eine Stimmung, die viele zu Spitzenleistungen beflügelt: Das Piumer Straßenlauffestival präsentiert sich bei seiner 44. Auflage kerngesund.

Mit 811 Finishern stellt der 10-km-Hauptlauf einen Rekord auf, Elias Sansar gewinnt zum vierten Mal hintereinander in Pium, läuft im Alleingang mit 32:11 Minuten 31 Sekunden schneller als im Vorjahr. Mit einer deutlichen Steigerung ihrer persönlichen Bestzeit stiehlt ihm diesmal indes die schnellste Frau die Show: Auf der schwierigen Piumer Strecke mit erheblichem Höhenunterschied verbessert Stephanie Strate von der SV Brackwede ihren 10-km-Hausrekord um 28 Sekunden auf sehr gute 36:35 Min. – nur sechs Sekunden langsamer als im Vorjahr Anke Esser, die bald darauf als schnellste Deutsche beim Berlin-Marathon Schlagzeilen gemacht hat.

Stephanie Strate, Ende April Zweite beim Hermannslauf, ist froh, dass sie nach Absprache mit SVB-Trainer Thomas Heidbreder für den »schnellen Trainingslauf auf der Straße« die Nacht von Borgholzhausen gewählt hat: »Ich habe mich schon in der ersten Runde gut gefühlt und es dann durchgezogen. Bei mir läuft es am besten, wenn ich auf meinen Körper höre.«

Mit vier Minuten Abstand wird Ilka Wienstroth (TSVE Bielefeld), die Siegerin von 2017, Zweite. Nur 15 Sekunden dahinter weist Ilona Pfeiffer vom Ausrichter als Dritte in 40:57 Min. einen deutlichen Aufwärtstrend nach. Ihre Solbad-Teamkollegin Katharina Kloppe muss dagegen für ihr zu hohes Anfangstempo büßen: Nach der ersten der drei Runden noch Zweite, fällt sie danach auf Rang sechs (42:39) zurück. Die 23-Jährige wird aus der Erfahrung ihre Lehren ziehen.

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»Die Stimmung in den Vorgärten hat mir ordentlich Power gegeben.«

Pierre Danelak (SV Brackwede)

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Jan Geisemeier hingegen freut sich im Ziel völlig ausgepumpt über eine Bestzeit: Unter dem Applaus seines Vaters Fritz, seit Jahren als Streckenposten einer der vielen Solbad-Helfer, läuft er in 34:47 auf Gesamtrang sechs und knackt endlich die 35-Minuten-Grenze: »Im Training hatte sich die gute Form abgezeichnet, das Wetter ist optimal und meine Streckenkenntnis hat sich ausgezahlt.« Der 23-Jährige geht das Tempo der Sansar-Verfolgergruppe bewusst nicht mit, hat dadurch noch genug Körner um den zurückfallenden Nils Pöhlker (Schloß Neuhaus) auf Platz sieben zu verdrängen.

Auch Seriensieger Elias Sansar ist mit seiner Leistung »sehr zufrieden«. Er bedauert allein, dass der Osnabrücker Nicolai Riechers, den er eine Woche zuvor beim Oelder Citylauf mit starken 30:59 Min. in Schach gehalten hat, diesmal nicht zum erneuten Duell angetreten ist. Im Gegensatz zu Sansar ist der zweitplatzierte Pierre Danelak (SV Brackwede/33:25) zum ersten Mal in Borgholzhausen und sagt begeistert: »Ich komme bestimmt wieder. Dass die Anwohner hier auch in den Vorgärten Stimmung machen, hat mir ordentlich Power gegeben.« Der »Tabellenführer« der Volksbanken-Nightcupserie verwies Ralf Ruthe, den Sieger des Oeynhausener Citylaufs von Anfang Juni, um 24 Sekunden auf den dritten Rang.

Gemeinsam mit Stanley Kogei (4.) und Tom Harder (5.) gewinnt Danelak für die SV Brackwede souverän die erstmals ausgelobte Mannschaftswertung. Dabei passiert dem Orgateam die einzige nennenswerte Panne: »Die Siegerehrung haben wir in der Hektik nach dem Hauptlauf verschwitzt. Aber die Brackweder bekommen natürlich bei nächster Gelegenheit ihren Preis«, entschuldigt sich Antje Strothmann.

Obwohl Leistungsträgerinnen wie Victoria Willcox-Heidner und Sabine Engels fehlen ist der Hauptlauf für den LC Solbad auch sportlich erfolgreich: Lasse Buschmaas (40:41/Jugend U20), Ilona Pfeiffer (W40), Dario Anselmetti (41:07/M55) und Reiner Vemmer (44:28/M65) holen Klassensiege, das Trio Geisemeier/Assmann/Jörn Strothmann wird Dritter der Teamwertung. Stark auch der Auftritt von Benedikt Kloppe (SC Peckeloh): In 37:45 Min. (Gesamt-15.) ist er schnellster der 270 Fußball-Schiedsrichter, die im Rahmen des Referees’ Runs ins Ziel kommen.

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