Luisenturmlauf: Nach zehn Tagen ausgebucht – die Beliebtheit der schwierigen Crossprüfung in Borgholzhausen ist ungebrochen
Kampf gegen Berg und Matsch

Borgholzhausen (WB). Nur zehn Tage dauerte die Meldefrist – bereits am 16. Januar musste Ausrichter LC Solbad Ravensberg für den Luisenturmlauf am kommenden Sonntag verkünden: „ausgebucht“. Auch der Baukasten-Marathon in Bad Salzuflen am Tag zuvor vermeldet seit geraumer Zeit „Teilnehmerstopp“. Dass beide Großveranstaltungen in OWL trotz der Terminkollision an demselben Wochenende keine Nachmeldungen mehr zulassen können, zeigt: Anspruchsvolle Landschaftsläufe liegen voll im Trend.

Mittwoch, 26.02.2020, 23:57 Uhr aktualisiert: 27.02.2020, 05:04 Uhr
Crosscharakter: Bei ähnlichen Bedingungen wie im Vorjahr (Foto) ist der Lauf eine echte Herausforderung. Foto: Nico Seifert
Crosscharakter: Bei ähnlichen Bedingungen wie im Vorjahr (Foto) ist der Lauf eine echte Herausforderung. Foto: Nico Seifert

700 Einzelmeldungen und die voraussichtlich etwa 300 Starter der Active Trail-and-Road-Cup-Serie werden am Sonntag in Borgholzhausen wieder für rund 1000 Teilnehmer sorgen. Die meisten von ihnen auf dem schweren, mit 490 Höhenmetern gespickten Halbmarathon über 21 km. Auf der 12,5 km langen Kurzstrecke (sie wird auch für Walker angeboten) geht es einmal hinauf bis zum Kamm des Teutoburger Waldes. Start für beide Strecken: um 10.30 Uhr am Ravensberger Stadion (Parkplatz) in Borgholzhausen.

Tiefer Boden

Nach den extremen Wetterbedingungen der vergangenen drei Wochen greifen die Teilnehmer am besten zu Crossschuhen mit stark profilierter Sohle. Nach der Streckenverlegung 2018 wegen vereister Wege und dem Dauerregen bei 7 Grad im vergangenen Jahr wartet diesmal auf einigen Passagen knöcheltiefer Matsch. „Die Helfer tun alles, um die Strecke so gut wie möglich zu präparieren. Ein umgestürzter Baum ist kürzlich noch zersägt und entfernt worden. Aber an dem tiefen Boden auf einigen Abschnitten kann man leider nichts ändern“, sagt Sabine Lün­stroth, Geschäftsführerin des LC Solbad. Der Lauf hat nun einmal Cross-Charakter und wird gerade deshalb als erster Test für den Hermannslauf Ende April geschätzt.

An der Spitze dominierte im Vorjahr ein deutscher Spitzenläufer: Benedikt Hoffmann nutzte einen Besuch bei seinen Eltern in Recklinghausen und gewann in für die Verhältnisse hervorragenden 1:14:36 Std. deutlich mit drei Minuten Vorsprung vor dem zwölffachen Hermannslauf-Sieger Elias Sansar und dem späteren Böckstiegellauf-Gewinner Patrick Böhme. Mit Ultra- und Berglauf-Spezialist Hoffmann (2017 Deutscher Meister über 100 km) ist diesmal nicht zu rechnen. Sansar, der in Pium von 2014 bis 2018 fünfmal in Serie gewann, bestreitet hier seinen ersten Wettkampf in diesem Jahr.

Gute Chancen auf einen Podestplatz rechnet sich Nils Pöhlker aus, vor Jahresfrist Vierter und im Dezember Sieger beim Piumer Weihnachtscross. Der M40-Senior aus Bad Lippspringe, der für TSVE Bielefeld startet, hat den ersten Platz in der Trail-and-Road-Cup-Gesamtwertung bereits sicher, nachdem er in drei Wertungsläufen bisher Schnellster war. Sansar könnte noch mit ihm gleichziehen, wenn er in Pium (fünfte Station der Serie) als erster Cupläufer ins Ziel kommt und ihm das zum Abschluss auch beim Hermannslauf gelingt.

Vorjahressiegerin fehlt

Bei den Frauen ist mit dem Start von Böckstiegellauf-Siegerin Anika Fels (LG Coesfeld) zu rechnen, die ihren vorzeitigen Cup-Gewinn absichern will. Vorjahressiegerin Franzi Bossow aus Werther, im Dezember Erste beim Weihnachtscross, startet Sonntag bei einem Halbmarathon in Den Haag. Das Piumer 12,5-km-Rennen ist letzter Wertungslauf der Trail-Cup-Wertung „short“ und könnte an der Spitze noch Veränderungen bringen. Bei den Männern führen die Routiniers Ingmar Lundström (DJK Gütersloh/Platzziffer 4) vor Thorsten Krüger (SV Brackwede/6). Tobias Eßbach (Steinhagen/SVB), vor einem Jahr Dritter, könnte als schnellster Cup-Läufer am Sonntag beide noch vom ersten Gesamtrang verdrängen. Platz eins in Reichweite hat auch seine Klubkameradin Nina Haase aus Steinhagen, nachdem sie in Werther und Gütersloh schnellste Cup-Läuferin war.

Damit nicht abgeholte Startnummern nicht verfallen, gilt folgende Regelung: Die Startunterlagen sind Sonntag zwischen 8 und 9.30 Uhr im Wettkampfbüro (Gesamtschule) abzuholen. Bis 9.30 Uhr nicht abgeholte Startnummern werden Nachrückern zur Verfügung gestellt. Ummeldungen auf eine andere Strecke sind aus organisatorischen Gründen nicht mehr möglich. Alle Teilnehmer werden gebeten, nicht an der Laufstrecke zu parken. Weitere Infos: www.lcsolbad.de

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