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Di., 28.02.2017

Pokal in Paderborn: SC Verl strebt trotz Problemen Halbfinal-Einzug an Belastung statt Begeisterung

Den Bonner SC konnten Julian Schmidt und der SC Verl am vergangenen Samstag nicht stoppen. Nun soll am heutigen Abend Drittligist SC Paderborn im Viertelfinale des Fußball-Westfalenpokal-Wettbewerbs zu Fall gebracht werden.

Den Bonner SC konnten Julian Schmidt und der SC Verl am vergangenen Samstag nicht stoppen. Nun soll am heutigen Abend Drittligist SC Paderborn im Viertelfinale des Fußball-Westfalenpokal-Wettbewerbs zu Fall gebracht werden. Foto: Wolfgang Wotke

Von Dirk Heidemann

Verl/Paderborn (WB). Rödinghausen ist das Vorbild. Der Fußball-Regionalligist gewann vor einer Woche im Westfalenpokal-Viertelfinale mit 1:0 beim Drittligisten Preußen Münster. Ähnliches plant der SC Verl am Dienstagabend (19 Uhr) in der Benteler-Arena des SC Paderborn.

Während andernorts der bevorstehende Auftritt im Stadion eines ehemaligen Erstligisten Begeisterung auslösen würde, hält sich die Vorfreude im Verler Lager in Grenzen. »Für uns ist es angesichts der vielen Verletzten eher eine zusätzliche Belastung«, sagt SCV-Trainer Andreas Golombek .

Mit Daniel Mikic , Manuel Rasp, Matthias Haeder, Nico Hecker sowie Hervenogi Unzola fallen fünf potenzielle Stammspieler aus. Zwischen der ärgerlichen 0:1-Niederlage gegen Bonn und der Vorbereitung auf das schwere Auswärtsspiel am Samstag in Wuppertal scheint der Pokal-Trip nach Paderborn also eher hinderlich. Doch wenn man schon mal in einem Viertelfinale steht, dann will man natürlich auch eine Runde weiter.

»Keine einfache Situation«

»Ich bin mir sicher, dass die Jungs bis an ihre Grenzen gehen werden. Und dann kann man auch in Paderborn gewinnen. Schließlich ist es ja nur eine Liga Unterschied«, sagt Golombek, der im Rahmen seiner Ausbildung zum Fußball-Lehrer eine freie Woche genießt, ehe der finale Teil ansteht.

»Für den Verein ist der Pokal-Wettbewerb wichtig und an einem guten Tag können wir jeden Gegner schlagen. Aber Priorität hat natürlich die Meisterschaft. Wir befinden uns in keiner einfachen Situation. Wenn wir im Pokal weit kommen, jedoch absteigen, dann wäre das der Worst Case«, sagt SCV-Präsident Raimund Bertels.

Manfred Niehaus sah am vergangenen Freitag die 0:1-Niederlage des SCP gegen Wehen Wiesbaden, von dessen Trainer Rüdiger Rehm bekam Ex-Praktikant Golombek (»Wir haben seit seiner Zeit bei Arminia Bielefeld einen ganz guten Kontakt«) weitere Informationen.

»Einstellung entscheidend«

»Dabei ging es aber eher um allgemeine Dinge. Wir tun gut daran, uns nur über uns selbst Gedanken zu machen«, will der Verler Coach am Dienstagabend vor allem die Tugenden sehen, die seine Mannschaft beim 1:1 im Derby beim SC Wiedenbrück ausgezeichnet hatten: Zweikampf- und Laufstärke. »Wie immer in solchen Pokalspielen wird die Einstellung entscheidend sein«, glaubt Andreas Golombek.

Die angespannte personelle Situation lässt heute Abend bei den Feldspielern keine größere Fluktuation zu. Anders stellt sich die Lage bei den Torhütern dar. Mit Robin Brüseke (»Seine Qualitäten sind bekannt«), Jarno Peters und Sebastian Lange stehen gleich drei Keeper zur Verfügung. »Ich werde mich mit Torwarttrainer Milenko Gilic beraten. Gut möglich, dass es gegenüber dem Bonn-Spiel eine Veränderung geben wird«, tendiert Golombek dazu, Brüseke eine Pause zu geben. Das allerdings habe in keinster Weise mit seinem Slapstick-Eigentor nach nur 21 Sekunden zu tun.

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