Kommentar zu den Westfalen Mustangs
Aufklärung ist überfällig

Gütersloh (WB). Der Leithengst hat sich rar gemacht und seine Herde existiert aktuell nur auf dem Papier. Genau dieser Umstand sorgt jedoch für Irritationen: Während die Westfalen Mustangs auf dem vorläufigen Spielplan der 1. Regionalliga für die Saison 2017/2018 auftauchen, glänzt der 1. Vorsitzende des Basketballklubs auf dem juristischen Spielfeld durch Abwesenheit.

Samstag, 22.07.2017, 09:14 Uhr aktualisiert: 22.07.2017, 09:20 Uhr
Archivbild. Foto: David Inderlied
Archivbild. Foto: David Inderlied

Zu drei Gerichtsterminen ist er nicht erschienen. Und nun? Das fragt man sich auch beim Westdeutschen Verband (WBV) in Duisburg, wo Präsident Uwe Plonka & Co. das Geschehen in Ostwestfalen mittlerweile aufarbeiten.

Vier Spieler haben auf ausstehende Gehälter geklagt. Mehrere Hotels und Unternehmen wollen ihr Geld. Der Hauptsponsor hat sich zurückgezogen und selbst Anzeige erstattet.

Geschichte wiederholt sich

Das alles ist nicht neu: Bereits 2014 ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen die Mustangs, Vorwurf Veruntreuung. Auch damals klagten Spieler und Firmen. Scheinbar unbehelligt durfte der Leithengst jedoch weiter wirken. Die Herde galoppierte – bis in die 1. Regionalliga. Dort angekommen, wiederholt sich die Geschichte.

Wieder muss der Boss vor Gericht. Er erscheint nicht, nimmt Versäumnisurteile in Kauf. Nachdem nun die Anwältin ihr Mandat niedergelegt hat, besteht kein Kontakt mehr zum Verband. Dem sind vorerst die Hände gebunden, da sich die Mustangs (bisher) ihm gegenüber nichts haben zu Schulden kommen lassen.

Weil der WBV sowohl moralisch aber auch bei anderen Vereinen in der Verantwortung steht, hat Präsident Plonka ein Gespräch angeboten. Der Leithengst sollte es annehmen, denn: Aufklärung ist im Fall der Mustangs längst überfällig.

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