Fatmir Vata (FC Gütersloh) fordert Erhan Albayrak (RW Ahlen) heraus
Ex-Arminen im Trainerduell

Gütersloh (WB). Über die rechte Seite stürmt Ansgar Brinkmann, den linken Flügel bearbeitet Erhan Albayrak. Durch die Mitte kommt Fatmir Vata und vorne macht »König« Arthur Wichniarek die Tore. So war das damals, Anfang der 2000er Jahre, bei Arminia Bielefeld. Zwei Protagonisten aus alten Bundesligazeiten stehen sich am Sonntag als Trainer in der Fußball-Oberliga gegenüber: Vata auf der Bank des FC Gütersloh und Albayrak als Coach von Regionalliga-Absteiger Rot-Weiß Ahlen.

Samstag, 23.09.2017, 08:00 Uhr
Erhan Albayrak sieht am 5. November 2002 im DFB-Pokalspiel des DSC Arminia Bielefeld gegen Oberhausen von Schiedsrichter Thomas Frank die Gelbe Karte. Fatmir Vata (rechts) schaut ungläubig drein, auch Rüdiger »Rübe« Kauf (im Hintergrund) ist empört. Foto: Stefan Hörttrich
Erhan Albayrak sieht am 5. November 2002 im DFB-Pokalspiel des DSC Arminia Bielefeld gegen Oberhausen von Schiedsrichter Thomas Frank die Gelbe Karte. Fatmir Vata (rechts) schaut ungläubig drein, auch Rüdiger »Rübe« Kauf (im Hintergrund) ist empört. Foto: Stefan Hörttrich

»Wir haben von 2001 bis 2003 zusammen bei Arminia gespielt und sind mit dem Verein in die 1. Liga aufgestiegen«, erinnert sich Erhan Albayrak, der von einer »Topzeit« spricht: »Fatmir und ich waren auch privat viel zusammen.« Als Albayrak im Winter 2003 zu Fenerbahce Istanbul wechselte, mit der türkischen Meisterschaft feierte der heute 40-Jährige in der anschließenden Saison seinen größten sportlichen Erfolg, riss der Kontakt zu Vata etwas ab. »Wir hatten aber immer unsere Telefonnummern. Im vergangenen Jahr wollten wir ein Freundschaftsspiel machen, doch das ist wegen der Insolvenzgeschichte beim FCG nicht zustande gekommen«, sagt Erhan Albayrak, der einem möglichen »Duell der Heißsporne« an der Seitenlinie am Sonntag im Heidewald gelassen entgegenblickt: »Als ehemalige Kollegen sind wir so etwas wie Freunde, werden uns vor und nach dem Spiel die Hand reichen und vielleicht noch ein Bier zusammen trinken.«

Dem kann Fatmir Vata nur zustimmen. »Erhan hat einen Eins-A-Charakter, ich freue mich auf ihn«, verbindet auch der FCG-Coach viele schöne Erinnerungen mit Albayrak. Am Sonntag allerdings will Vata die Punkte im Heidewald behalten. »Wir dürfen den Gästen keine Geschenke machen«, fordert der Coach gegenüber dem 0:6-Debakel in Siegen vor allem ein besseres Defensivverhalten.

Mit Orkun Tosun und Denis Kina kehren zwei Abwehrspieler in die Viererkette zurück, Lars Beuckmann steht indes weiter nicht zur Verfügung. Der Innenverteidiger musste sich am Dienstag unter Narkose einer Operation unterziehen, da der Nasenbeinknochen eingerissen ist. Zudem werden Saban Kaptan, Matthäus Wieckowicz (beide Viruserkrankung) und Lars Schröder (Knieprobleme) fehlen. »Hätte ich gewusst, dass es personell so eng wird, hätte ich vor der Saison einen Spielerpass beantragt«, sagt Vata, der sich zutraut, auch mit 46 Jahren in der Oberliga zumindest 30 Minuten mithalten zu können. »Nun müssen wir eben mit den Leuten klar kommen, die da sind.«

In der Tabelle weist der FCG (Rang zwölf) aktuell einen Punkt mehr auf als die Ahlener, die den ersten Abstiegsplatz belegen. »Meine Mannschaft musste sich erst an die Liga gewöhnen. In der Regionalliga wird mehr Fußball gespielt, in der Oberliga stellen sich viele Teams hinten rein. Jetzt sind wir aber gut in der Spur. Natürlich ist es unser Ziel, oben mitzuspielen und möglichst wieder aufzusteigen«, sagt Erhan Albayrak vor dem Derby.

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