Do., 26.07.2018

1:5 gegen Arminia – Manstein froh über Massimos Auswechslung Trotz Klatsche: FCG wird mit Fan-Applaus verabschiedet

Tanz um den Ball: Arminia Bielefelds Stürmer Sören Brandy (links) gegen FCG-Verteidiger Pascal Widdecke.

Tanz um den Ball: Arminia Bielefelds Stürmer Sören Brandy (links) gegen FCG-Verteidiger Pascal Widdecke. Foto: Thomas F. Starke

Von Uwe Caspar

Gütersloh (WB). Hans-Hermann Kirschner, Vorstandsmitglied des FC Gütersloh, wagt vor dem Anstoß eine ganz mutige Prognose. »Mein Wunsch wäre ein 2:2«, sagt er lächelnd. Doch der Fußball-Oberligist kommt nicht mal annähernd an Kirschners recht kühnen Tipp heran, unterliegt im Testspiel Zweitligist Arminia Bielefeld mit 1:5 (0:2).

Und dennoch: Der FCG zieht sich bei tropischen Temperaturen mehr als ordentlich aus der Affäre. Den akustischen Beweis dafür gibt’s nach dem Abpfiff: Die Fans verabschieden die klar unterlegene Heimmannschaft gestern Abend mit großem Applaus. Zufrieden ist auch Dennis Brinkmann. »Wir haben uns heute nicht vorführen lassen und den Gegner immerhin einige Male in Verlegenheit bringen können«, bilanziert der FCG-Trainer.

Kochjohann: »Wir sind gedanklich zu langsam«

Dabei sieht’s zunächst nach einer noch höheren Niederlage aus: Prince Osei Owusu (6.) und Max Christiansen mit Kopfball nach Freistoß von Tom Schütz sorgen nach 16 Minuten für die frühe Arminia-Führung. Es folgt ein Pfostenschuss von Sören Brandy (24.). In der Schlussphase des ersten Durchgangs scheitert der Bielefelder zweimal am starken FCG-Keeper Frederic Westergerling (40.), zudem vergibt Sven Schipplock zusammen mit Sören Brandy eine Doppelchance (42.). Über einen 0:5-Rückstand hätte sich der Oberligist zu dem Zeitpunkt nicht beschweren dürfen. »Wir sind gedanklich zu langsam«, meint Hans Kochjohann, der FCG-Grande, in der Halbzeitpause.

Gegen diese Kritik hätte Lars Schröder sicherlich etwas einzuwenden gehabt. »Ich wollte während der Partie meinen Gegenspieler schon fragen, ob er heute auch neun Stunden gearbeitet hat wie ich«, verweist der FCG-Stürmer auf den Unterschied zwischen Amateuren und Profis.

Tipps vom Profitrainer: Jeff Saibene, Arminia Bielefelds Coach, plaudert vor Spielbeginn mit vier E-Junioren des FC Gütersloh.

Unterschied zwischen Amateuren und Profis

Der ist ebenso spielerisch zu erkennen, wobei Tim Manstein den undankbarsten Job hat: Sein direkter Konkurrent ist der pfeilschnelle Roberto Massimo, der den Verteidiger ein ums andere Mal versetzt. »Ich war richtig froh, dass Massimo nach 45 Minuten ausgewechselt wurde.Denn wenn der ins Tempo kommt, kann man ihn nicht mehr aufhalten«, zeigt sich Manstein von dem Supertalent beeindruckt. Kein guter Tag für Tim: Beim 0:3 unterläuft ihm ein Eigentor, doch auch der FCG-Ehrentreffer fällt auf diese Weise.

Zumindest bei den Zeugwarten scheint’s keinen Klassenunterschied zu geben: FCG-Betreuer Hartmut Güth verriet im Kabinengang seinem dankbaren Arminia-Kollegen, wie man bei der Trikotwäsche Flecken aus einer weißen Hose herausbekommt.

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