Torhüter des SC Wiedenbrück spielte im April 2018 nur sechs Minuten in Dortmund
Marcel Hölscher hat Nachholbedarf

Rheda-Wiedenbrück (WB). Sechs Wochen nach Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs fühlt sich Fußball-Regionalligist SC Wiedenbrück bestens gerüstet für die erste große Aufgabe im neuen Jahr. Bei der U23 von Borussia Dortmund sollen an diesem Samstag (14 Uhr) nach Möglichkeit sogar Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geholt werden.

Freitag, 15.02.2019, 18:20 Uhr aktualisiert: 15.02.2019, 18:22 Uhr
Im Hinspiel hielt Marcel Hölscher seinen Kasten sauber, der SC Wiedenbrück gewann mit 1:0. Foto: Wolfgang Wotke
Im Hinspiel hielt Marcel Hölscher seinen Kasten sauber, der SC Wiedenbrück gewann mit 1:0. Foto: Wolfgang Wotke

Ich habe noch etwas gutzumachen.

Marcel Hölscher

Im Stadion Rote Erde wird zunächst jemand im Blickpunkt stehen, der bei der 1:4-Niederlage an gleicher Stelle im April 2018 nur Kurzzeit-Arbeiter war. Torhüter Marcel Hölscher flog damals nach einer Notbremse an Paterson Chato (jetzt Sportfreunde Lotte) in der sechsten Minute mit einer Roten Karte vom Platz. »Ich habe noch etwas gutzumachen. Beim letzten Mal habe ich ja nicht allzu lange gespielt«, sagt »Hölle«, der zuletzt aufgrund einer Blessur am Arm geschont wurde, sich für einen Einsatz im Schatten des Westfalenstadions aber einsatzbereit gemeldet hat.

Wir müssen unsere Tugenden einbringen.

Bjrön Mehnert

Dort absolvierte Björn Mehnert am 14. März 1998 gegen Arminia Bielefeld (3:2) sein einziges Bundesliga-Heimspiel für den BVB und kennt sich im Verein weiterhin bestens aus. »Sie haben sicherlich die Ambition, noch einmal oben anzugreifen«, meint der SCW-Trainer. Allerdings beträgt der Rückstand des Tabellenvierten auf Spitzenreiter Viktoria Köln bereits stolze zehn Punkte. Mehnert glaubt indes auch zu wissen, wie man den BVB-»Amateuren« beikommen kann. »Wir müssen unsere Tugenden einbringen. Also mit einer physischen Stärke Präsenz in den Zweikämpfen zeigen, damit Dortmund nicht ins Rollen kommt. Klar ist aber auch, dass wir einen richtig guten Tag brauchen werden«, so der Coach.

Das Hinspiel gewann der SC Wiedenbrück mit 1:0

Den hatte der SC Wiedenbrück im Hinspiel, als beim 1:0-Erfolg der erste Saisonsieg gelang. Damals saß noch der inzwischen in die Premier League zu Huddersfield Town abgewanderte Jan Siewert auf der Dortmunder Bank. Den kannte Mehnert gut und konnte auch dessen Spiel »lesen«, über die Kniffe von Siewerts Nachfolger Alen Terzic (kam vom Oberligisten FC Brünninghausen) ist hingegen wenig bekannt. Daher hält sich Björn Mehnert mit einer Einschätzung, was für seinen SCW drin ist, auch zurück. »Es wäre vermessen zu sagen, dass wir in Dortmund und eine Woche später gegen Viktoria Köln Punkte holen müssen. Fakt ist aber auch, dass wir in unserer Situation aus den Spielen gegen die ersten vier Teams der Liga nicht punktlos bleiben dürfen«, so der 42-Jährige.

Festgelegt hat sich der Wiedenbrücker Trainer bereits darauf, dass die beiden Winter-Zugänge André Wallenborn und Kamil Bednarski definitiv in der Startelf stehen werden. Neben den Langzeitverletzten Marwin Studtrucker und Viktor Maier fehlt nur Marco Pollmann. Eine gute Trainingswoche bescheinigt Mehnert Stoßstürmer David Loheider.

So könnte der SC Wiedenbrück spielen: Hölscher - Latkowski, Twyrdy, Duschke, Wallenborn - Geisler, Zech - Hüsing, Brinkmann, Schikowski - Bednarski.

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