Mi., 06.03.2019

Tennis: Endspiel um die Westfalen-Meisterschaft in Versmold Haller Winterkönige wollen das Triple

Dauerbrenner: Versmolds Laurentiu Erlic (links) und Halles Christopher Koderisch waren in allen drei Derbys mit von der Partie.

Dauerbrenner: Versmolds Laurentiu Erlic (links) und Halles Christopher Koderisch waren in allen drei Derbys mit von der Partie.

Von Stephan Arend

Versmold/Halle (WB). Die vergangenen zwei Jahren hat TC Blau-Weiß Halle in der Tennis-Hallenrunde die Westfalen-Meisterschaft gewonnen. Vor allem das Finale 2018 gegen eine chancenlose Iserlohner Rumpfmannschaft ging ohne Emotionen über die Bühne. Ihre letzte Niederlage in der Halle kassierten die Blau-Weißen im Januar 2016 in einem dramatischen Finale in Versmold.

Versmolder Personalsorgen

Vor allem im Vorjahr gegen Iserlohn, aber auch 2017 gegen den BTTC traf das Haller Team im Endspiel auf personell geschwächte Gegner und machte in den Einzeln kurzen Prozess. »Wir dagegen wollten eigentlich in starker Besetzung antreten. Schade, dass es nun anders kommt, als wir uns das vorgestellt haben.« Versmolds Teamchef Karsten Wolf hat in diesen Tagen einiges zu tun, eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen. Marvin Netuschil und Luca Gelhardt spielen in dieser und nächster Woche auf Asche Turniere in Antalya und sind im Finale nicht dabei. Daniel Masur ist nicht spielberechtigt, weil die Nummer eins in den Gruppenpartien fehlte. Wolf hofft, das außer Johann Willems und Laurentiu Erlic der zuletzt ausgefallene Michael Pille und der angeschlagene Benjamin Fitzon (Fingerverletzung) für Samstag grünes Licht geben.

Und an gleicher Stelle im Tennispark wollen die Haller Winterkönige nun am Samstag ab 18 Uhr bei der Endspiel-Revanche ihre stolze Serie ausbauen, das Triple perfekt machen.

»Wir freuen uns auf dieses Finale«, sagt Christopher Koderisch. Halles Mannschaftsführer zählt zu den Spielern, die seit 2016 in den drei Duellen mit dem aufstrebenden Nachbarn dabei waren. Für Koderisch ist es kein Zufall, dass sein Team vor allem in der Hallenrunde so erfolgreich ist: »Wir sind eine echte Mannschaft. Fast alle Spieler sind vor Ort, trainieren zusammen und stehen für die Begegnungen zur Verfügung.« So ist auch die Aufstellung der Blau-Weißen für Samstag kein Geheimnis. Lennart Zynga, Justin Eleveld, Koderisch, Maximilian Friese und Johannes Kolowrat wollen den dritten Titel in Folge perfekt machen.

Dagegen sind zwei Versmolder Leistungsträger aktuell auf Turnierreise, während Spitzenspieler Daniel Masur die Winterrunde ohnehin ausgelassen hat. Da Marvin Netuschil und Luca Gelhardt bei einem ITF-Turnier in Antalya aufschlagen und auch nächste Woche in der Türkei Weltranglisten-Punkte erkämpfen wollen, fallen sie laut Teamchef Karsten Wolf am Samstag aus. Somit geht das Tennispark-Team als klarer Außenseiter in das Endspiel (siehe Kasten).

Wer immer auch spielt und wie das Finale endet – Koderisch geht nach dem Rückzug der Haller Bundesliga-Mannschaft davon aus, dass der Nachbar aus Versmold zumindest in der Sommerrunde demnächst die Nummer eins im Altkreis wird. »In der kommenden Regionalliga-Saison spielen wir zwar gegeneinander. Doch Versmold will zurück in die 2. Bundesliga und wir dürfen zwei Jahre nicht aufsteigen. Mal abwarten, was danach in Halle möglich ist.« Umso motivierter ist man im Lager der Blau-Weißen, den Nachbarn am Samstag in die Schranken zu weisen.

Blau-Weiß Halles Teamchef Thorsten Liebich hätte nichts dagegen, wenn das Regionalliga-Derby Halle gegen Versmold nicht nur in dieser Saison, sondern auch im kommenden Jahr stattfinden würde. Das ist allerdings nur dann der Fall, wenn der Tennispark im Sommer nicht wie erhofft in die 2. Bundesliga zurückkehrt. Liebich lacht: »Darauf können wir ja vielleicht im direkten Duell am 1. Mai Einfluss nehmen.«

Die vergangenen Duelle

20. Januar 2018: Halle - Versmold 5:1. Im entscheidenden Match um den Gruppensieg tritt Versmold in starker Besetzung an. Doch Halle spielt auf den schnellen Teppichplätzen im Sportpark seinen Heimvorteil aus, sichert sich Platz eins und später im Finale gegen Iserlohn die Westfalenmeisterschaft.

Ergebnisse: Eleveld - Netuschil 6:7/7:6/10:3, Zynga - Willems 6:2/6:3, Koderisch - Pille 2:6/6:7, Friese - Erlic 7:5/0:6/11:9, Eleveld/Zynga - Netuschil/Willems 6:7/6:2/10:4, Koderisch/Kolowrat - Pille/Fitzon 6:4/6:3.

19. Juni 2016: Versmold - Halle II 2:7 . In der Sommer-Saison steht Versmold als Aufsteiger in die 2. Bundesliga fest, wird am letzten Regionalliga-Spieltag aber von Halle entzaubert. Die Blau-Weißen sichern sich vor Versmold Platz eins, dürfen als Bundesliga-Reserve aber nicht aufsteigen.

Ergebnisse: Masur - Härteis 6:3/7:5, Netuschil - Zynga 5:7/6:4/5:10, Scholz - Rother 4:6/5:7, Pille - Koderisch 3:6/3:6, Erlic - Eleveld 4:6/6:2/8:10, Stjern - Fraitzl 5:7/6:4/4:10. Doppel kampflos.

16. Januar 2016: Versmold - Halle 3:3 (8:7 Sätze). Vor drei Jahren sichert sich Versmold in einem dramatischen Finale die Westfalen-Meisterschaft. Am Ende gibt ein mehr gewonnener Satz den Ausschlag. Es ist bis heute die letzte Haller Niederlage in der Winterrunde. Die Blau-Weißen holen 2017 und 2018 den Titel, bleiben dabei ungeschlagen.

Ergebnisse: Netuschil - Zynga 6:2/4:6/11:9, Scholz - Koderisch 6:4/4:6/6:10, Stephan - Rother 6:2/4:6/8:10, Erlic - Fraitzl 6:3/6:4; Netuschil/Scholz - Zynga/Koderisch 7:5/6:1, Erlic/Stephan - Rother/Fraitzl 2:6/4:6.

 

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