Sa., 08.06.2019

Nachwuchshandball: Weibliche A-Jugend der TG Hörste verpasst diesmal die Jugendbundesliga Raus mit Applaus

Hamburg gegen Hörste: Larissa Vorjohann läuft sich in der starken AMTV-Deckung fest. Die TG-A-Jugend hat am Samstag beide Spiele verloren.

Hamburg gegen Hörste: Larissa Vorjohann läuft sich in der starken AMTV-Deckung fest. Die TG-A-Jugend hat am Samstag beide Spiele verloren. Foto: Nico Seifert

Halle-Hörste (WB/guf). Für den aktuellen A-Mädchen-Jahrgang der TG Hörste ist die Jugendbundesliga doch eine Nummer zu groß: Beim letzten Qualifikationsturnier auf Bundesebene schied die Crew um Trainerin Julia Gerdes in eigener Halle nach zwei Niederlagen am Samstag aus und konnte Sonntag nicht mehr um die drei Bundesliga-Plätze kämpfen, die in dem Sechser-Feld zu vergeben waren.

Obwohl ein Großteil der Jugendabteilung beim großen Pfingstturnier in Delmenhorst unterwegs war, konnten die Hörsterinnen in der »Masch« auf lautstarke Unterstützung bauen. Aber das vermochte die Mannschaft im Auftaktspiel gegen BV Garrel nicht zu beflügeln. Im Gegenteil: »Wir waren viel zu nervös, haben uns total viele technische Fehler erlaubt und sind mit der sehr offensiven Deckung des Gegners überhaupt nicht zurecht gekommen.« Julia Gerdes brachte auf den Punkt, warum das TGH-Team schon zur Pause mit 4:12 aussichtslos zurücklag. In den zweiten 20 Minuten stabilisierte sich die Mannschaft zwar und hielt besser dagegen, aber weil weiterhin die Durchschlagskraft im Angriff fehlte, hieß es am Ende (zu) deutlich 7:22 gegen die TG.

Im zweiten Spiel der Dreier-Gruppe zeigte der AMTV Hamburg sein Potential und bezwang Auftaktsieger Garrel mit einer Klasseleistung 25:19. Damit stand fest: Um einen der ersten beiden Plätze zu erobern und damit Sonntag noch im Rennen zu sein, mussten die Rothosen ihr zweites Spiel gegen Hamburg mit elf Toren Differenz gewinnen.

»Das war natürlich utopisch, umgekehrt aber psychologisch ein Plus, sodass wir locker aufspielen konnten. Gegen Hamburg hat die Mannschaft gezeigt, was sie kann und dass sie nicht zu Unrecht in der Qualirunde auf Bundesebene steht«, sagte Julia Gerdes in ihrem Fazit. Sie war stolz auf ihr Team, das diesmal einen 1:5-Rückstand nach erneut verpatztem Start wegsteckte.

Gegen den körperlich starken und mit viel Spielverständnis ausgestatteten Gast aus Hamburg hieß es zur Pause 7:7, acht Minuten vor Schluss verkündete Hallensprecher Thomas Wöstmann sogar: »Das Kuhdorf geht 12:11 in Führung.« Der Torerfolg von Kreisläuferin Sarah Lienig war einer von etlichen klug herausgespielten Treffern in dieser Partie. Auch Torhüterin Marie Hasselfeldt überzeugte. Doch weil die TG danach eine Überzahl nicht nutzte, hieß es 12:14 (36.), bei Abpfiff dann 14:15. Die Hörsterinnen ernteten nach starker Leistung verdienten Applaus.

Kapitänin Sina Schäper fasste zusammen: »In der ersten Partie haben wir gespielt wie die Weihnachtsgänse und uns unter Niveau verkauft. In Spiel zwei haben wir - auch dank der tollen Unterstützung - gezeigt, was wir können. Jetzt wollen wir uns in der Oberliga gut verkaufen und mit Spaß und Feuer wieder angreifen.«

Für Hörste spielten: Marie Hasselfeldt, Sina Schäper, Mira Barrelmeyer, Maja Seelhöfer, Nora Biewald, Sarah Lienig, Leonie Bültmann, Larissa Vorjohann, Maria Wöstmann, Amelie Piecuch, Jette Hülsmann und Lena Lutze

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