Mi., 14.08.2019

Fußball: Haller Schiedsrichter legt Beschwerde ein Engelstädter geht gegen Ausschluss vor

Ingo Engelstädter, hier in der Mitte als Referee beim Haller E-Junioren-Turnier, hat gegen seinen Ausschluss Beschwerde eingelegt.

Ingo Engelstädter, hier in der Mitte als Referee beim Haller E-Junioren-Turnier, hat gegen seinen Ausschluss Beschwerde eingelegt. Foto: Gunnar Feicht

Halle (WB/guf). Ingo Engelstädter, langjähriger Fußballreferee des SC Halle, geht gegen seinen Ausschluss aus der Kreis-Schiedsrichtervereinigung vor. Der 54-Jährige hat gegen den entsprechenden Beschluss des Kreis-Schiedsrichterausschusses (KSA) Beschwerde eingelegt. Sofern diese formal korrekt ist, liegt die Entscheidung jetzt wohl beim Verbands-Schiedsrichterausschuss

Wie berichtet hat der KSA Engelstädter mit Hinweis auf Paragraf 8 der Schiedsrichter-Ordnung (Absatz 1f Verstöße gegen die Kameradschaft und 2e Streichung von der Schiedsrichterliste) aus dem Kreis der Unparteiischen verbannt. Ihm wird vorgehalten, dass der Vorschlag seines Vereins SC Halle, ihn im April beim Kreistag per Kampfabstimmung zum KSA-Vorsitzenden zu wählen, von langer Hand geplant gewesen sei. Engelstädter hatte beteuert, er habe sich erst nach dem Vorschlag spontan zur Kandidatur bereit erklärt. Wenige Tage nach seiner Wahl war er wieder zurückgetreten.

Der Haller betrachtet die Begründung als nicht stichhaltig: »Das geht gegen meine Person, aber ich habe mich nicht unkorrekt verhalten und will Schiedsrichter bleiben.« Allerdings hat er beim Treffen mit dem KSA Anfang August nicht konkret zu den Vorwürfen Stellung genommen.

Kommentar

Der Fall Engelstädter und kein Ende: Die Auseinandersetzung zwischen dem Kreis-Schiedsrichterausschuss und dem eigenwilligen Haller, der bis vor einigen Jahren selbst im KSA mitarbeitete, hat Gräben aufgerissen, die nicht mehr zuzuschütten sind. Engelstädters Hoffnung auf ein Einlenken des KSA ist illusorisch. Das Gremium hat sich offenbar beim westfälischen Verband abgesichert, dass es mit seinem Ausschluss auf der sicheren Seite ist. Die Vorwürfe rund um die Kampfabstimmung im April und die lange Vorgeschichte der Auseinandersetzungen lassen nur einen Schluss zu: Wenn Ingo Engelstädter weiterhin als Schiedsrichter tätig sein will, wird er dies für einen Verein in einem anderen Fußballkreis tun müssen. Das ist auch aus Reaktionen vieler heimischer Referees abzulesen, die es müde sind, dass dieses Zerwürfnis ihrer Zunft weiteren Schaden zufügt. Gunnar Feicht

 

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