Fr., 13.09.2019

Handball-Landesliga: Hörste 22:22 im Topspiel gegen Verl – Hesselteichs bärenstarke Abwehr lässt Ausfälle vergessen Youngster lässt TG verzweifeln

Hörstes Abwehr mit Silvan Tarner und Malte Krause zwingt die Verler Alexander Wiese (am Ball) und Albert Kreismann zum Abdrehen.

Hörstes Abwehr mit Silvan Tarner und Malte Krause zwingt die Verler Alexander Wiese (am Ball) und Albert Kreismann zum Abdrehen. Foto: Gunnar Feicht

Von Gunnar Feicht und Jens Horstmann

Halle/Versmold (WB). 22:22 nach dramatischer Schlussphase: Im Spitzenspiel der Handball-Landesliga gab es vor gut 350 Zuschauern zwischen TG Hörste und TV Verl keinen Sieger. Spvg. Hesselteich bezwang ebenfalls am Freitagabend Vorwärts Gronau mit 27:19.

TG Hörste - TV Verl 22:22 (13:11). Mit viel Pech in den Schlussminuten und wegen der Klasseparaden von Nachwuchs-Keeper Fabian Stroth, eigentlich Nr. drei im Verler Gehäuse, konnte die TGH eine 19:16-Führung (50.) nicht ins Ziel bringen. Als tragische Figur musste am Ende Rechtsaußen Pascal Kaiser getröstet werden: Der Linkshänder, der den Rothosen schon viele Punkte gewonnen hat, scheiterte beim Stand von 21:20 mit einem Siebenmeter und vergab zwei klare Chancen von außen gegen Stroth. Als die Verler in der Schlussminute beim Stand von 22:22 mit Manndeckung einen Ballgewinn erzwingen wollten, war Kaiser eins gegen eins eigentlich schon am Gegenspieler vorbei, verlor aber die Ballkontrolle, sodass der Gast sogar noch die Chance zum Siegtor bekam, sie aber nicht mehr nutzte.

»Das wäre zu viel und extrem bitter gewesen. Ich bin nach den Schlussminuten enttäuscht, aber keineswegs sauer, denn wir haben viele Dinge richtig gemacht. Was aber leider negativ herausstach, war unser Torabschluss, denn wir haben bestimmt sechs klare Dinger liegen gelassen«, resümierte TG-Coach Christian Blankert. Sein Pendant Thomas Fröbel: »Hörste hat eine bärenstarke 6-0-Deckung gestellt und wenn man so lange hinten liegt, ist das auf jeden Fall ein gewonnener Punkt. Den kann sich Fabian Stroth nach seiner Leistung im ersten Seniorenspiel definitiv einrahmen.«

Auf beiden Seiten dominierten die Abwehrreihen: hier die Hörster 6-0-Formation, dort die extrem offensive Verler Variante. Die Defensive der Hörster gab sich nur eine Blöße: Bei Unterarmwürfen durch die Mitte hatte sie ein ums andere Mal das Nachsehen. »Wir wollten möglichst die Verler Kreisanspiele unterbinden und sind deshalb defensiv geblieben«, sagte Christian Blankert dazu. Seine Mannschaft hatte beim 9:6, 16:14 und 19:16 mehrfach die Chance zur Vorentscheidung, verpasste sie aber wegen der zu schlechten Wurfausbeute gegen den überragenden Keeper.

TGH: Marcel Krause, Lüdorff; Lehmann, Hagemann (3), Malte Krause (3), S. Burstädt , D. Barrelmeyer (1), Kaiser (2), Stutzki (2), Tarner (10/3), Walkenhorst, Schuster (1).

Tore für Verl: Kreismann (8/4), Traphoff (2), Eliasmöller (4), Wiese (2), Jogereit (2), Ottofrickenstein (3), Vogler (1).

Spvg. Hesselteich - Vorwärts Gronau 27:19 (11:9). Trotz zahlreicher Ausfälle – einige auch noch urlaubsbedingt – erarbeiteten sich die Hesselteicher gegen den Vorjahresachten einen Traumstart. »Grundstein war die hervorragende Abwehrleistung. Mit unserer 5-1-Variante haben wir den gegnerischen Strippenzieher auf Rückraum Mitte ziemlich kalt gestellt. Alle haben sich super reingehängt«, lobte Dennis Laumann sein Team. Der Coach sorgte selbst für Entlastung, nachdem der überragende Aaron von Ameln mit bereits fünf Toren bis zum 7:5 (17.) offensiv fast den Alleinunterhalter gespielt hatte. Bis zur Pause ließen die Hausherren noch einige Chancen liegen und verpassten eine deutlichere Führung. Aber nach dem Wechsel verstummte der zunächst lautstarke Gäste-Fanklub mehr und mehr: Über 12:9, 14:11 und 19:13 entnervten die Hesselteicher ihren weit angereisten Gast. Laumann: »Wir haben es geschickt verstanden, Gronau mit seinen Rechtshändern auf Rechtsaußen zum Abschluss zu zwingen. Die sind an ›Latu‹ dann fast verzweifelt.« Torwart-Routinier Bastian Latussek hatte einen Sahnetag erwischt.

Spvg.: Latussek (bis 53.), Stanjek (ab 53.); Stöwe (4/1), Schaldach (2), Hoffmann (1), Kleine-Tebbe (1), M. Lipper, Ja. Mittendorf, Twelkemeier, Henselewski, J. von Ameln (6/2), Laumann (2), A. von Ameln (10), Birkenhäger (1).

 

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