Mo., 06.04.2020

Handball: Beschluss zur Fortsetzung der Serie fällt erst nach Ostern Kein Abstieg bei Abbruch der Saison

Vorzeitiges Saisonende – oder dürfen die Fans doch noch mal vor der Sommerpause jubeln? Der Handballverband Westfalen lässt sich mit dieser Entscheidung noch Zeit.

Vorzeitiges Saisonende – oder dürfen die Fans doch noch mal vor der Sommerpause jubeln? Der Handballverband Westfalen lässt sich mit dieser Entscheidung noch Zeit. Foto: Sören Voss

Halle (WB/guf). Vorerst kein vorzeitiges Saisonende in den westfälischen Handball-Spielklassen wegen der Corona-Krise – doch eine wichtige Entscheidung hat der Handballverband am späten Sonntagabend via Pressemitteilung verkündet: Sollte die Saison vorzeitig beendet werden, dann wird es keine Absteiger (mit Ausnahme zurückgezogener Mannschaften und „wirtschaftlicher Absteiger“) geben, sondern lediglich Aufsteiger in die Saison 20/21. Davon würden bei einem Abbruch der Serie beispielsweise Verbandsligist Spvg. Steinhagen und Landesligist SF Loxten II (beide derzeit auf Abstiegsplätzen) profitieren. Die Regelung umzusetzen, wird auch den Handballkreisen empfohlen.

Der HV Westfalen hält sich aber ausdrücklich die Entscheidung über Fortführung oder Abbruch der seit 13. März ausgesetzten Spielzeit offen. Ein Beschluss dazu werde „frühestens in der Woche nach Ostern“ gefasst. Damit folgt der Landesverband noch nicht der Empfehlung des Deutscher Handballbundes (DHB), der wie am Samstag berichtet den Landesverbänden ein vorzeitiges Ende der laufenden Serie angeraten hatte. Bekanntlich ist der Spielbetrieb bis zum 19. April ausgesetzt.

Mit Blick auf die Wertung der Saison 2019/20 ist noch keine Entscheidung getroffen. Unabhängig von einer Arbeitsgruppe beim DHB, die zu diesem Thema berät, hat auch eine „Task Force“ des HV Westfalen aus Mitgliedern des Präsidiums, der Technischen Kommission, des Jugendspielausschusses und der Handballkreise die Problematik diskutiert. Das Gremium hat die Vereine der Spielklassen auf HV-Ebene zu Vorschlägen und Stellungnahmen zur möglichen Fortsetzung oder Wertung der unterbrochenen Saison aufgefordert. Laut Verbandsmitteilung wurden die von den Vereinen und vom DHB übermittelten Gedankenmodelle durchdacht, diskutiert und bewertet. Das Ergebnis soll bei den Beschlüssen auf Bundesebene Berücksichtigung finden. Andreas Tiemann (Vize-Präsident Spieltechnik): „Wir haben uns alle Gedanken und Vorschläge angesehen und ein erstes Stimmungsbild erhalten. Den weiteren Weg können wir nur gemeinsam gehen und jeder Verein ist beteiligt.“

TSG Harsewinkels Abteilungsvorsitzender Hans Feuß hat sich in einer Stellungnahme für einen Abbruch der Spielzeit samt Wertung nach den aktuellen Tabellen ausgesprochen und empfiehlt dem HV, in der Spielordnung eine Regelung für ähnliche Fälle zu verankern.

 

 

 

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