Tennis-Westfalenliga: BW Halles Männer siegen im Topspiel trotz Zyngas Verletzung
Allen Rückschlägen getrotzt

Halle (WB). 6:3-Sieg nach verlustreichem Kampf im Spitzenspiel beim TC Herford: Tennis-Westfalenligist TC Blau-Weiß Halle hat im Kampf um den Aufstieg jetzt alle Trümpfe in der Hand. Auch für Halles Damen war es ein rundum sonniges Wochenende: Samstag beendeten sie das sechs Tage zuvor unterbrochene Derby bei Tennispark Versmold II mit einem makellosen 9:0-Erfolg zu ihren Gunsten, Sonntag setzten sie sich bei Grün-Weiß Herne mit 7:2 ebenfalls sicher durch.

Montag, 22.06.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 22.06.2020, 05:02 Uhr
Trotz Magenverstimmung bereitet er seinem Gegner Bauchschmerzen: Justin Eleveld hat sich in Herford durchgebissen. Foto: Stephan Arend
Trotz Magenverstimmung bereitet er seinem Gegner Bauchschmerzen: Justin Eleveld hat sich in Herford durchgebissen. Foto: Stephan Arend

Männer-Westfalenliga: TC Herford - TC BW Halle 3:6 (1:5). Zeitweise standen die Haller mit dem Rücken zur Wand, umso größer war am Ende der Jubel nach acht Stunden mit umkämpften Matches. Christopher Koderisch: „Die Sonne schien, die erlaubten 100 Zuschauer haben für Atmosphäre gesorgt und wir haben alle Rückschläge weggesteckt - ein schöner Tag.“ Der schien sich zunächst ganz anders zu entwickeln: Um 6.30 Uhr war Justin Eleveld kurz davor, sich wegen Magenproblemen und Übelkeit abzumelden. Trotz dieses Handicaps reiste der Niederländer an, stieg im Drei-Satz-Krimi gegen seinen Landsmann Stephan Fransen zum gefeierten Sieger auf. Zu kämpfen versteht auch Halles zweiter Holländer: Neuzugang Amadatus Admiraal hatte beim Stand von 4:6, 4:5 und 15:40 zwei Matchbälle gegen sich, drehte aber sein Einzel noch eindrucksvoll.

Ähnlich spannend machte es der zweite Neue: Routinier Jens Vorkefeld schaffte nach 0:1-Satzrückstand zweimal im Tiebreak die Wende. „Das waren eminent wichtige Punkte“, unterstrich Christopher Koderisch, denn Lennart Zynga hatte sich nach Satzgewinn Anfang des zweiten Durchgangs die Leiste gezerrt, musste aufgeben und konnte auch kein Doppel spielen. Weil auf der Gegenseite Philipp Scholz nach heftigen Krämpfen ebenfalls passen musste, gab jedes der beiden Teams ein Doppel kampflos verloren. Trotz der hauchdünnen Niederlage von Koderisch/Kolowrat hieß es am Ende 6:3 für Halle.

Ergebnisse: Fransen - Eleveld 6:4/5:7/ 4:6, Meuffels - Zynga 3:6/3:0 Aufg. Zynga, Terczynski - Admiraal 6:4/5:7/2:6, Hoischen - Koderisch 2:6/2:6, Scholz - Vorkefeld 6:2/6:7/6:7, Müller - Clavel 4:6/4:6; Terczynski/Müller - Koderisch/Kolowrat 5:7/6:2/11:9.

Frauen-Westfalenliga: TP Versmold II - BW Halle 0:9 (0:6). Wegen der Regenfälle kam eine Woche zuvor beim Stand von 0:3 der Spielabbruch, mit der Fortsetzung der beiden Spitzen-Einzel ging es am Samstag weiter. Derya Turhan machte mit ihrer Routine gegen die zehn Jahre jüngere Maja Jung aus einem Rückstand im Tiebreak noch den vierten Haller Einzelpunkt. Jaimy Van de Wal knüpfte an ihre 2:0-Führung beim Spielabbruch an und hielt die Ex-Hallerin Franziska Kommer dank ihrer guten Vorhand in zwei umkämpften Sätzen in Schach. Auch Tanja Klee überzeugte nach Satz-Rückstand in den Durchgängen zwei und drei. Obwohl die Gäste in den Doppeln experimentierten, gewannen sie diese ohne Satzverlust.

Alle Ergebnisse: Kommer - Van de Wal 6:7/4:6, Jung - Turhan 2:6/6:2/6:7, Niemeyer - Klee 6:4/0:6/ 0:6, Hecking - Meyer auf der Heide 0:6/1:6, Peters - Schmerling 0:6/0:6, Wolf - Halfmann 0:6/0:6; Rosnowska/Hecking - Van de Wal/Schmerling 4:6/3:6, Kommer/Niemeyer - Meyer auf der Heide/Gillar 3:6/2:6, Jung/Wolf - Halfmann/Klee 1:6/3:6.

GW Herne - BW Halle 2:7 (2:4). „Die erste Prämisse galt auch heute den Doppeln. Die haben wir bewusst ganz anders aufgestellt als Samstag. Und sie haben sehr aufschlussreiche Erkenntnisse gebracht.“ Trainer Arne Plagemann war mit dem starken Finish sehr zufrieden, wobei sich erneut Indira Schmerling in den Vordergrund spielte. Plus-Zähler zur 4:2-Führung nach den Einzeln resultierten aus überzeugenden Zwei-Satz-Siegen. Im Spitzen-Einzel gegen DTB-Nachwuchskader-Spielerin Alexa Volkov (15) musste Jaimy Van de Wal der Tatsache Tribut zollen, dass sie wegen der stärkeren Corona-Einschränkungen in Holland Konditionsrückstand hat. Tanja Klee scheiterte nach 3:0-Führung an der Taktik ihrer Gegnerin, konsequent das Tempo aus dem Spiel zu nehmen.

Ergebnisse: Volkov - Van de Wal 2:6/7:5/6:4, Hüning - Turhan 2:6/1:6, Pavlovic , Rheinländer 6:4/6:2, Dillwald - Meyer auf der Heide 0:6/0:6, Thoma - Halfmann 3:6/4:6; Volkov/Thoma - Gillar/Meyer auf der Heide 2:6/2:6, Pavlovic/Rheinländer - Turhan/Halfmann 1:6/4:6, Hüning/Dillwald - Klee/Schmerling 3:6/2:6.

Frauen-Westfalenliga: TC Parkhaus Wanne-Eickel - TP Versmold II 3:6 (2:4). Nachdem Favorit Blau-Weiß Halle noch zu stark war (nebenstehender Bericht), hat die Versmolder Zweite den ersten Westfalenliga-Sieg erkämpft. Die neue Besetzung an der Spitze zahlte sich aus, denn Joelle Steur und die Belgierin Emily Casteleyn sorgten gemeinsam mit Jana Hecking und Janina Peters für die 4:2-Führung. Der schnelle Doppel-Erfolg von Steur/Hecking machte im Volksgarten Eickel alles klar.

Ergebnisse: Köhler - Joelle Steur 3:6/1:6, Skyba - Casteleyn 6:4/1:6/4:6, Löchter - Jung 6:2/3:6/6:2, Yildiz - Niemeyer 7:6/6:4, Hensen - Hecking 3:6/0:6, Gerter - Peters 6:2/2:6/3:6; Löchter/Yildiz - Steur/Hecking 1:6/0:6, Köhler/Gerter - Jung/Peters 6:1/2:6/1:10, Skyba/Hensen - Casteleyn/Wolf 6:4/7:6.

 

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