Tennis: Haller Doppelsieg bei den 19. Ritzenhoff Open. Auch Sarah van Emst gewinnt
Schnell, schneller – Zynga nimmt Revanche

Halle (WB). Doppelerfolg für den TC Blau-Weiß Halle bei den 19. Ritzenhoff-Open. Lennart Zynga hat nach der Pause im Vorjahr seine Siegesserie beim Tennisturnier auf eigenen Plätzen fortgesetzt und nach 2016, 2017 und 2018 erneut triumphiert. Ebenfalls mit 500 Euro Preisgeld für Platz hat sich die junge Holländerin Sarah van Emst belohnt.

Sonntag, 20.09.2020, 21:20 Uhr aktualisiert: 20.09.2020, 21:24 Uhr
Serien-Sieger: Halles Lennart Zynga hat ein Hochgeschwindigkeitsfinale gewonnen. Fotos (5): Stephan Arend

Seine Heimspiele in Halle hat Lennart Zynga in den vergangenen Jahren alle gewonnen – mit einer Ausnahme. Bei den Indoor-Open 2018 unterlag er Alexander Mannapov im Halbfinale. Somit glückte nun die verspätete Revanche. Und das, obwohl Zynga außer den drei Westfalenliga-Partien für Blau-Weiß Halle in diesem Sommer keine weiteren Matches bestritten hat. „Ich habe mich von Spiel zu Spiel gesteigert“, so der 28-Jährige, bei dem der Trainerjob klar an erster Stelle steht. Auch nach seinen Begegnungen bei den Ritzenhoff Open switchte Zynga sofort um und betreute zwei hoffnungsvolle heimische Nachwuchstalente. Marc Majdandzic (15) trat beim gleichen Turnier wie sein Coach an und verpasste beim 6:4/5:7/8:10 gegen Luca Sobbe nur knapp die Vorschlussrunde. Und das Quali-Endspiel von Lenn Lümkemann (16) beim einem internationalen Jugendturnier verfolgte Trainer Zynga per Live­stream vor seinem eigenen Hochgeschwindigkeitsfinale. Zwischenzeitlich zog Zynga seinem Kontrahenten mit Serien von zwölf und neun Punkten in Folge den Zahn. Doch nach zwei vergebenen Breakbällen beim 5:5 im zweiten Satz und einigen Fehler gewann Gegner Mannapov, der mit Hecht und Spagat verblüffte, den zweiten Durchgang. Im Matchtiebreak brachte der Haller dann aber seine Führung (3:0/8:5) ins Ziel und siegte 6:3/5:7/10:8.

Turnierleiter Thorsten Liebich hatte sie auf der Rechnung. Ansonsten dürfte der Sieg der noch unbekannten Sarah von Emst die meisten Zuschauer überrascht haben. Die junge Holländerin aus Zwolle hatte als Neuzugang von Verbandsligist TC Blau-Weiß Halle II überzeugt, und ihre guten Leistungen nun auch bei den Ritzenhoff Open bestätigt. Da verwundert es nicht, dass die 15-Jährige in der nächsten Saison „aufsteigen“ und für Halles erste Mannschaft spielen soll. „Ich trainiere jeden Tag, auch vormittags“, sagt Sarah van Ems, die zu den besten holländischen Nachwuchsspielern gehört. Sie besucht in ihrem Heimatort eine Sportschule für Ausnahme-Talente, in der Training zum Unterrichtsprogramm gehört und in der die Schüler auf eine mögliche Profilaufbahn vorbereitet werden.

Maja Jung (Tennispark Versmold) und Indira Schmerling (BW Halle) rundeten mit ihren Halbfinalteilnahmen die guten Ergebnisse der heimischen Spieler ab. Gleiches gilt im Männer-Wettbewerb für Tom Clavel (Halbfinale), Maximilian Friese und Marc Majdandzic (beide im Viertelfinale) sowie für Johannes Kolowrat, der die Nebenrunde gewann.

Ergebnisse

Frauen-Halbfinale: Sarah van Emst (Halle) - Maja Jung (Versmold) 6:0/5:7/10:2, Indira Schmerling (Halle) - Paula Rumpf (Ickern) 6:3/4:6/8:10. Finale: Rumpf - van Emst 3:6/1:6 . Nebenrunde: Arina Suchova (Ickern) gewinnt, Sophie Sobolewski (Halle) erreicht das kleine Finale.

Männer-Halbfinale: Alexander Mannapov (Ickern) - Luca Sobbe (Ickern) 6:4/6:2, Lennart Zynga (Halle) - Tom Clavel (Halle) 6:2/6:2. Finale: Zynga - Mannapov 6:3/5:7/10:8. Nebenrunde: Johannes Kolowrat (Halle) gewinnt das Finale gegen Till Horstmann (Gütersloh) 6:4/6:2. Im Spiel um Platz drei verliert Finn Buschmaas (Halle) gegen Christian Leinweber (Münster).

Herren 40-Turnier

Erstmals richtete der TC Blau-Weiß Halle parallel zu den Ritzenhoff Open auch ein Herren 40-Turnier aus. Hier siegte Rainer Kruse (Gesmold) im Finale mit 6:4/6:2 gegen Lokalmatador Benni Wolf (BW Halle). Im Endspiel der Nebenrunde setzte sich Urs Middelhauve gegen André Meyer (Künsebeck) durch. Während der gebürtige Haller Middelhauve aus Hamburg anreiste, hatte es Maik Friebe, der das Hauptfeld-Halbfinale erreichte, weiter. Auch er spielte früher Tennis für die Blau-Weißen und kickte für den SV Häger. Seit 2011 lebt und arbeitet Friebe in Atlanta. Als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater einer deutschen Firma führen ihn seine Dienstreisen auch in die Heimat. Da passte es perfekt in den Terminplan, den Tennisschläger mitzubringen und bei der Haller Premiere zu spielen.

 

 

 

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