Die heimischen Talente Bjarne Pudel und Adrian Wanner spielen in der Fußball-Regionalliga
Ein Saisonstart wie im Traum

Altkreis Halle (WB) -

Wenn der SV Rödinghausen den SC Wiedenbrück zum OWL-Derby in der Fußball-Regionalliga West empfängt, treffen auch zwei Altkreis-Talente aufeinander. Der Versmolder Bjarne Pudel wechselte im Sommer aus der A-Jugend von Arminia Bielefeld nach Wiedenbrück. Der Haller Adrian Wanner wurde zeitgleich beim SVR mit einem Profivertrag ausgestattet.

Mittwoch, 18.11.2020, 11:06 Uhr aktualisiert: 18.11.2020, 11:48 Uhr
Bjarne Pudel hat den Sprung von Arminias A-Jugend in die Männer-Regionalliga geschafft und die eigenen Erwartungen bisher übertroffen.
Bjarne Pudel hat den Sprung von Arminias A-Jugend in die Männer-Regionalliga geschafft und die eigenen Erwartungen bisher übertroffen. Foto: Jens Dünhölter

Eigentlich war die Partie für den 7. November angesetzt. Doch ein positiver Corona-Fall im Lager der Gastgeber sorgte für die Absetzung. Da jedoch weitere positive Fälle ausblieben, steht dem Nachholspiel nichts mehr im Wege.

Bjarne Pudel (19) wurde zuletzt beim 4:1-Sieg gegen Bergisch Gladbach in der 87. Minute eingewechselt. Der Mittelfeldspieler fühlt sich nach seinem Wechsel zum Aufsteiger extrem wohl. „Im Prinzip läuft es so, wie man es sich erträumt hätte. Ich habe die Qualität, mitzuspielen, aber lerne natürlich auch noch eine Menge.“

Außerdem ist Pudel von der Teamkultur begeistert: „Ich habe noch nie in einer Mannschaft gespielt, in der es so harmonisch zuging. Es gibt keine Grüppchen-Bildung, jeder kommt mit jedem klar und das hat mir die Eingewöhnung natürlich erheblich erleichtert. Zumal jeder nach der langen Pause im Frühjahr erstmal wieder reinkommen musste, was in einer neuen Mannschaft dann ja noch mal schwerer ist.“ Dass Bjarne Pudel die Umstellung vom Jugend- zum Seniorenfußball gut gelungen ist, belegen auch seine Einsatzzeiten. In elf der zwölf Ligapartien kam er zum Einsatz, viermal stand er sogar in der Startelf und spielte durch. Außerdem durfte er 90 Minuten im DFB-Pokal gegen SC Paderborn ran. „Da hatte ich dann schon fast alles erreicht, was ich mir vor der Saison vorgenommen hatte“, erzählt Pudel lachend. Aber auch so ist er sehr zufrieden, obwohl er im 4-3-3 System auf seiner „Sechser“-Position mit der Konkurrenz leben muss: „Wir spielen nur mit einem Sechser und zwei Achtern. Letzteres habe ich auch schon gegen Lippstadt gespielt, aber auf der Sechs fühle ich mich am wohlsten. Aber da bin ich nicht der Einzige.“ An das erhöhte Tempo und die Körperlichkeit hat er sich mittlerweile gewöhnt: „Die ersten Einheiten waren für mich extrem intensiv. Das war schon eine große Herausforderung am Anfang. Aber man kommt irgendwann immer besser rein.“ Alles in allem läuft es beim Versmolder rund: „Im Verein ist es sehr familiär, ich spüre keinen Druck und es macht einfach sehr viel Spaß. Auch die Liga ist super interessant. Ich fühle mich sehr wohl.“

Wohl fühlt sich aktuell auch Adrian Wanner. Zumal der 20-jährige am 13. Spieltag bei der 0:2-Niederlage bei Rot-Weiß Essen seine ersten Regionalliga-Minuten sammeln durfte. „Ich glaube schon, dass die Einwechselung auch eine Art Belohnung für meine harte Arbeit war“, so Wanner. Am vergangenen Samstag kam es im nächsten Spiel dann noch besser für den Haller: Zwar verlor der SVR 0:1 beim Bonner SC, doch Wanner feierte sein Startelfdebüt und spielte 90 Minuten durch.

Anders als bei Pudel ging es für ihn erst über den Umweg Westfalenliga in das Regionalliga-Aufgebot. Vergangene Saison spielte er 18 Mal für die zweite Mannschaft des SVR, ehe er in den Kader der Ersten befördert wurde. „Am Anfang war das schon ein Kulturschock. Wir haben einen sehr breiten Kader und da wird einem nichts geschenkt. Ich hatte mich zwar in der Pause wirklich fit gehalten, aber an das Tempo musste ich mich natürlich auch erstmal gewöhnen“, schildert Wanner seine ersten Eindrücke. Die Konkurrenzsituation sorgte auch dafür, dass Wanner seine gewohnte Rolle als defensiver Mittelfeldspieler aufgeben musste. „Unser Trainer sieht mich eher auf der Rechtsverteidigerposition. Das war für mich natürlich zunächst ungewohnt, weil die taktischen Anforderungen dort ganz andere sind. Da musste ich mich dann natürlich auch erstmal zurechtfinden.“ Nach ein paar Einsätzen in Testspielen „lernte“ Wanner die Position dann zunächst in der Reserve kennen. „Dort habe ich dann erstmal Spielpraxis bekommen. Dafür bin ich auch absolut dankbar, denn das ist nicht selbstverständlich, dass das so reibungslos klappt.“

Und mittlerweile hat er auch richtig Gefallen an der neuen Position gefunden: „Man kann ordentlich die Linie rauf- und runtermarschieren und sich natürlich offensiv viel mehr einschalten. Das macht mir schon richtig Spaß.“ Der 20-jährige hofft natürlich auch in Zukunft, regelmäßig zum Kader zu gehören und weitere Spielzeit sammeln zu können. Nach seinem Startelfdebüt hat Wanner natürlich Blut geleckt: „Ich werde immer 100 Prozent geben und hoffe, dass ich mich weiter im Training empfehlen kann.

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