Handballer beraten, wie es nach der Zwangspause weitergeht
Mindestziel: Hinrunde austragen

Altkreis (WB) -

Bereits in der vergangenen Woche hat der Handball-Verband Westfalen seine Sportler offiziell in die coronabedingte Winterpause geschickt. Bei den Online-Staffeltagen der Männer sind jetzt Szenarien zur Fortsetzung der Saison erläutert und diskutiert worden.

Mittwoch, 18.11.2020, 18:54 Uhr aktualisiert: 19.11.2020, 11:16 Uhr
Spvg. Steinhagens Co-Trainer Steffen Thiede: „Wenn gespielt werden kann, muss es auch Auf- und Abstiege geben. Als Sportler braucht man einen Anreiz.“
Spvg. Steinhagens Co-Trainer Steffen Thiede: „Wenn gespielt werden kann, muss es auch Auf- und Abstiege geben. Als Sportler braucht man einen Anreiz.“ Foto: Sascha Churt

Schon im Vorfeld stand fest, dass es keine Beschlüsse geben würde. „Wir wollten mit diesen Informationsveranstaltungen Diskussionen anregen, die in den Vereinen fortgeführt werden sollen“, erklärt Andreas Tiemann, der als „Vize-Präsident Spieltechnik“ die Staffeltage moderierte.

Das Interesse war groß, in allen drei Sitzungen der Landes- Verbands- und Oberligen nahmen mehr Personen teil, als es Vereine gibt. Weitestgehend einig zeigten sich die Vereinsvertreter darin, dass die Saison fortgesetzt werden soll. Deshalb hat sich der Handballverband Westfalen für seine überkreislichen Ligen ein gemeinsames Ziel gesetzt: Es soll mindestens die einfache Hinrunde gespielt werden, damit die Spielzeit gewertet werden kann.

Ebenfalls überall einheitlich soll die Fortsetzung erfolgen: Sobald Kontaktsport in geschlossenen Räumen wieder erlaubt ist, erhalten die Mannschaften eine mindestens dreiwöchige Vorbereitungszeit. „Bei einem Kaltstart wäre das Verletzungsrisiko einfach zu hoch“, erläutert Tiemann, der „das letzte Januar-Wochenende“ als frühestmöglichen Termin für den Neustart des Spielbetriebes nennt.

Wie es nach absolvierter Hinrunde weitergeht, hängt von der verbleibenden Zeit und den Staffelgrößen ab. Bei einem frühzeitigen Neustart und wenigen Unterbrechungen wäre beispielsweise eine komplette Rückrunde noch möglich. Denkbar wären aber auch verkürzte Rückrunden mit einer Aufstiegs- und einer Abstiegsrunde. Analog zu den Handball Welt- und Europameisterschaften würden die Punkte aus der Hinrunde mitgenommen. Eine radikale Möglichkeit wären Playoffs bzw. Playdowns, bei denen nach der Tabelle der Hinrunde gesetzt würde. Beispiel: Die letzten sechs Teams ermitteln in drei Duellen drei Absteiger. Die besten vier Mannschaften spielen einen Aufsteiger aus.

Auch das Saisonende, was bisher für den 6.6. terminiert war, könnte noch bis zum 30.6. oder bis zum 4.7. verschoben werden. „Danach beginnen die Sommerferien, in denen wir nicht genügend Schiedsrichter bekommen werden. Außerdem kann es bei Vertragsspielern und Wechseln Probleme geben“, erklärt Tiemann.

Der Verband ist für weitere Ideen der Vereine offen. Weitere Staffeltage sind geplant, sobald Lockerungen der Corona-Einschränkungen absehbar sind.

Stimmen aus den teilnehmenden Vereinen

Steffen Thiede(Co.-Trainer Spvg. Steinhagen): „Wenn gespielt werden kann, muss es auch Auf- und Abstiege geben. Es gab auch den Vorschlag, die Saison abzubrechen und mit Freundschaftsspielen weiterzumachen. Aber als Sportler brauche ich einen Anreiz. Man sollte die Hinrunde werten und dann schauen, was in der verbleibenden Zeit noch möglich ist. Der Verband macht einen guten Job und muss sowieso auf die Vorgaben der Regierung reagieren. Die unbürokratischen Spielabsetzungen fand ich sinnvoll.“

Michael Boy(SF Loxten): „Dass es noch keine Beschlüsse gibt, ist nichts Überraschendes. Es hilft ja auch nichts, jetzt in die Glaskugel zu schauen. Wichtig ist, dass alle Szenarien vorbereitet werden, um sie dann aus der Tasche zu ziehen, wenn sie gebraucht werden. Als Sportler müssen wir dann am Startblock stehen und startklar sein.“

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