So plant der Handball-Verband die Saison
Eine Einfachrunde mit Absteigern ist endgültig vom Tisch

Altkreis -

Nun ist es amtlich: Eine Einfachrunde ab März mit Auf- und Absteigern wird es im Handball-Verband Westfalen nicht geben. Dieser - ohnehin unrealistischen Variante - haben die Verantwortlichen nun eine Absage erteilt. „Training und Spielbetrieb im Amateursport bleiben erwartungsgemäß bis mindestens Mitte Februar weiterhin nicht erlaubt. Somit ist eine Saisonfortsetzung in einer Einfachrunde ab Anfang März nicht mehr möglich“, ist den Vereinen am Mittwoch mitgeteilt worden. Bei dieser Einschätzung ist berücksichtigt worden, dass den Mannschaften nach einer monatelangen Zwangspause eine angemessene Vorbereitungszeit eingeräumt werden muss.

Mittwoch, 27.01.2021, 19:08 Uhr
Auch einige heimische Teams wie Oberligist SF Loxten haben bereits angekündigt, an einer möglichen Aufstiegsrunde teilnehmen zu wollen. Fraglich bleibt, ob das Infektionsgeschehen und die politischen Beschlüsse Sport im April oder Mai überhaupt möglich machen.
Auch einige heimische Teams wie Oberligist SF Loxten haben bereits angekündigt, an einer möglichen Aufstiegsrunde teilnehmen zu wollen. Fraglich bleibt, ob das Infektionsgeschehen und die politischen Beschlüsse Sport im April oder Mai überhaupt möglich machen. Foto: Sören Voss

Das erweiterte Präsidium des Handball-Verbandes hatte am 11. Januar angesichts der Pandemielage zwei Alternativbeschlüsse zu einer „normalen“ Saison mit Hin- und Rückrunde (bzw. Vorrunden und Meister- oder Abstiegsrunden) vorgestellt. Da nun eine Einfachrunde ab März endgültig vom Tisch ist, tritt Alternative zwei in Kraft:

• Es gibt keine Absteiger

• Die Teilnahme an einem Spielangebot 2020/21 ist für alle Mannschaften freiwillig

• Vereine, die in ihren Ligen aufsteigen wollen, können nach einer noch vorzunehmenden Meldung an einer Aufstiegsrunde teilnehmen

• Alle anderen Vereine erhalten die Möglichkeit, für einen Ligapokal in kleinen regionalen Gruppen zu melden.

• Die spieltechnischen Regelungen sowie der Meldetermin dieser Runde, werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben und mit den Vereinen besprochen.

„Wir sehen es als Verband nicht nur aufgrund unserer Satzung als unsere Aufgabe an, einen Spielbetrieb zu ermöglichen und zu organisieren. Wir sind auch davon überzeugt, dass wir für unsere Sportart, sobald es aufgrund der Pandemielage wieder sicher möglich ist, wieder einen Spielbetrieb anbieten werden“, heißt es in der Mitteilung des Verbandes.

Bei den per Videokonferenz abgehaltenen Staffeltagen der Frauen und Männer sind den Vereinen zuvor bereits Details der geplanten freiwilligen Aufstiegs- bzw. Pokalrunden vorgestellt worden. So sollen zum Beispiel in der Oberliga verbindlich vor jeder Partie Corona-Schnelltests durchgeführt werden. In den Spielklassen darunter sind solche Tests aber nur dann vorgesehen, wenn diese zumindest eine der beiden Mannschaften für erforderlich hält. Dabei sind noch einige Fragen offen geblieben. Nicht jeder ist damit einverstanden, dass die Kosten der Test (bis zu 200 Euro pro Team pro Spiel) von den Vereinen bzw. deren Spielern getragen werden. Doch genau das ist (wie bereits berichtet) geplant. Andreas Tiemann, Vorsitzender der Technischen Kommission des HV Westfalen, nimmt die Vereine in die Pflicht. Diese Ausgabe sollte seiner Meinung nach für jeden Spieler, der so weiter seinem Hobby nachgehen dürfe, zumutbar sein: „Ein Schnelltest kostet nicht mehr als zwei, drei Bier nach dem Spiel.“ Ebenfalls noch unklar ist aber, wer die Tests wann durchführen soll.

Tiemann erklärt auch, warum für den Verband eine Verlängerung bis in den Herbst - wie von einigen Vereinsvertretern favorisiert - keinen Sinn macht: „Das würde zu Lasten der Saison 2021/22 gehen.“ Diese soll Ende August starten.

 

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