Auch Hallensportler haben nach den Beschlüssen der Politik eine Perspektive
Frischer Wind nach Frust

Halle (WB). -

Auf der einen Seite steht die Erleichterung über Lockerungen in der neuen Corona-Schutzverordnung. Auf der anderen die Sorge darüber, dass die Inzidenz-Zahl der Neuinfektionen im Kreis Gütersloh am Sonntag von 49,5 auf 57,4 gestiegen ist. In diesem Spannungsfeld bereiten sich die heimischen Jugendabteilungen darauf vor, wieder Training für Kinder in die Tat umzusetzen.

Montag, 08.03.2021, 11:44 Uhr
Die Rückkehr zu Turnieren wie der Hörster Schlackeschlacht (Foto) ist noch ein weiter Weg. Aber zumindest kontaktfreies Training draußen kann beim Handballnachwuchs bis 14 Jahre jetzt auch wieder Begeisterung wecken.
Die Rückkehr zu Turnieren wie der Hörster Schlackeschlacht (Foto) ist noch ein weiter Weg. Aber zumindest kontaktfreies Training draußen kann beim Handballnachwuchs bis 14 Jahre jetzt auch wieder Begeisterung wecken. Foto: Gunnar Feicht

„Auch Gruppen von höchstens 20 Kindern im Alter bis einschließlich 14 Jahre unter Aufsicht können gemeinsam unter freiem Himmel Sport treiben“, heißt es in den neuen Corona-Schutzbestimmungen des Landes Nordrhein-Westfalen - gültig ab heute bei einer „stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100“.

Die Fußballabteilung der Spvg. Steinhagen will dies in Zusammenarbeit mit der Kommunalverwaltung so schnell wie möglich umsetzen. „Wir haben am Montag ein Aufklärungsgespräch mit der Gemeinde. Dann wird sich zeigen, was wir wie nutzen können und was wir dafür vorzubereiten haben“, berichtet Spvg.-Jugendleiter Oliver Erdmann. Sofern das Gespräch positiv verläuft, ist Erdmann zuversichtlich, dass die Spvg. im Idealfall bereits in der zweiten Wochenhälfte mit dem Training der Bambini bis einschließlich D-Junioren beginnen könne.

Die Lockerungen betreffen zunächst den Sport draußen. Aber auch Hallensportler wie die Handballer diskutieren intensiv darüber, wie sie die Bestimmungen nutzen können, um ihre Nachwuchsteams draußen nach fast fünf Monaten wieder in Bewegung bringen können. „Wir haben am Montag Online-Vorstandssitzung, da wird das Thema eine wichtige Rolle spielen“, sagt Jörg Fimmel, Vorstandsmitglied von Union 92 Halle. „Wir brauchen jetzt eine Ansage der Stadtverwaltung, welche Sportstätten wir in welchem Umfang nutzen können.“

Konfliktpotenzial - beispielsweise mit den Fußballern des SC Halle, die ebenfalls auf die Plätze wollen - sieht Fimmel nicht. „Wir können uns auf die Erfahrungen und das Hygienekonzept vom vergangenen Frühsommer nach dem ersten Lockdown stützen. Da hat es auch gut geklappt.“ Fimmel ist zuversichtlich, dass die Möglichkeiten durch die neue Sportanlage an der Masch die Lage weiter entspannt. Zudem sind die Union-Handballer findig, haben schon 2020 eine Rasenfläche und die Sportanlage mit Toren an der Grundschule Gartnisch sowie den neuen Rasenplatz in Kölkebeck zum Freilufttraining genutzt.

Weil für diese Woche zunächst niedrige Temperaturen und ab Donnerstag Regen vorhergesagt werden, wollen die Handballer der JSG Steinhagen-Brockhagen die nächsten Tage für die Planung nutzen. In der Woche ab dem 15. März soll es dann langsam wieder losgehen. „Gute Möglichkeiten bietet die Freiluftsportanlage an der Grundschule Brockhagen“, sind sich Cigdem Terzi (Spvg.) und Lokman Direk (TuS) einig. Bereits im vergangenen Sommer ging dort der Betrieb wieder los, das Hygienekonzept muss nur reaktiviert werden. Nach nunmehr fast fünf Monaten Lockdown ist die Situation dennoch eine andere: „Vielen Kindern haben die sozialen Kontakte in ihrem Sportverein gefehlt, aber es sind auch andere Interessen ins Spiel gekommen. Wir hoffen, dass möglichst viele auch nach der langen Pause wieder dabei sind“, heißt es bei der JSG.

 

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