50 Jahre Handballkreis Gütersloh
Zwangsehe als harmonische Verbindung

Handballgroßkreis Halle-Wiedenbrück“ – ein Kunstgebilde mit sperrigem Namen. Im Januar 1971 beschloss ein außerordentlicher Kreistag im Haller Gasthaus Pallmeier den Zusammenschluss, am 1. April 1971 trat er offiziell in Kraft. Und wurde gewissermaßen zum Vorbild für die politische Kommunalreform, die zum 1. Januar 1973 aus den Altkreisen Halle und Wiedenbrück den heutigen Kreis Gütersloh schmiedete. Die sportliche Zwangsehe hat sich in exakt 50 Jahren zu einer harmonischen Verbindung entwickelt: Dass coronabedingt nicht gefeiert werden kann, ist fast der einzige Missklang zur Goldenen Hochzeit. Von Gunnar Feicht
Donnerstag, 25.03.2021, 18:26 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 25.03.2021, 18:26 Uhr
Erinnerungen an die Anfänge:
Erinnerungen an die Anfänge: Foto: WB
„Vor dem Tag X hatten wir spieltechnisch so gut wie gar keine Berührungspunkte. Trotzdem hat der Zusammenschluss relativ problemlos geklappt, das weiß ich aus Gesprächen mit Leuten wie Günter Sirges, die damals dabei waren.“ Friedrich Prill hat die 50 Jahre aus unterschiedlichen Blickwinkeln erlebt: bei Gründung des Handballkreises Gütersloh als Aktiver des TuS Viktoria Rietberg, von 1988 an dann gut 30 Jahre lang als Kreisvorstandsmitglied und Vorsitzender (von 1998 bis Januar 2019). Dass sich Norden und Süden ohne Ressentiments zusammenraufen mussten, hatte vor 50 Jahren praktische Gründe: Die selbstständigen Handballkreise Halle (in den 60er-Jahren mit 14 Vereinen) und Wiedenbrück (11) waren auf sich gestellt kaum überlebensfähig, der Handballverband drängte auf eine Reduzierung von acht auf vier Kreise im damaligen Bezirk OWL. In je drei Versammlungen ließen sich die Vereinsvertreter der beiden Altkreise überzeugen, dass die Zwangs- in erster Linie eine Vernunftehe mit sportlichen Vorteilen für alle war. „Die Einteilung der Spielklassen hat funktioniert, der Vorstand war gut besetzt“, berichtet Friedrich Prill, seit 2019 Ehrenvorsitzender. Als erster von nur vier Vorsitzenden in den gesamten fünf Jahrzehnten übernahm 1971 der Gütersloher Bruno Scheiper (sh. Info-Kasten) das Ruder. Der Vorstand musste auf Anhieb funktionieren, denn der Kreis organisierte für die heimischen Klubs nahezu den gesamten Spielbetrieb: In der Großfeld-Serie 1971 kämpften von 53 gemeldeten Männermannschaften 45 auf Kreisebene um Punkte. Nur TV Künsebeck (je ein Team in der Verbands- und Bezirksliga), TuS Brockhagen, TV Jahn Oelde (beide Ostwestfalenliga) sowie Blau-Gelb Gütersloh, TV Isselhorst, Spvg.
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