Di., 04.09.2018

Fußball-Kreisliga B Paderborn: FC Kastrioti unterliegt PSV mit 2:3 Waschechtes Stadtduell

Justin Henderson (im schwarzen PSV-Trikot) sieht sich Naim Pajaziti (rechts) und Shqiprim Salihi (2. von rechts) gegenüber. Hinter ihm lauert Nedim Abdiu auf den Ball. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben geht es hitzig zu.

Justin Henderson (im schwarzen PSV-Trikot) sieht sich Naim Pajaziti (rechts) und Shqiprim Salihi (2. von rechts) gegenüber. Hinter ihm lauert Nedim Abdiu auf den Ball. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben geht es hitzig zu. Foto: Patrick Pollmeier

Von Carina Teckentrup

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). »Ein Derby mit allem, was dazu gehört«, fasst Wolfgang Räker vom Polizei-Sport-Vereins Stukenbrock-Senne die hitzige Partie beim FC Kastrioti Stukenbrock zusammen. Nach fast 100 kämpferischen Minuten gewinnt der PSV das Spiel der Paderborner Fußball-Kreisliga B mit 2:3 (0:0).

»Uns fehlte die Leichtigkeit, wir waren zu verkrampft. Die Jungs waren heiß, allerdings konnten wir noch keine zwei Spiele mit derselben Elf bestreiten«, sagt Kastrioti-Spielertrainer Milaim Bobaj zum Derby im Sportpark am Ölbach. Auch die Stimmung auf und neben dem Platz erhitzt sich während der Partie. So kassieren Bobaj (14.) und sein Mitspieler Fatmir Haliti (36.) erst einmal gelbe Karten wegen Foulspiels, bevor die ersten Tore fallen. »In der ersten Hälfte waren wir spielbestimmender, aber nicht effektiv, was die Chancen angeht«, berichtet Bobaj. »Beide Teams agieren ähnlich offensiv und hatten Respekt voreinander. Beide Abwehrreihen waren stabil«, erklärt Wolfgang Räker die torlose erste Hälfte.

Bobajs Team muss im zweiten Durchgang dann einer 0:2-Führung durch den PSV hinterherlaufen. »Da waren die Handbremsen aus der ersten Hälfte gelöst«, freut sich »Co« Wolfgang Räker. Das Team von Spielertrainer Sebastian Räker dominiert in den ersten 20 Minuten und geht mit einem schnell ausgeführten Freistoß auf Mavin Fernandes Vilas Boas, der den Ball im Lauf annimmt und zum 0:1 (63.) einnetzt, in Führung. Die erhöht Justin Henderson innerhalb von drei Minuten aus dem Strafraum-Gewühl heraus und trifft zum 0:2 (66.). Nach diesem aus Kastrioti-Sicht mentalen Desaster stellt Bobaj um: Er formt hinten eine Dreier-Kette, indem er Naim Pajaziti nach vorne schickt, und zieht Getarb Sali aus dem Sturm zurück. »Dann wurde es plötzlich leichter«, findet Bobaj.

So bringt Pajaziti sein Team auf 1:2 (74.) heran. Er staubt einen unachtsam ausgeführten Abstoß von PSV-Keeper Sascha Koch ab. »Das war ein kleiner Schock, von dem wir uns aber schnell erholt haben«, sagt der PSV-Co. Spielertrainer Sebastian Räker bringt einen Abwurf seines Torwarts über 60 Meter hinter die Kastrioti-Abwehrreihe in den Lauf von Henderson, der damit sein achtes Saisontor an FC-Keeper Skender Luma vorbeilupft.

»Das war noch einmal ein richtiger Nackenschlag«, sagt Bobaj. »Dann kam noch Hektik auf dem Feld auf, aber die Ordner konnten alle Spieler trennen«, beobachtet Wolfgang Räker. Nach Beruhigung der Beteiligten trifft FC-Spieler Sali mit einem direkten Freistoß aus 20 Metern in den Winkel zum 2:3-Anschluss (89.) und macht damit sein neuntes Saisontor. Die folgenden Chancen kann der FC aber nicht mehr zum Ausgleich nutzen. »Das 3:3 hätten wir uns verdient, wir haben kämpferisch viel dafür getan«, meint Bobaj.

»Der PSV hat das aber taktisch gut gemacht und verdient drei Punkte geholt. Wir sind noch in der Findungs- und Lernphase und deswegen einfach noch nicht so eingespielt wie der PSV, der eine tolle vergangene Saison hingelegt hat«, zeigt sich Bobaj fair. »Wir bleiben aber dran.« Wolfgang Räker sieht es ähnlich und freut sich über einen »glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg.«

FC Kastrioti Stukenbrock: Skender Luma – Lorent Sahiti, Naim Pajaziti, Ayhan Kartal (C), Shqiprim Salihi – Hasan Thaci (79. Arianit Mehmeti), Fatmir Haliti (40. Jeton Velija), Milaim Bobaj, Nedim Abdiu (44. Constantin Rebeja) – Getarb Sali, Said Khalti.

PSV Stukenbrock-Senne: Sascha Koch – Tobias Maciejewski, Hikmet Baykan, Jens Burmester, Oliver Palawiks (C) – Jens Neuwöhner, Sebastian Räker, Mavin Fernandes Vilas Boas (90.+6 Timo Diegelmann) – Calum Williams (86. Kevin Fast), Justin Henderson, Christian Räker.

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