Fußball: Spvg. Steinhagen will nach 24 Jahren den Pott – gegen Türk Sport Favorit
Für Pape eine Reise in die Vergangenheit

Steinhagen  (WB). Fußball-Landesligist Spvg. Steinhagen trifft diesen Donnerstag im Finale des Kreispokal-Wettbewerbs auf den FC Türk Sport Bielefeld (17 Uhr, Sportplatz in Ummeln). Die Schützlinge von Daniel Keller gehen als Favorit ins Duell mit dem Bezirksligisten und haben die Chance, den »Pott« nach 24 Jahren wieder an den Cronsbach zu holen.

Mittwoch, 25.05.2016, 18:09 Uhr aktualisiert: 25.05.2016, 18:13 Uhr
Jochen Pape hat viele Jahre für FC Türk Sport gespielt. Mit Steinhagen möchte er nun gegen seinen Ex-Verein den Kreispokal gewinnen. Foto: Arend
Jochen Pape hat viele Jahre für FC Türk Sport gespielt. Mit Steinhagen möchte er nun gegen seinen Ex-Verein den Kreispokal gewinnen. Foto: Arend

Der letzte Pokal-Triumph ist gleichbedeutend mit einem der überraschendsten Erfolge der Vereinsgeschichte. Am 28. April 1992 bezwingt die von Reiner Wiechert trainierte Spvg. auf eigenem Platz den Oberligisten DSC Arminia Bielefeld mit 5:4 (2:2/0:1) nach Elfmeterschießen. Die Profis gehen dank der Tore von Rene Dörfel und Martin Kollenberg standesgemäß 2:0 in Führung, ehe der reaktivierte und überragende Lutz Nierhoff per Doppelpack (64./80.) für den Landesligisten ausgleicht. Im Elfmeterschießen behalten Nierhoff, Elias Diaz und Sven Siekmann die Nerven. Spvg.-Keeper Udo Langer wehrt die Schüsse von Gerrit Meinke, Martin Kollenberg und Thorsten Köppe ab, wird neben Nierhoff als Matchwinner gefeiert.

Zu den 92er Pokalhelden zählt auch Steinhagens Sportlicher Leiter Carsten Lochmüller. Der damals 18-jährige erinnert sich an den unvergessenen Höhepunkt gleich in seinem ersten Senioren-Jahr: »Damals ist der Kunstrasenplatz mit diesem Endspiel eingeweiht worden. Ich habe beide Tore vorbereitet und hätte kurz vor Schluss das 3:2 schießen können. Doch Martin Kollenberg ist in mich reingerutscht. Dabei habe ich mich verletzt und konnte im Elfmeterschießen nicht antreten.« Das aktuelle Finale gegen Türk Sport hat für »Locher« eine große Bedeutung: »Am Ende einer kräfteraubenden Saison haben wir immer dieses Spiel als Ziel vor Augen gehabt.«

Zu den Schlüsselspielern der aktuellen Steinhagener Mannschaft zählt Jochen Pape, für den das Finale auch eine Reise in die Vergangenheit ist. Der 30-Jährige hat viele Jahre für den Gegner gekickt – als einziger deutschstämmiger Spieler ein Exot am Kupferhammer. Schon im zweiten A-Jugend-Jahr wechselt der Mittelfeld-Akteur zum FC Türk Sport. Für ihn das passende Sprungbrett, weil er schon als Jugend-Spieler bei der ersten Mannschaft mittrainieren darf. Mit Türk Sport steigt Pape, seit 2012 für Steinhagen am Ball, von der Kreisliga in die Landesliga auf. »Ich musste kein Wort türkisch lernen. Die Akzeptanz kommt, wenn auf dem Platz die Leistung stimmt«, erinnert sich Pape gerne an die Zeit beim Pokal-Kontrahenten.

 

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