Fußball-Landesliga: Steinhagener Erinnerungen an spannendes »Finale«
Wiedersehen mit Brakel

Altkreis (WB). Gegen Spvg. Brakel erwartet Fußball-Landesligist Spvg. Steinhagen einen Neuling, der mit dem Abstiegskampf wenig zu tun bekommen wird. SC Peckeloh tritt in Eidinghausen-Werste an.

Samstag, 24.09.2016, 09:07 Uhr aktualisiert: 24.09.2016, 09:09 Uhr
Steinhagens Offensivabteilung um Jochen Pape will sich wirkungsvoller in Szene setzen als zuletzt in Kaunitz. Foto: Gunnar Feicht
Steinhagens Offensivabteilung um Jochen Pape will sich wirkungsvoller in Szene setzen als zuletzt in Kaunitz. Foto: Gunnar Feicht

Spvg. Steinhagen – Spvg. Brakel. Diese Partie ist etwas für Nostalgiker. Die Älteren werden sich noch an das legendäre »Endspiel« am letzten Spieltag der Landesligasaison 1984/85 erinnern. Damals feierte Steinhagen die Meisterschaft nach einem 3:3 im eigenen Stadion und stieg zum seinerzeit dritten Mal in der Vereinsgeschichte in die Verbandsliga auf.

Auch die Spvg. Brakel, die nach einer souverän dominierten Bezirksligarunde in die Landesliga zurückkehrte, hat ruhmreiche Zeiten hinter sich. In denen katapultierte es den Club der legendären Brüder Michael und Claus-Dieter »Pele« Wollitz zwischendurch bis in die Oberliga. Nach dem sportlichen Absturz hat sich der Verein nun wieder gefangen.

»Die bringen alles mit, um ein Spiel unangenehm zu machen«, ordnet Spvg.-Trainer Daniel Keller den Gegner ein. Dazu gehört hohes Tempo im Umschaltspiel und in André Schmitt ein pfeilschneller Stürmer, der diese Qualität schon in sieben Tore ummünzte. Was passieren kann, wenn man Brakel laufen lässt, erlebte jüngst SV Eidinghausen-Werste, dem Brakel zwischen der 9. und 38. Minute fünf Tore einschenkte.

»Wir dürfen nicht blauäugig nach vorne rennen, müssen absichern und bei Ballverlust sofort ins Gegenpressing kommen«, fordert Keller Wachsamkeit. Offensiv will er wieder Leichtigkeit, Spielfreude und Spaß sehen, um besser als beim 0:0 in Kaunitz zu Kombinationen und Torabschlüssen zu kommen. Bis auf Daniel Schröder und Niklas Kraft hat Keller alle Spieler dabei.

SV Eidinghausen-Werste – SC Peckeloh. Schon wieder wartet ein Spitzenspiel auf den SCP. Wobei der Gegner mit seinen jüngsten Resultaten Rätsel aufgibt. Sonntag gab es für den ambitionierten SV nach einer frühen Roten Karte eine 0:5-Klatsche in Brakel, am Donnerstag gewannen die Oeynhausener mit 1:0 auswärts beim spielstarken SC Verl II.

Resultate, die die Einschätzung von Peckelohs Trainer Markus Kleine-Tebbe bestätigen, wonach in dieser Landesliga wirklich alles möglich ist. Fünf Teams mit zwölf Punkten führen das 17er-Feld an. »Eidinghausen hat einige namhafte Spieler verpflichtet, ein euphorisiertes Umfeld und will in der Saison eine gute Rolle spielen«, weiß Kleine-Tebbe von den SV-Ambitionen. Für seine eigene Elf gilt erneut, dass es keine Stammplatzgarantie gibt. »Die Jungs müssen sich im Training anbieten«, schürt er den Konkurrenzkampf. Dass der Entwicklungsprozess noch Zeit brauche ist für den Trainer ganz normal. »Die Abstimmung passt noch nicht in allen Bereichen«, sagt Markus Kleine-Tebbe. Zuletzt fehlten bei der 0:1-Niederlage gegen den Tengerner Abwehrriegel Durchsetzungskraft und der letzte Pass. »Das müssen wir in Eidinghausen besser machen. Dort werden wir keine zehn Chancen bekommen.« Im Aufgebot fehlt nur der weiterhin angeschlagene Gilles Berger.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4326125?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352973%2F4029442%2F
Eine Liga, zwei Welten
Schon 2016 beim ersten und bisher einzigen Arminia-Gastspiel in Leipzig wurde klar: RB (hier Diego Demme) ist kaum aufzuhalten. Dennoch entführten Seung-Woo Ryu und der DSC beim 1:1 damals einen Punkt aus der Red-Bull-Arena.
Nachrichten-Ticker