Handball-Verbandsliga: Steinhagener 23:21 in Harsewinkel
»Hauptsache gewonnen«

Steinhagen (WB). Am dritten Spieltag der erste doppelte Punktgewinn: Spvg. Steinhagen hat das Kreisderby in der Handball-Verbandsliga bei der TSG Harsewinkel am Freitagabend mit 23:21 (11:9) gewonnen.

Sonntag, 25.09.2016, 11:57 Uhr aktualisiert: 25.09.2016, 12:50 Uhr
Derbykampf: Simon Schulz tankt sich erfolgreich durch die Harsewinkler Deckung. Der Mittelmann ist am Freitagabend beim 23:21 mit vier 4/3 Toren treffsicherster Steinhagener Schütze. Foto: Sören Voss
Derbykampf: Simon Schulz tankt sich erfolgreich durch die Harsewinkler Deckung. Der Mittelmann ist am Freitagabend beim 23:21 mit vier 4/3 Toren treffsicherster Steinhagener Schütze. Foto: Sören Voss

Dass die Spvg. spielerisch erneut nicht überzeugen konnte, war Trainer Stephan Neitzel nach Abpfiff ziemlich egal: »Hauptsache gewonnen. Nach dem doofen Auftakt war es wichtig, überhaupt zu punkten.«

Die vor dem Nachbarschaftsduell ebenfalls noch sieglosen Harsewinkler hatten Stephan Nocke als Torwartersatz für den verletzten Johnny Dähne aus dem Hut gezaubert. Kurzzeitig schien der 36-jährige Joker zu stechen: Der regionalligaerfahrene Nocke entschärfte beim 15:17 aus TSG-Sicht zunächst einen Siebenmeter von Simon Schulz und anschließend auch noch einen Gegenstoß von Tim Ansorge.

Steinhagen hatte nach dem 2:2 aufgrund der ordentlichen Abwehrarbeit nicht ganz unverdient stets geführt, trotz zwischenzeitlichem 16:12- (37.) und 18:15 (47.)-Vorsprung aber nie zu richtiger Sicherheit gefunden. Harsewinkel warf in der zweiten Halbzeit viel Leidenschaft und einen starken Fynn Neitzke in die Waagschale. Nockes Paraden und Neitzkes vier Tore brachten die TSG wieder heran. Nachdem Spvg.-Linkshänder Jonas Maiwald für eine Attacke an Marius Pelkmann die Rote Karte gesehen (56.) und Marlon Meyer den fälligen Siebenmeter zum 20:21 verwandelt hatte, schnupperte die TSG an einem Punkt.

Steinhagens Stephan Neitzel hatte viel gewechselt und ausprobiert, traf dann aber in der Schlussphase die richtigen Personal-Entscheidungen, als er auf die Routine setzte. Sebastian Brüggemeyer, der nach einem Kopftreffer zuvor von Philipp Süllwold ordentlich vertreten worden war, vernagelte sein Tor jetzt mit vier Paraden. Nach den Ausfällen von Robin Kasper (Schwindelgefühl) und Ansorge (Pferdekuss) durfte außerdem Jan Phillip Lindemann die Regie im Rückraum übernehmen. Sein Anspiel auf Joachim Vogel und dessen anschließendes Tor wurde 25 Sekunden vor Schluss noch zurückgepfiffen, weil Neitzel die grüne Karte zur Auszeit gelegt hatte. Im zweiten Anlauf zog »Zivi« Lindemann dann selbst durch und markierte 16 Sekunden vor Abpfiff den Siegtreffer zum 23:21.

»In der ersten Halbzeit haben wir aus der Überlegenheit zu wenig Kapital geschlagen. Danach haben wir es verpasst, die junge Harsewinkler Truppe klein zu halten, so dass die letzte Viertelstunde völlig offen war«, ärgerte sich Neitzel etwas. TSG -Trainer Manuel Mühlbrandt fand trotz 0:6-Fehlstart lobende Worte: »Die Jungs ackern und fighten mit einem Torwart im Rücken, den sie gar nicht kennen. Sie müssen ihr Herz noch mehr in die Hand nehmen und mit Dynamik abschließen.«

 

TSG Harsewinkel: Nocke - Neitzke (4), F. Bröskamp (1), Hilla (1), Meyer (5/3), Birkholz (3), S. Bröskamp (4), Aperdannier, P. Pelkmann, Kalter, Doherty, M. Pelkmann (3/2).

Spvg. Steinhagen: Brüggemeyer/Süllwold (38. bis 55.) - Peperkorn (3), Lewanzik (2), Lindemann (1), Maiwald (1), Vogel (2), Karnath (3), Bextermöller (3), Schulz (4/2), K. Kasper (3), Ansorge (1).

Zuschauer: 200.

Siebenmeter: TSG 5/5, Spvg. 2/3.

Zeitstrafen: 5:4.

Rote Karte: Maiwald (Steinhagen, 56.), grobes Foulspiel.

Stationen: 0:2 (5.), 2:6 (16.), 7:8 (23.), 7:11, 9:11 (HZ), 12:16, 15:18 (47.), 18:21, 21:22 (57.), 21:23.

So geht’s weiter: So., 2. , Oktober, 17 Uhr TSV Hahlen (H).

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