Fußball-Landesliga: Benni Schoebel (25) spielt seit der F-Jugend für Spvg. Steinhagen
Debüt: Rot nach acht Minuten

Steinhagen (WB). In der F-Jugend der Spvg. hat Benedikt Schoebel am Cronsbach mit dem Kicken angefangen. Nun ist er 25 Jahre alt und hat noch nie für einen anderen Verein gespielt. Der Außenverteidiger ist der Inbegriff des »Steinhagener Jungen«.

Samstag, 26.11.2016, 05:58 Uhr aktualisiert: 26.11.2016, 06:05 Uhr
Immer mit vollem Einsatz am Ball: Benedikt Schoebel (rechts) hat sich seinen Platz im Landesliga-Team der Spvg. Steinhagen erkämpft. Der Abwehrspieler will gegen Tengern zu einem weiteren Heimsieg beitragen. Foto: Stephan Arend
Immer mit vollem Einsatz am Ball: Benedikt Schoebel (rechts) hat sich seinen Platz im Landesliga-Team der Spvg. Steinhagen erkämpft. Der Abwehrspieler will gegen Tengern zu einem weiteren Heimsieg beitragen. Foto: Stephan Arend

»Ich habe es noch nicht aus dem Dorf geschafft«, schmunzelt Schoebel, der zwar in Bielefeld geboren, aber in Steinhagen aufgewachsen ist. Er zählte zum ersten Jahrgang des damals neu gegründeten Gymnasiums, machte dort sein Abitur und arbeitet bei einer Steinhagener Firma im Vertrieb. Während viele seiner Mitspieler in der Jugend bei namhaften Vereinen auf hohem Niveau ausgebildet worden sind, kickte Benni Schoebel bis zur A-Jugend immer für seine Spvg. in der Kreisliga – und auch in seinen ersten Senioren-Jahren in der zweiten Mannschaft unter den Trainern Andi Wiechmann oder Norbert Eilenfeldt in der A-Liga.

»Irgendwann hat mich Carsten Johanning gefragt, ob ich bei der Ersten mittrainieren möchte«, erzählt Schoebel von seinem »Karriere«-Schub. Nun waren Fleiß und die Bereitschaft sich weiterzuentwickeln gefragt – vor allem aber Geduld. Es dauerte noch zwei Jahre, bis der Trainingsgast sich einen festen Platz im Team erkämpft hatte. Und seine Landesliga-Premiere gegen Bad Salzuflen verlief alles andere als nach Plan. »Nach acht Minuten hatte ich schon wieder vier Wochen Pause«, erinnert sich Schoebel an die Rote Karte, die ihn zudem 40 Euro Strafe und eine Kiste Bier kostete.

Doch der BVB-Fan blieb am Ball, ist in seiner dritten Landesliga-Saison längst fester Bestandteil des Teams und stellvertretender Kapitän. »Wir sind keine normale Fußball-Mannschaft. Wir halten zusammen und verstehen uns auch privat«, sagt Schoebel, der einst als Jungspund von Sebastian Herrmann trainiert wurde. Er selbst war für kurze Zeit Jugend-Coach von Team-Youngster Josias Martins Mateus. Einen Mitspieler als Coach gehabt zu haben und einen anderen selbst trainiert zu haben – das kann wohl kein anderer Landesliga-Spieler von sich behaupten.

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Spvg. Steinhagen – TuS Tengern. Auswärts ist Tengern fast acht Monate unbesiegt – seit dem 0:2 am 3. April in Steinhagen... Spvg.- Coach Daniel Keller erinnert sich genau: »Wir brauchten damals auch das Glück des Tüchtigen. Der TuS ist eine robuste, im Kollektiv und im Zweikampf starke Mannschaft, die uns alles abverlangen wird. Aber wir sind gut auf deren Stärken eingestellt.« Nach schleppendem Saisonstart sind die Gäste (erst zwei Niederlagen) jetzt bei 24 Punkten aus 14 Spielen angelangt und der Spvg. (29 aus 15) auf den Fersen. Bei den Platzherren fehlen die verletzten Philipp Schremmer und Lukas Pörtner sowie Daniel Schröder (Beruf).

Spvg. Brakel – SC Peckeloh. Trotz der eindrucksvollen Trefferbilanz von 27:21 rangiert Brakel nur vier Punkte vor den Abstiegsplätzen. Und trifft auf einen SC Peckeloh mit erheblichen Personalsorgen. Neben den Langzeitverletzten Berger und Gülünay fehlen Dennis Schmidt (Gelb-Sperre), Vincent Hall (Bänderriss) und wahrscheinlich auch der angeschlagene Kevin Ikeakhe – allesamt Stammkräfte. Markus Kleine-Tebbes Ausblick: »Wenn bei Brakel alle an Bord sind, ist das ein richtig starker Aufsteiger - heimstark, mit gutem Umschaltspiel und schnellen Stürmern. Da müssen wir unter den aktuellen Umständen vielleicht auch mal auf ein 0:0 ausgehen.«

 

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