Trainer-Wechsel beim A-Ligisten TSV Amshausen: Tischler/Schürmann übernehmen
Sven Weeke tritt zurück

Altkreis  (WB). Trainerwechsel beim abstiegsbedrohten Fußball-A-Ligisten TSV Amshausen: Zumindest bis zur Winterpause werden Meik Tischler und Frank Schürmann die Aufgaben des bisherigen Duos Sven Weeke/Sören Voss übernehmen.

Montag, 28.11.2016, 18:43 Uhr aktualisiert: 28.11.2016, 20:18 Uhr
Sven Weeke (oben) ist nach dreieinhalb Jahren als Coach des TSV Amshausen zurückgetreten. Zumindest bis zur Winterpause übernehmen Meik Tischler und Frank Schürmann den Trainer-Job beim abstiegsbedrohten Fußball-A-Ligisten. Foto: Blümer
Sven Weeke (oben) ist nach dreieinhalb Jahren als Coach des TSV Amshausen zurückgetreten. Zumindest bis zur Winterpause übernehmen Meik Tischler und Frank Schürmann den Trainer-Job beim abstiegsbedrohten Fußball-A-Ligisten. Foto: Blümer

Weeke informierte gestern Vormittag den Vorstand über seinen Entschluss, nach dreieinhalb Jahren sein Amt zur Verfügung zu stellen: »Allen war klar, dass es eine schwierige Saison wird. Doch ich habe es nicht geschafft, in die Köpfe der Spieler reinzukommen und für die nötigen Punkte zu sorgen. Ich hoffe, dass mein Rücktritt für neuen Schwung sorgt.«

Diese Entscheidung traf die Verantwortlichen aus dem Koordinatorenteam nicht unvorbereitet. »Sven hatte so etwas schon angedeutet. Wir hatten abgemacht, das Spiel am Sonntag gegen Ubbedissen abzuwarten«, erklärt Robert Helmig, warum er, Marion Baum und Stephan Schley innerhalb kürzester Zeit neue Trainer präsentieren konnten: »Ich kann die Entscheidung verstehen. Mir wäre es aber lieber gewesen, wir hätten die letzten zwei Spiele bis zur Winterpause abgewartet und dann gemeinsam in Ruhe die Situation analysiert.« TSV Amshausen belegt nach der jüngsten 2:4-Niederlage mit nur sechs Zählern den vorletzten Rang. Das Team trennen sieben Zähler von einem Nichtabstiegsplatz. Im Sommer haben Leistungsträger wie Westphal, Dannehl und Zingler aufgehört. Zudem stehen etliche andere Stammkräfte wegen Verletzungen und aus anderen Gründen nicht zur Verfügung. »Wir haben alles versucht, aber es nicht geschafft, die Abgänge durch Neuzugänge zu kompensieren. Eine tolle Sportanlage allein reicht nicht mehr aus, um den Verein für Spieler interessant zu machen«, spricht Helmig die fehlenden finanziellen Möglichkeiten an.

Nach dem Rücktritt von Sven Weeke trafen die TSV-Verantwortlichen die Entscheidung, auch ohne Sören Voss weiterzumachen. »Wir waren uns einig: Wenn wir schon neue Wege gehen, dann auch ganz neue«, sagt Helmig, der beiden Trainern eine hervorragende Arbeit attestiert: »Sven hat in schwieriger Situation den Klassenerhalt geschafft. Sören hatte einen großen Anteil daran, dass in der Vorsaison der Sprung auf Platz fünf geglückt ist. Und das Training lag weit über A-Liga-Niveau. Das habe ich selbst erfahren dürfen.« Aufgrund der mehr als angespannten Personal-Situation hatte Robert Helmig in dieser Saison sein Comeback in der ersten Mannschaft gefeiert, ebenso wie Ex-Profi Meik Tischler. »Das ist jetzt vielleicht ein Vorteil, weil Meik die Mannschaft gut kennt«, sagt Helmig. Tischler kickt ebenso wie Frank Schürmann für die Altherren des TSV, beide sind Amshausener Jungen. »Schürmi« spielte viele Jahre für die Erste, hat als Trainer in Lippereihe Erfahrungen gesammelt.

Kann die Interimslösung zur Dauerlösung werden? Meik Tischler: »Erst mal schauen, wie die Mannschaft auf unsere Vorstellungen reagiert.« Im Abstiegskampf müsse vor allem einfach gespielt und auch mal gegrätscht werden. »Wir müssen uns in die Winterpause retten. Sonntag gegen Spitzenreiter SuK Canlar haben wir nichts zu verlieren. Danach gegen Heepen ist ein Sieg Pflicht.«

Überrascht von den jüngsten Entwicklungen wurde Sören Voss: »Ich wollte die Mannschaft in dieser schwierigen Situation nicht im Stich lassen. Ich hätte weitergemacht und mich der Herausforderung gestellt, weil ich nicht vor Problemen weglaufe.« Voss akzeptiert zwar den Wunsch nach einem kompletten Neuanfang, sagt aber auch: »Menschlich bin ich von vielen Leuten ziemlich enttäuscht. Denn ich hätte ein bisschen mehr Dankbarkeit und Anerkennung in meinem Heimatverein erwartet.«

 

 

 

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