Fußball-Landesliga: Spvg. Steinhagen holt starke 35 Punkte
Plan B für den nächsten Schritt

Steinhagen (WB). Vor dem Hallenmasters und dem Trainingsauftakt am 10. Januar bleibt für Daniel Keller endlich einmal Zeit durchzupusten. Alle 17 Meisterschaftsspiele hat sein Fußball-Landesligist Spvg. Steinhagen bereits absolviert. Der aktuelle zweite Tabellenplatz und vor allem 35 Punkte sind für die zweite Saisonhälfte eine hohe Messlatte. Keller: »Es tut uns gut, jetzt mal zur Ruhe zu kommen, um dann mit Lust und Euphorie die nächsten Aufgaben anzugehen.«

Mittwoch, 07.12.2016, 13:14 Uhr aktualisiert: 07.12.2016, 13:16 Uhr
Applaus für seine Mannschaft: Daniel Keller ist mit den Auftritten der Spvg. und der Punkteausbeute hochzufrieden. Fotos: Sören Voss

Natürlich wollen sie in Steinhagen das bisherige Top-Ergebnis bestätigen. »Das ist allerdings eine große Aufgabe«, sagt Keller, der im zweiten Jahr als Spvg.-Coach mit seinen Schützlingen den Vorjahreswert bisher um satte zehn Punkte übertroffen hat.

 

Neuzugänge überzeugen

»Die Mannschaft ist defensiv stabiler geworden, hat weniger Gegentore kassiert«, nennt Keller einen Grund für den Aufschwung. Die Punktzahl von im Schnitt über 2 pro Partie ist möglich gewesen, weil die Spvg. gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte keine Zähler hat liegen lassen. Auch die Neuzugänge haben ihren Anteil an dieser Konstanz: »Sie haben uns bereichert und die Qualität verbessert.« Spieler, die im Landesliga-Schaufenster stehen, sind laut Coach nicht zu bekommen: »Aber es gibt andere Möglichkeiten, die Kreativität erfordern.« So hat Mittelfeld-Stratege Robin Bürmann zwar Futsal, aber fast zwei Jahre keinen Vereinsfußball gespielt – und erstaunlich schnell seinen Rhythmus gefunden. »Und es macht natürlich viel Freude, junge, talentierte Spieler weiterzuentwickeln«, findet Keller. Paradebeispiel ist René Schäfer aus der A-Jugend des SV Rödinghausen. Der Youngster hat sich einen Stammplatz hinten links in der Viererkette erkämpft und dabei einem Landesliga erfahrenen Haudegen wie Florian Hartschwager den Rang abgelaufen. Dieser wechselt zum Herforder Bezirksligisten SC Enger. Zudem haben etablierte Akteure wie Moritz Wieland (hat keine Saisonminute verpasst) und Dennis Kipp noch einmal einen Leistungssprung gemacht: »Sie sind zu Führungsspielern gereift.«

 

Viele gute Alternativen

Für den Trainer sind Stabilität und Selbstvertrauen wichtig, ständige personelle Umstellungen passen nicht zu seiner Philosophie. »Ich glaube, dass wir es dennoch mit Ausnahme von Florian Hartschwager geschafft haben, alle Spieler zufrieden zu stellen«, so Keller, der sich auf seinen gesamten Kader verlassen konnte. Pascal Sanker etwa entpuppte sich als würdiger Vertreter des verletzten Keepers Philipp Schremmer, hatte Anteil an den letzten Siegen. Yusuf Sahin bedankte sich für seine Einsätze als Sturmspitze mit Toren. Und Neuzugang Malte Siekmann, der zunächst auf der Ersatzbank die Partien verfolgte, sorgte nach dem Ausfall von Thomas Winder als Innenverteidiger für Stabilität.

 

Sieglos gegen Top-Teams

Für den ganz harten Punch in der Spitzengruppe, wie es Keller ausdrückt, fehlen seinem Team die Punkte gegen Top-Mannschaften. Drei der vier Niederlagen kassierte das Cronsbachteam gegen Tabellenführer VfB Fichte, SC Verl II (4.) und SC Peckeloh (5.). Auch gegen den Rangdritten VfL Theesen reichte es beim 1:1 nicht zum Sieg. »Wir brauchen mehr Handlungsalternativen, wenn gegen starke Gegner unser ausgereifter Plan A nicht greift. Das ist für mich als Trainer eine echte Herausforderung«, will Daniel Keller das Repertoire seines Teams um Plan B und C erweitern. Während allein Florian Hartschwager den Verein verlässt, stößt in Nick Mdoreuli (VfB Fichte) ein weiterer Akteur zum Spvg.-Kader, der samstags Futsal spielt. Ein gutes Omen, schließlich hat sich die Futsal-Fraktion mit Robin Bürmann, Malte Siekmann und Hakan Erdem hervorragend integriert.

 

Pokal-Höhepunkt

Dass trotz der vielen Punkte, trotz der großen Resonanz beim Kreispokal-Finalsieg gegen Türk Sport Ende Mai (400 Besucher) und beim Knaller gegen Drittligist SC Paderborn Anfang September (1350) sich nur wenige Zuschauer bei den Meisterschaftspartien blicken lassen, das ist schade. Findet auch Daniel Keller: »Mehr, als mit einer sympathischen Mannschaft gute Leistungen zeigen, geht nicht. Wir können nur auf eine größere Unterstützung hoffen.«

 

Statistik

Die meisten Tore: Sebastian Herrmann, Jochen Pape (je 8), Hakan Erdem (6).

Die meisten Einsatzminuten: Moritz Wieland (1530), Sebastian Herrmann (1442), Dennis Kipp (1371), René Schäfer (1358).

Der höchste Sieg: 5:1 bei Suryoye Paderborn.

Die höchste Niederlage: Alle vier Niederlagen gegen Verl II, Peckeloh, Schloß Holte und VfB Fichte mit zwei Toren.

Tabelle: 2. mit 35 Punkten und 36:20 Toren. Heimbilanz: 5. mit 16 Punkten. Auswärtsbilanz: 1. mit 19 Punkten.

 

 

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