Verbandsliga: Steinhagens Ex-Trainer geht gegen Kündigung vor
Neitzel filmt unnötige Schlappe

Steinhagen (WB). Der Grund für diese bizarre Situation: Neitzel wehrt sich mit anwaltlichem Beistand gegen die Kündigung seines Arbeitsvertrages, die Spvg. hat daraufhin zunächst einmal die Freistellung rückgängig gemacht.

Sonntag, 29.01.2017, 21:53 Uhr aktualisiert: 30.01.2017, 15:42 Uhr
Stephan Neitzel geht gegen seine Kündigung vor. Freitag kommt es vor dem Arbeitsgericht zu einem Gütetermin. In Möllbergen ist der Ex-Coach nun als Kameramann eingesetzt worden. Foto: Sören Voss
Stephan Neitzel geht gegen seine Kündigung vor. Freitag kommt es vor dem Arbeitsgericht zu einem Gütetermin. In Möllbergen ist der Ex-Coach nun als Kameramann eingesetzt worden. Foto: Sören Voss

Der ehemalige Zweitliga-Spieler: »Die Freistellung musste ich akzeptieren, aber die Kündigung meines bis Ende Mai laufenden Vertrages zum Ende des Monats Januar habe ich juristisch prüfen lassen und wegen der unterschiedlichen Rechtsauffassungen Widerspruch beim Arbeitsgericht eingelegt.« Das hat nun für kommenden Freitag einen Gütetermin angesetzt.

Kommt es dabei zwischen beiden Parteien nicht zu einer Einigung, wird Neitzel weiterhin – wie es sein Vertrag vorsah – für Tätigkeiten im Verantwortungsbereich der ersten Mannschaft eingesetzt und bezahlt werden müssen. Da die Spvg. auf seine Arbeit als Chefcoach keinen Wert mehr legt, kommt es vorerst zu der offiziell als »Aufgabenstellung in der Spielanalyse und Trainingssteuerung« bezeichneten Mitarbeit – an der Porta als Kameramann. Steinhagens Sportlicher Leiter Dirk Blankert will die Situation mit Blick auf das schwebende Verfahren nicht weiter kommentieren.

Starke Partie nicht belohnt

Gegen Möllbergen erlebte Blankert neben Interimscoach Marc-Oliver Pieper auf der Bank eine hoch motivierte Spvg.-Crew, die gegenüber der Gütersloh-Blamage wie verwandelt auftrat. Mit großer Einsatzbereitschaft machte die 3-2-1-Deckung dem Favoriten gehörig zu schaffen. Steinhagen verpasste nach tollem Start bei einem vergebenen Siebenmeter das mögliche 7:3, kassierte stattdessen das 6:4, führte aber danach 9:6 und 10:8, blieb dann trotz einer Steigerung des Möllbergener Angriffs dran. Bis zum 17:16 (35.) für den TuS war alles offen, doch dann gelang zwölf Minuten kein Spvg.-Tor. Aber auch nach dem 19:22 (52.) kämpfte sich Steinhagen wieder auf 21:22 heran, als eine umstrittene Zeitstrafe gegen Lindemann (55.) wegen angeblicher Spielverzögerung Möllbergen zum 24:21 (59.) in die Spur half. Dirk Blankert: »Leider hat sich die Mannschaft für eine stark verbesserte Leistung nicht belohnt. Es fehlte das Quäntchen Glück. Wir mussten hohes Tempo spielen – ein schmaler Grat, da sind wir vielleicht zwei-, dreimal etwas zu viel Risiko gegangen.«

Spvg.: Brüggemeyer/Strakeljahn; Peperkorn, Lewanzik (2), Maiwald, Vogel (1), Karnath (5), R. Kasper (2), Bextermöller (3. Zeitstrafe in der 40.), Henselewski, Schulz (5/1), K. Kasper (3), Lindemann (2/1), Ansorge (3). Tore für TuS: Witte (5), Camen, Eickenjäger (je 4), Altvater (3), Beining, Berg, Kurz (je 2), Gladisch, Oevermann.

So geht’s weiter: Fr., 3. Februar, 19.30 Uhr TSG Harsewinkel (H).

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