Steinhagens erster Futsal-Nationalspieler Vidoje Matic
Gänsehautgefühl beim Klang der Hymne

Steinhagen (WB). Seit wenigen Tagen ist Vidoje Matic der erste Nationalspieler in der Geschichte von Spvg. Steinhagens Fußball-Abteilung. Auch wenn es »nur« zwei Länderspiele im Hallenformat Futsal sind, hat der 21-Jährige Erfahrungen gesammelt, von denen Tausende kleiner Jungen jeden Abend träumen.

Mittwoch, 13.09.2017, 11:59 Uhr aktualisiert: 13.09.2017, 12:01 Uhr
Über gute Leistungen für seinen Futsal-Klub MCH Sennestadt hat sich Steinhagens Landesliga-Kicker Vidoje Matic für das Nationalteam empfohlen. In Neu-Ulm feierte er Länderspiel-Premiere. Foto: Peter Unger
Über gute Leistungen für seinen Futsal-Klub MCH Sennestadt hat sich Steinhagens Landesliga-Kicker Vidoje Matic für das Nationalteam empfohlen. In Neu-Ulm feierte er Länderspiel-Premiere. Foto: Peter Unger

»Mit dem Bundesadler auf der Brust die Nationalhymne zu singen und das ganze Land zu repräsentieren, das war der Hammer«, ist der Neu-Nationalspieler immer noch völlig euphorisch. Im Rahmen des Vier-Nationen-Turniers des DFB in Neu-Ulm durfte Matic in zwei Partien aktiv eingreifen. »Ich bin einer der Jüngsten und der Trainer sieht noch viel Potenzial«, zeigt sich Matic sehr zufrieden mit seinem persönlichen Abschneiden. Beim 3:2-Erfolg gegen die Türkei war der Linksfuß insgesamt zwölf Minuten am Ball. Im Finale gegen die Belgier (5:10) hatte er dann zwei Vier-Minuten-Blöcke in der ersten Halbzeit. Zusammen mit Kumpel Memos Sözer (VfL Theesen/MCH Sennestadt) bereitete er gegen die Belgier fast den 2:2-Ausgleich vor, der Ball landete jedoch nur am Pfosten.

»Ich fand unseren Block insgesamt ganz gut. Aber die Belgier haben auch eine ganz andere individuelle Klasse. Einige verdienen mit Futsal sogar ihren Lebensunterhalt. Da ist es normal, dass wir defensiv Probleme haben.« Das Finale wurde live auf Sport 1 im Free-TV gezeigt, so dass auch viele Freunde und Mitspieler aus Steinhagen den Auftritt der Nationalmannschaft verfolgten. Der Spvg.-Landesligakicker berichtet: »Ich habe viel Resonanz bekommen. Schließlich ist man ja nicht jeden Tag im Fernsehen.« Jetzt hofft er, auch in Zukunft dieses Highlight wiederholen zu dürfen. »Es war wirklich ein bisher einmalige Erlebnis. Ich hoffe, es bleibt nicht dabei.« Schließlich habe das Trainer- und Funktionsteam schon durchblicken lassen, dass der Kern des Kaders möglichst zusammen bleiben soll.

Dass er bei den nächsten Spielen in Slowenien (25./26. September) nicht mit dabei ist, hat andere Gründe: »Da habe ich den ersten Teil meiner IHK-Abschlussprüfung. Aber das ist kein Problem, es gibt immer mal Spieler, die aus anderen Gründen nicht können.«

Auch sein Steinhagener Trainer Daniel Keller hat den Auftritt seines Schützlings verfolgt und sieht für die Zukunft kein Problem in der weiteren Zusammenarbeit mit Matic: »Für die Nationalmannschaft zu spielen, ist eine ganz besondere Sache, egal in welchem Sport.« Und auch Matic möchte gerne den Mehrfach-Spagat wagen: »Freunde, Freundin, Ausbildung, Steinhagen und Nationalmannschaft. Das ist ganz schön anstrengend. Aber ich will weiter 100 Prozent für Steinhagen geben, wenn ich kann.« Es sei denn, Nationaltrainer Marcel Loosveld greift wieder zum Telefon.

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