Handball-Verbandsliga: 30:26 Steinhagen besiegt auch Hahlen
Nach Zeitstrafen »on fire«

Steinhagen   (WB). 45 Minuten lang plätschert das Verbandsliga-Heimspiel der Spvg. Steinhagen gegen TSV Hahlen auf überschaubarem Niveau vor sich hin, ehe eine doppelte Zeitstrafe die Cronsbach-Crew wach rüttelt. Mit zwei Toren in Unterzahl legt Tim Ansorge die Grundsteine für den 30:26 (15:16)-Erfolg.

Montag, 25.09.2017, 18:40 Uhr aktualisiert: 25.09.2017, 18:43 Uhr
Simon Schulz, Jonas Maiwald und ihre Teamkollegen haben allen Grund zum Jubeln: Spvg. Steinhagen hat zum dritten Mal gewonnen – der perfekte Saisonstart. Foto: Sören Voss
Simon Schulz, Jonas Maiwald und ihre Teamkollegen haben allen Grund zum Jubeln: Spvg. Steinhagen hat zum dritten Mal gewonnen – der perfekte Saisonstart. Foto: Sören Voss

Der zweite Heimsieg ist eine ziemlich exakte Kopie des 30:28-Auftakterfolges gegen Altenbeken/Buke vor zwei Wochen. Wieder kommt die Spvg. zunächst nicht aus den Puschen, wieder dreht sie das Spiel dank Physis und individueller handballerischer Klasse zu ihren Gunsten.

Die verdaddelten Gegenstöße der Startphase kommen den Stammzusehern unter den 120 Zuschauern bekannt vor. Steinhagen agiert aber auch in der Abwehr zu zögerlich und liegt völlig zurecht mit 0:3 (8.), 3:7, 14:16 und 18:21 (40.) hinten. Neu ist dafür die Durchschlagskraft, die Fabian Karnath von der Linksaußen-Position entwickelt. Während die Spvg. gegen Hahlens 6-0-Betonblock aus der Distanz zunächst Probleme hat, kann Karnath den Gegner mit seinen Läufen in die Mitte gleich mehrfach überraschen. Als dann der eingewechselte Robin Kasper an seinem Geburtstag Hahlens Defensive mit zusätzlichen Rückraumtreffern zwingt, früher herauszurücken, ist der Weg zum Sieg eigentlich geebnet.

Eigentlich. Denn es scheint weiterhin zum guten Steinhagener Ton zu gehören, die Spiele auch gegen handballerisch und konditionell unterlegene Gegner mit Unkonzentriertheiten spannend zu halten. 22:23 heißt es, als die Hinausstellung von Tim Ansorge (44.) sowie die doppelte Zeitstrafe gegen den foulenden Simon Schulz und den protestierenden Jan Phillip Lindemann (45.) den Steinhagener Kampfgeist wecken. Plötzlich ist die Spvg. »on fire«: Zurück von der Strafbank tankt sich Ansorge in 4:5- und kurz danach in 4:6-Unterzahl fast mühelos durch, Schulz besorgt das 25:23 (49.). Dass auch der neuerliche Zeitstrafen-Doppelschlag gegen Ansorge und Christoph Lewanzik die Spvg. nicht schwächt, überrascht nicht wirklich. Sebastian Brüggemeyer pariert stark, Karnath trifft beim 28:26 zum siebten Mal und Kasper stellt (ebenfalls mit seinem siebten Tor) den 30:26-Endstand her.

Steinhagens Trainer Torben Gottsleben kann sich über einen Saisonstart mit optimaler Zählerausbeute freuen: »Die 6:0 Punkte nehmen wir gerne mit, aber es gibt noch viel zu arbeiten. Auch heute haben wir wieder gesehen, dass wir gegen jeden Gegner ackern müssen.«

Spvg. Steinhagen: Brüggemeyer, Köhne (eine 7m-Parade), Peperkorn (n.e.), Lewanzik (1), Maiwald (4), Lünstroth (n.e.), Vogel (1), Karnath (7), R. Kasper (7), Höner (n.e.), Schulz (2), Lindemann (4/2), Ansorge (4).

TSV Hahlen: Hunke, Bekemeier; Wiese (1), Becker (1), F. Höltkemeyer (5), Rodenberg, Bruns (3/1), Traue (6), L. Höltkemeyer (7/3), Kollmeier, Kanning, Pohlmann (1), Sülberg-Tewes (2).

Stationen: 0:3 (6.), 1:4, 3:7, 10:10 (24.), 14:16, 15:16 (HZ), 18:21 (40.), 23:23 (46.), 25:23 (49.), 27:26, 30:26.

Zeitstrafen: 7:3.

Zuschauer: 120.

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