Handball: Steinhagen I stabilisiert sich – »Zweite« mit neuen Trümpfen und alten Tugenden
Wenn der Duracell-Hase rumkommt

Steinhagen (WB/vos). Drei Siege nach drei Spieltagen – das gab es bei der Spvg. Steinhagen in der Handball-Verbandsliga noch nie. Aber trotz des optimalen Saisonstartes bleiben Trainer und Mannschaft am Cronsbach realistisch.

Dienstag, 26.09.2017, 05:54 Uhr aktualisiert: 26.09.2017, 06:01 Uhr
Vielseitig verwendbar: Der etatmäßige Rückraumspieler Fabian Karnath ist dank seiner Dynamik auch ein starker Linksaußen. Foto: Sören Voss
Vielseitig verwendbar: Der etatmäßige Rückraumspieler Fabian Karnath ist dank seiner Dynamik auch ein starker Linksaußen. Foto: Sören Voss

Prüfsteine kommen noch:

Alle drei bezwungenen Gegner aus Altenbeken, Porta und Hahlen rangieren in der Tabelle ganz unten, so dass die echten Prüfsteigen auf die Spvg. noch warten. Selbst gegen die bisher punktlosen Hahlener musste Steinhagen lange um den 30:26-Sieg bangen . »Wir sind nicht in der Position, dass wir die Spiele deutlich gewinnen und müssen immer richtig ackern. Aber die Mannschaft hat eine gute Mentalität und ich glaube, dass wir etwas gefestigter sind als noch in der letzten Saison«, sagt Trainer Torben Gottsleben. Unter Coach Frank Spannuth legte die Spvg. im Herbst 2012 sogar mal einen 14:2-Start hin, beendete die Saison mit 25:27 Punkten aber am Ende nur als Rangsiebter.

Ideen zum Überangebot

Einen starken Part spielte Samstag Fabian Karnath mit sieben Toren aus ungewohnter Position. Aufgrund des personellen Überangebotes hat Trainer Gottsleben den Rückraumspieler zum Linksaußen umfunktioniert. »Ich musste ihn erst davon überzeugen. Aber wenn der kleine Duracell-Hase rumkommt und nach innen zieht, wird es gefährlich. Denn für seine eher dünnen Ärmchen hat er auch einen guten Wurf«, erklärt Gottsleben seine Idee.

Und Karnath scheint an seiner neuen Rolle Geschmack zu finden. »In der Vorbereitung hat das schon ganz gut geklappt, ich habe mich mittlerweile damit angefreundet. Tim Ansorge spielt ja inzwischen auch am Kreis. Wichtig ist, dass wir der Mannschaft bestmöglich helfen«, sagte Karnath nach seinen sieben Treffern gegen Hahlen – und verabschiedete sich in Richtung Süden: Am kommenden Wochenende geht es mit den Teamkollegen Jonas Maiwald und Yannik Peperkorn aufs Oktoberfest nach München. Das Trio fehlt deshalb beim Auswärtsspiel in Oberaden.

Kämpferische Spvg.-Reserve

Eine Etage tiefer ist auch Steinhagens Reserve vernünftig mit 3:3 Punkten gestartet. »Wir sind ja ziemlich neu gemischt. Aber es läuft ordentlich und wir zeigen die kämpferischen Stärken, die uns auszeichnen«, analysierte Niklas Lehmann nach seinem Lastminute-Ausgleich zum 27:27 gegen Hesselteich. Coach Marc-Oliver Pieper freut sich außerdem, dass der bisherige Co-Trainer Malte Grintz inzwischen selbst nicht mehr für TuS Spenge, sondern für die Spvg. aufläuft: »Malte hat das Spiel schon mit seinen jungen Jahren verstanden. Wir tauschen uns viel aus, er hat die Trainer-B-Lizenz und ist mein verlängerte Arm auf dem Feld.«

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