Mi., 13.03.2019

Fußball-Bezirksliga: Thomas Winder vor dem Topspiel gehen Primus Gütersloher TV »Steinhagen gehört in die Landesliga«

Thomas Winder hat bei den Minis in Steinhagen mit dem Fußball begonnen und spielt seit acht Jahren in der ersten Mannschaft der Spvg..

Thomas Winder hat bei den Minis in Steinhagen mit dem Fußball begonnen und spielt seit acht Jahren in der ersten Mannschaft der Spvg.. Foto: Sören Voss

Von Stephan Arend

Steinhagen  (WB). Seit acht Jahren spielt Thomas Winder für die erste Mannschaft der Spvg. Steinhagen. Der 26-jährige Student (Wirtschaft- und Gesundheit an der FH Bielefeld) ist ein echter Steinhagener Junge. Er hat bereits von den Minis bis zur D-Jugend am Cronsbach gekickt, ehe er zum FC Gütersloh wechselte und später in der A-Jugend das Trikot des SC Verl trug. Vor dem Topspiel des Tabellenzweiten Steinhagen beim Spitzenreiter Gütersloher TV erklärt Thomas Winder im WB-Interview auch seine frühe Zusage für die kommende Saison – und wie sich der Trainerwechsel bereits bemerkbar macht.

Kribbelt es vor dem Topspiel mehr als sonst?

Thomas Winder: Egal, ob Gütersloher TV oder Sende – bei uns geben immer alle Vollgas. Unser Kader ist auch in der Breite qualitativ gut besetzt. Wer spielen will, muss sich zeigen und auch im Training brennen.

Steinhagens Neuzugänge

Trotz der Abgänge von Sebastian Herrmann, Benni Schoebel (beide TuS Quelle), Tim Herden, Tobias Kreutzer (beide VfL Holsen) und Moritz Wieland (SC Peckeloh) wollen Steinhagens Verantwortliche eine landesligataugliche Mannschaft zusammenstellen. Marvin Hornberg ist der 13. interne Spieler, der zugesagt hat. Zudem stehen auch Neuzugänge fest. Marcel von Domaros (26), Kapitän des Ligarivalen TuS Dornberg, verfügt über Westfalenliga- und Landesliga-Erfahrung (Clarholz, Peckeloh). Der Allrounder dürfte als Innenverteidiger eine Schlüsselrolle im »neuen« Spvg.-Team einnehmen. Außenangreifer Pascal Hanna (24/Kaunitz) könnte als Ersatz von Tim Herden eine feste Größe werden. »Ihn hatte ich schon als Trainer des VfL Schloß Holte auf der Rechnung«, sagt Spvg.-Coach Mario Lüke. Zudem kommt Mittelfeldspieler Yanar Celik vom Bezirksligisten FC Herford und (wie berichtet) Florian Hartschwager als spielender Co-Trainer aus Bruchmühlen.

 

Fällt am Sonntag eine Vorentscheidung im Titelrennen?

Winder: Auch wenn Sonntag noch keine Entscheidung im Aufstiegsrennen fällt, ist das ein sehr wichtiges Spiel. Wir können Tabellenführer werden und haben es in der eigenen Hand aufzusteigen. Das soll so bleiben. Wir wollen nicht auf Schützenhilfe angewiesen sein und unbedingt gewinnen.

 

GTV ist Aufsteiger, zudem gab es viel Unruhe wegen finanzieller Probleme. Überrascht es, dass das Team trotzdem bisher nicht nachgelassen hat?

Winder: Wenn man sich umhört, hat das jeder erwartet. Doch der GTV ist eine Mannschaft, die so schon länger zusammenspielt und auch durch die vielen Erfolge noch immer von der Aufstiegseuphorie profitiert. Egal, wie die Situation im Verein ist: Wer will nicht aufsteigen, wenn er die Chance hat?

 

Was für ein Spiel ist zu erwarten – offenes Visier oder taktisches Geplänkel?

Winder: Beim 1:0 im Hinspiel hatten wir Gütersloh im Griff, hätten höher gewinnen können. Ich erwarte ein packendes Topspiel, in dem beide Teams mit offenem Visier auf die Offensive setzen. Gütersloh hat schon 71 Tore geschossen, so viele wie kein anderes Team der Liga. Und wir haben in den letzten beiden Partien gezeigt, dass wir ebenfalls torhungrig sind. Ich tippe auf einen 2:0-Sieg.

 

Ist für Sie die Spielklasse wichtig?

Winder: Für mich persönlich ist es sehr wichtig, wieder in der Landesliga zu spielen. Da macht es einfach mehr Spaß. Fußballerisch ist die Landesliga eine andere Welt als die Bezirksliga. Ein ambitionierter Verein wie Steinhagen gehört in diese Liga.

 

Sie haben als einer der Ersten in Steinhagen verlängert...

Winder: Ich fühle mich in Steinhagen sehr wohl. Eine Aufstiegsgarantie gibt es für uns zwar nicht. Aber ich habe vollstes Vertrauen, dass unsere Verantwortlichen wie in den Jahren zuvor wieder eine richtig gute Mannschaft zusammenstellen, die Landesliga-Format hat. Außerdem rücken ja einige talentierte Spieler nach.

 

Wäre es für diese Talente nicht in der Bezirksliga leichter, den Sprung in die erste Mannschaft zu schaffen?

Winder: In der Landesliga lernen sie mehr. Die Jungs sind entwicklungsfähig und haben Spieler an der Seite, die sie führen können. Unsere mannschaftliche Geschlossenheit macht viel aus. Es hilft, wenn man auch privat zusammen einiges unternimmt.

 

Welchen Eindruck macht der neue Trainer Mario Lüke? Ist es Zufall, dass Steinhagen unter seiner Regie so viele Tore geschossen hat?

Winder: Die Ansprache ist richtig gut. Er signalisiert, dass er uns vertraut. Es gibt keine großen Veränderungen, vielmehr wird an spielerischen Dingen gefeilt. Schwerpunkt im Training ist unter Mario Lüke die Offensive. Da werden wir Mal zu Mal ein bisschen besser. Es ist also kein Zufall, dass wir zuletzt so viele Tore geschossen haben. Und defensiv sind wir ohnehin gut, haben die wenigsten Gegentore kassiert.

 

Wie haben Sie die Turbulenzen nach der Vertragsverlängerung von Ex-Coach Tobias Brockschnieder im Dezember und nach seinem Rücktritt im Februar erlebt?

Winder: Dazu möchte ich nichts sagen. Und damit beschäftigt sich auch keiner mehr bei uns. Wir blicken nach vorne und wollen ein Ziel erreichen: Die Rückkehr in die Landesliga.

 

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