Fr., 17.05.2019

Fußball-Bezirksliga: Wegen einer lange gebuchten Reise fehlt Steinhagens Coach gegen SCB Liveticker in New York

Steinhagens Coach Mario Lüke fiebert am Sonntag von New York aus mit seiner Mannschaft mit.

Steinhagens Coach Mario Lüke fiebert am Sonntag von New York aus mit seiner Mannschaft mit. Foto: Stephan Arend

Von Stephan Arend

Steinhagen (WB). Mit vier Punkten Vorsprung biegt Spvg. Steinhagen im Titelrennen der Fußball-Bezirksliga auf die Zielgerade ein, kann bereits Sonntag im vorletzten Spiel bei SC Bielefeld den Aufstieg perfekt machen. Schon am Dienstag hat Trainer Mario Lüke sein Team auf die Partie eingeschworen: »Wir haben uns diese Situation, die wir uns immer gewünscht haben, hart erarbeitet. Nun wollen wir uns auch belohnen.«

Dass der Coach schon fünf Tage vor den vielleicht entscheidenden 90 Minuten eine Ansprache gehalten hat, das hat einen Grund. Mario Lüke ist bereits gestern am späten Nachmittag nach New York geflogen und wird am Sonntag nicht auf der Trainerbank sitzen. »Meine Freundin Kristin hat immer davon geträumt, ihren 30. Geburtstag in New York zu feiern. Und Sonntag wird sie 30«, erklärt Lüke seine kurze Fußballpause. Big Apple statt Meierteich – dass es (vielleicht) an beiden Orten etwas zu feiern gibt, das konnte Steinhagens Trainer nicht ahnen, als er im September 2018 die Reise gebucht hat. Damals hatte er nach seinem Rücktritt in Schloß Holte keine Aufgabe als Coach. »Ich habe dann später schon bei meinem ersten Gespräch mit den Steinhagener Verantwortlichen darauf hingewiesen, dass ich am 19. Mai nicht da bin. Das war für alle in Ordnung«, sagt der Trainer. Er wird Sonntag vom Sportlichen Leiter Evran Cinar vertreten.

So ganz ohne Bezirksliga-Fußball wird Mario Lüke, der nächsten Mittwoch zurückkehrt, die ersten Tage in New York aber nicht verbringen. Obwohl Taktik und Aufstellung mit »Vertreter« Cinar besprochen sind, werden beide am Wochenende telefonieren, letzte Absprachen treffen. Und sicherlich wird der Coach auch am Sonntag-Nachmittag deutscher Zeit aus mehr als 6.000 Kilometer Entfernung mit einem Auge den Liveticker aus der Heimat verfolgen. »Dafür hat meine Freundin Verständnis«, sagt Lüke, der trotz seiner Abwesenheit die Meisterschaft vorzeitig in trockenen Tüchern wissen will.

Schließlich wird es vermutlich leichter, den Aufstieg vorzeitig perfekt zu machen, als am letzten Spieltag gegen Augustdorf siegen zu müssen. »Sonntag haben wir kein Alles oder Nichts-Spiel. Wir können zwar alles gewinnen, aber nichts verlieren«, setzt der Trainer auch auf den psychologischen Vorteil: » Das Punkte-Polster tut den Jungs gut und hilft ihnen hoffentlich auch, mit der gewissen Lockerheit aufzulaufen, die zuletzt manchmal gefehlt hat.«

 

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