Mo., 09.09.2019

Fußball-Landesliga: Steinhagen liefert beim 0:1 gegen Beckum eine ganz schwache Vorstellung Ohne Mumm und Ideen

Frust nach dem Abpfiff: Vitali Wolf verbirgt das Gesicht nach der schwachen Leistung des gesamten Teams in den Händen.

Frust nach dem Abpfiff: Vitali Wolf verbirgt das Gesicht nach der schwachen Leistung des gesamten Teams in den Händen. Foto: Gunnar Feicht

Von Gunnar Feicht

Steinhagen (WB). Über Vitali Wolf und René Schäfer kommt der Ball zu Thomas Winder – doch der scheitert aus kurzer Distanz mit schwachem Abschluss. Dass die Spvg. Steinhagen auf die erste zwingend und regulär herausgespielte 100-Prozent-Torchance bis zu 94. Minute warten muss, spricht Bände. »Auch wie wir sie vergeben haben, war sinnbildlich für die heutige Leistung. Ich bin tief enttäuscht. Es war traurig, was wir heute abgeliefert haben«, sagte Mario Lüke.

Steinhagens Trainer vermied nach der 0:1 (0:0)-Blamage gegen die ohne Punkt und mit 4:20 Toren angereiste Spvg. Beckum noch schärfere Töne. Aber es war dem Coach deutlich anzumerken, dass es nach der schwächsten Darbietung seit dem Wiederaufstieg in die Landesliga brodelte. Abgesehen von einem Winder-Kopfball nach Freistoßflanke (19.) und zwei zurückgepfiffenen Gelegenheiten aus Abseitsposition brachte die Spvg.-Offensive in den regulären 90 Minuten nichts zustande. »Wir haben gegen diesen tief stehenden Gegner überhaupt keine Ideen entwickelt«, kritisierte Mario Lüke. Von der vermeintlichen spielerischen Überlegenheit seiner Elf war nichts zu sehen. Denn bei den fußballerisch biederen, aber leidenschaftlichen kämpfenden Beckumern bissen die Platzherren auf Granit und hielten läuferisch nicht dagegen.

»Man darf auch mal schlecht spielen, aber man muss die Meter machen. Wir haben zu wenig investiert und uns teilweise überhaupt nicht gewehrt«, sagte Mario Lüke. So hatten die im bisherigen Saisonverlauf so harmlosen Gäste auch noch die besseren der wenigen Torchancen: Ogün Gümüstas verzog vor der Pause freistehend, kurz nach dem Tor des Tages ließ sich Marvin Hornberg überlaufen, aber Beckums Lukas Skalski schlug nach dem anschließenden Zuspiel über den Ball. Und in der 93. Minute knallte der eingewechselte Emir Peci unbedrängt in den blauen Himmel.

Teilweise gezwungenermaßen liefen die Platzherren mit einer sehr jungen Besetzung auf. Aber auch beim Gegner begannen sechs 18- bis 21-Jährige. Nachdem Jonas Böhme verhindert war und Ridvan Cinar mit Knieproblemen ausfiel, kam Nachwuchsmann Finn Reda zu seinem Startelfdebüt. Ausgerechnet an einem Sonntag, bei dem auch die routinierteren Teamkollegen neben sich standen. Zu allem Überfluss schied in der 82. Minute Mittelfeldmann Deniz Aygün mit Verdacht auf Bänderriss aus, sodass vor dem Doppelpack Westfalenpokal/Altkreisderby am Donnerstag und Samstag auch noch personelle Engpässe drohen.

Spvg. Steinhagen: Pohlmann - Hornberg, Sulaiman, von Domaros, Schäfer - Reda (75. Sahin), Winder - Hanna (52. Gellermann), Aygün (82. Aygün), Rajic - Wolf.

Tor: 0:1 (56.) Frederik Falk; nach einer Linksflanke hindern ihn mehrere Abwehrspieler nicht am unbedrängten Kopfball, der via Lattenunterseite unhaltbar einschlägt.

So geht’s weiter – Westfalenpokal: Do., 12. September, 19.30 Uhr PTSV Detmold (A); Landesliga: Sa., 14. September, 17.30 Uhr SC Peckeloh (A).

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