Mi., 11.09.2019

Fußball-Landesliga: Moritz Wieland (SC Peckeloh) und Marvin Hornberg (Spvg. Steinhagen) treffen im Derby aufeinander »Von der ersten Minute an alles raushauen«

Moritz Wieland (SC Peckeloh) und Marvin Hornberg (Spvg. Steinhagen) treffen Samstag im Derby der Fußball-Landesliga aufeinander.

Moritz Wieland (SC Peckeloh) und Marvin Hornberg (Spvg. Steinhagen) treffen Samstag im Derby der Fußball-Landesliga aufeinander. Foto: Stephan Arend

Von Stephan Arend

Versmold/Steinhagen (WB). Nach einer Saison Pause wird am Samstag, 17.30 Uhr in der Fußball-Landesliga wieder das Derby SC Peckeloh gegen Neuling Spvg. Steinhagen angepfiffen. Moritz Wieland (SCP) hat inzwischen die Seiten gewechselt und trifft erstmals auf seinen alten Verein und Kumpel Marvin Hornberg (Spvg.).

 

Stimmt es, dass Sie sich gut verstehen?

Marvin Hornberg: Mo und ich sind befreundet und haben auch andere Themen als Fußball. Wir tauschen uns nach jedem Spiel aus. Klar, dass er daran interessiert ist, wie es jetzt in Steinhagen läuft. Doch andersherum kenne auch ich viele Peckeloher Spieler. Gerrit Weinreich ist einer meiner besten Freunde. Ich habe auch Kontakt zu Alex Bulanov und habe mit einigen der Peckeloher Jungs früher noch selbst gespielt.

Moritz Wieland: Marvin und ich haben drei Jahre in Steinhagen zusammen gespielt, saßen in der Kabine nebeneinander und haben uns immer gut verstanden.

 

Was macht Sie für Samstag optimistisch?

Wieland: Wir sind noch ungeschlagen und daran wird sich auch am Samstag nichts ändern. Wir sind die spielerisch bessere Mannschaft und haben das Momentum auf unserer Seite. Steinhagen hat gegen Beckum enttäuscht. Und weil die Spvg. Donnerstag noch ein Pokalspiel bestreiten muss, sind wir Samstag auch frischer und gewinnen 3:1.

Hornberg: Ich bin mir sicher, dass ein Derby in Peckeloh etwas ganz anderes ist als eine Partie gegen Beckum. Wir werden von der ersten Minute an alles raushauen, wollen kompakt stehen und setzen beim Umschaltspiel auf unsere schnellen Leute. Wir haben vor allem im Pokalspiel gegen Rhynern bereits bewiesen, dass wir Mannschaften schlagen können, die uns fußballerisch überlegen sind. Wir gewinnen 1:0.

 

Was ist in dieser Saison für Peckloh und Steinhagen möglich?

Wieland: Wir wollen auf jeden Fall lange oben mitspielen und die Spitzenteams wie Top-Favorit Espelkamp oder eine Überraschungs-Mannschaft wie Bad Oeynhausen ärgern. Steinhagen hat mit Mario Lüke einen guten Trainer, ist besser als einige andere Teams wie zum Beispiel Beckum und sollte den Klassenerhalt schaffen.

Hornberg: Wir haben schon zwei gestandene Landesligisten geschlagen und zuletzt gegen Beckum einfach einen schlechten Tag erwischt. Wir wollen so früh wie möglich den Klassenerhalt schaffen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Qualität dafür haben. Peckelohs Mannschaft ist viel besser als Rang zehn der Vorsaison aussagt. Da sollte dieses Mal ein Top 6-Platz möglich sein.

 

Warum haben Sie sich im Winter frühzeitig für einen Wechsel von Steinhagen nach Peckeloh entschieden?

Wieland: Ich wollte eine Veränderung, zumal sich in Steinhagen früh abgezeichnet hat, dass viele Spieler aufhören wollen. Ich hatte dann gute Gespräche mit Markus Kleine-Tebbe und Jan Fahrenwald. Ich habe mich sicherlich auch finanziell verbessert, doch das war nicht entscheidend. Der sportliche Aspekt war mir viel wichtiger.

 

Wären Sie bei einem Angebot aus Peckeloh auch schwach geworden?

Hornberg: Nein, da wäre ich nicht, obwohl ich damals in Peckeloh gerne gespielt habe. Steinhagen ist längst auch fußballerisch meine Heimat geworden. Hier fühle ich mich wohl. Selbst wenn wir nicht aufgestiegen wären, hätten mich Angebote anderer Vereine nicht gelockt.

 

Was unterscheidet Steinhagen und Peckeloh?

Wieland: Beide Vereine sind sich sehr ähnlich – auch wenn sie das vielleicht selbst gar nicht gerne hören. Steinhagen und Peckeloh sind familiäre Vereine, in denen Spieler aus unterschiedlichen Mannschaften ein gutes Verhältnis haben. Es gibt die guten Seelen, die alles zusammen halten. Sogar die Vereinsfarben sind ähnlich. Unterschiedlich sind in dieser Saison die Zielsetzungen.

Hornberg: Das sehe ich ähnlich. In beiden Vereinen wird gut gearbeitet. In Steinhagen gefällt mir besser, dass die Plätze und die Sporthalle an einem Ort sind. Zudem entsteht gerade eine neue Halle, die neuen Kabinen sind bereits fertig und top. Dass Peckeloh die größeren finanziellen Mittel hat, ist für mich nicht wichtig.

 

Wie fällt die erste Bilanz nach dem Wechsel zum SCP aus?

Wieland: Bisher läuft es wirklich gut. Ich habe in der Vorbereitung zunächst immer 90 Minuten gespielt. Dann war ich allerdings zwei Wochen im Urlaub und musste einiges nachholen. Rechtzeitig zum Derby habe ich dann in der Vorwoche gegen Verl wieder durchgespielt. Die Stimmung ist super. Es hat schon den ein- oder anderen Mannschaftsabend gegeben. Ich mag – wie auch in Steinhagen – das Familiäre hier. In Rödinghausen war das früher anders.

 

Bleibt Steinhagen für immer Ihr Verein?

Hornberg: Klar, am liebsten möchte ich noch möglichst lange für Steinhagen in der Landesliga spielen. Doch die Zukunft kann man nicht vorhersagen. Gerade beim Studium oder beruflich kann sich einiges ändern.

 

Wie sieht die mittelfristige Perspektive aus?

Hornberg: In Steinhagen kann man auf jeden Fall von einem Umbruch sprechen. Mehrere langjährige Führungsspieler haben den Verein verlassen. Viele junge Spieler – auch aus der eigenen Jugend – sind dazugekommen. Da spricht für eine gute Nachwuchsarbeit und ist der richtige Weg. Wir haben erfahrene Spieler wie Thomas Winder, die den Verein schon länger kennen – und Neuzugänge, die frischen Wind hereinbringen. Das ist eine gute Mischung. Diese Saison wollen wir so früh wie möglich den Klassenerhalt schaffen, uns dann in der Landesliga etablieren und wieder eine gute Rolle spielen wie vor dem Abstieg 2018. Ob wir dann vor oder hinter Peckeloh stehen, dass interessiert bei uns niemanden.

Wieland: Auch die Westfalenliga ist für Peckeloh theoretisch möglich. Ich kenne allerdings nicht die Planung des Vereins. Für mich persönlich ist die Landesliga die perfekte Liga. Der Aufwand ist noch zu verkraften, und es wird schon richtig guter Fußball geboten. Ich habe letzte Saison mit Steinhagen in der Bezirksliga gespielt und gemerkt, wie groß der Unterschied zur Landesliga ist.

 

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