Handball-Verbandsliga: Trotz des 27:31 gegen Topfavorit TSG Harsewinkel hat TuS Brockhagen überzeugt
Zwei Zeitstrafen zu viel

Von Sören Voss

Samstag, 21.09.2019, 03:30 Uhr aktualisiert: 24.09.2019, 12:48 Uhr
Hochmotiviert gegen die alten Teamkollegen: Benny Doherty trifft beim 27:31 drei Mal für Brockhagen gegen Harsewinkel. Foto: Sören Voss
Hochmotiviert gegen die alten Teamkollegen: Benny Doherty trifft beim 27:31 drei Mal für Brockhagen gegen Harsewinkel. Foto: Sören Voss

 

Steinhagen-Brockhagen (WB). Noch lange nach Abpfiff fachsimpeln die beiden befreundeten Trainer Timo Schäfer und Manuel Mühlbrandt zusammen auf dem Spielfeld. Das rassige Verbandsliga-Derby, das TuS Brockhagen gegen TSG Harsewinkel 27:31 (12:13) verloren hat, liefert genügend Gesprächsstoff.

»Wir waren überlegen, haben es aber lange nicht auf das Ergebnis übertragen können. Unsere Chancenauswertung war krass«, findet Harsewinkels Mühlbrandt. Brockhagens Timo Schäfer sieht es anders: »Das war von uns gegen den absoluten Topfavoriten ein starker Kampf. Leider haben wir in der entscheidenden Phase zwei dumme Zeitstrafen kassiert, was eine Spitzenmannschaft wie Harsewinkel dann auch ausnutzt. Trotzdem ein tolles Derby.«

Zuschauer sichern sich Stunden vor Anpfiff ihre Plätze

Davon überzeugen sich zuvor 350 Zuschauer, die sich teilweise schon eineinhalb Stunden vor Anpfiff ihre Plätze gesichert haben. Brockhagen startet mit der Wut der Auftakt-Niederlage im Bauch und ist gewillt, die 25:29-Pleite aus Brake schnell vergessen zu machen. Auch ohne Christian Kalms (Sperre), Moritz Kröger und Yannick Sonntag (beide verletzt) trumpft der TuS stark auf und liegt nach neun Minuten mit 5:4 in Führung. Die Gastgeber können sich auf Robin Meise im Tor verlassen, im Angriff trifft der Ex-Harsewinkeler Benny Doherty dreifach. Bei den Gästen muss Heiner Steinkühler nach einem Schlag auf die Rippen früh raus (3.), trotzdem besorgt Kreisläufer Tobias Fröbel mit seinem vierten Treffer den 13:12-Pausenvorsprung für die TSG.

Starker Auftritt von Raudies reicht nicht

Als sich Harsewinkel erstmals auf drei Tore (19:16/41.) absetzt, droht eine frühe Entscheidung, doch angeführt von einem überragenden Fabian Raudies lässt sich der TuS nicht abschütteln. Der flinke Mittelmann netzt elf Mal ein, seine drei vergebenen Siebenmeter tun Brockhagen aber ebenso weh wie die vom Trainer monierten Zeitstrafen gegen Paul Blankert und Jannik Wortmann. Paul Gressels 23:24 (53.) ist das letzte TuS-Anschlusstor, ehe der Favorit nach zwei Hendrich-Paraden davonzieht. Themen dürfte es trotzdem genug geben, wenn die Fachsimpelei am Samstag auf Mühlbrandts Party zum 35. Geburtstag fortgesetzt wird.

Namen & Fakten

TuS: Meise, Süllwold (n.e.); Koslik (3), Hundeloh, Blankert (5), Raudies (11/2), Doherty (4), Stöckmann, Wortmann, Wörmann, Motzkau (2), Freilich, Clysters, Gressel (1).

TSG: Schröder (bei 7m), Hendrich; Steinkühler, S. Bröskamp (3), Krspogacin (5), Braun (3), Fröbel (5), Kalter, Schmeckthal (1), St. Claire (4), F. Bröskamp (10/4), P. Pelkmann, M. Pelkmann.

Stationen: 1:2, 4:4 (8.), 5:4, 10:11, 10:12, 12:13 (HZ), 16:19 (41.), 19:22 (46), 21:22, 23:24, 23:28 (55), 25:29, 27:31.

Zeitstrafen: 4:2. Zusch.: 350.

So geht’s weiter: Sa., 28.09., 19.15 Uhr TSV Hahlen (A).

Stimmen zum Spiel

Timo Schäfer (Trainer Brockhagen): »Gegen den absoluten Topfavoriten haben wir super mitgehalten, uns dann aber mit dummen Aktionen um den Lohn gebracht. Fabi Raudies war gut, Robbe im Tor war voll da. Auch Paul und Benny sind angekommen.«

Manuel Mühlbrandt (Trainer Harsewinkel): »Unsere Chancenauswertung war krass. Disziplin und Spielkultur haben mir gefallen, aber es muss mehr herauskommen. In der Abwehr hat mir die Aggressivität gefehlt. Brockhagen hat es gut gemacht, man muss sich um sie keine Sorgen machen.«

Paul Blankert (Brockhagen): »Trotz der Niederlage war es gut, es hat Spaß gemacht. Harsewinkel ist eben stark, Flo Bröskamps Athletik ist schon überragend.«

Fabian Raudies (Brockhagen): »Wenn wir letzte Woche so gespielt hätten, hätten wir mit zehn Toren gewonnen. Wir haben uns gut gepusht.«

 

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