Handball-Verbandsliga: Anstatt in den Derbymodus schaltet TuS Brockhagen gegen TV Isselhorst in den Leerlauf und kassiert eine 22:33-Klatsche
Brockhagens böse Bauchlandung: 6:17 zur Pause – Raudies sieht Rot

Steinhagen-Brockhagen (WB/vos). Wer am Samstagabend erst zur Halbzeit die Halle an der Grundschule betrat, musste von einem Fehler an der Anzeigetafel ausgehen. Doch das 6:17, das in Rot auf Schwarz über den Köpfen der 350 Zuschauer flackerte, war real: Mit einer katastrophalen ersten Hälfte haben sich die Handballer des TuS Brockhagen gegen TV Isselhorst um jegliche Siegchancen gebracht. Am Ende des Verbandsliga-Derbys hieß es 22:33.

Sonntag, 06.10.2019, 23:32 Uhr aktualisiert: 06.10.2019, 23:40 Uhr
Harte Bruchlandung: Nico Stöckmann und der TuS Brockhagen sind beim 22:33 gegen TV Isselhörst böse abgestürzt. Foto: Sören Voss
Harte Bruchlandung: Nico Stöckmann und der TuS Brockhagen sind beim 22:33 gegen TV Isselhörst böse abgestürzt. Foto: Sören Voss

Dass zahlreiche Zuschauer ihr Pausenbier verlängerten oder zum zweiten Durchgang nicht mehr in die Halle kamen, konnte TuS-Trainer Timo Schäfer ihnen nicht verübeln. »Wir haben die Punkte für Isselhorst in Geschenkpapier verpackt und eine Schleife drumgebunden«, sagte der Coach, der sein Team nach Abpfiff direkt in die Kabine einbestellte und es bewusst vermied, noch verbal auf seine Schützlinge einzudreschen: »Hier hat heute ein Derby stattgefunden. Schade, dass wir das erst nach 30 Minuten mitbekommen haben.«

Zu diesem Zeitpunkt war die Enscheidung über die Punktevergabe jedoch längst gefallen. Als Christoph Motzkau nach 7:40 Minuten Brockhagens erstes Tor erzielte, hatte Isselhorst bereits sechsmal getroffen. Das bis dato punktlose Schlusslicht trumpfte im Nachbarduell groß auf, weil Keeper Eugen Rogalski überragend hielt und im Rückraum Jonas Dallmann (8) sowie Nils Buschmann (6) ebenso überzeugend einnetzten. Die Gäste zogen aber auch auf 9:2 und 17:6 davon, weil die Gastgeber mit 21 Fehlwürfen und zehn technischen Fehlern in Ballbesitz völlig von der Rolle waren und außerdem die TuS-Torhüter keinen Ball zupacken bekamen. Zum Höhepunkt der desaströsen Halbzeit sah Fabian Raudies nach grobem Foulspiel gegen Buschmann Rot (30.). »Ich komme von der Seite, das waren höchstens zwei Minuten. Mir wird fasst die Nase gebrochen – und es passiert nichts«, echauffierte sich Raudies, der mit blutiger Nase einige Minuten ausgefallen war.

Brockhagen versuchte sich noch einmal zusammenzureißen und kam tatsächlich auf 17:24 heran (43.). Spätestens nach dem kuriosen Eigentor von Torwart Robin Meise, der einen schon gehaltenen Dallmann-Wurf im Fallen zum 17:25 ins eigene Netz bugsierte, war aber klar, dass es keine Aufholjagd mehr geben würde.

 

TuS Brockhagen: Süllwold, Meise; Koslik, Motzkau (3), Blankert (3), Sonntag (5), Kalms (2), Raudies, Doherty (1), Stöckmann (3/1), Wortmann (3), Freilich (2), Clysters, Soetebier (n.e.).

TV Isselhorst: Rogalski, Gräwe, Reitze; Vossen, F. Grabmeir (4), Kollenberg (8), Lünstroth (4/4), Höcker, Böse (4), Springer, M. Grabmeir, Buschmann (6), Dallmann (8).

Stationen: 0:6 (8.), 2:9 (13.), 6:12, 6:17 (HZ), 9:20, 17:24 (43.), 18:29 (50.), 22:33.

Rote Karte: Raudies (TuS/30.).

Zuschauer: 350. So geht es weiter: So., 27.10., Porta (A)

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