Sa., 09.11.2019

Handball-Verbandsliga: Spvg. Steinhagen kassiert 17:31-Schlappe bei Topfavorit Harsewinkel Zehn Minuten ins offene Messer gerannt

Joshua Wagner hat Steinhagen 1:0 und 3:2 in Führung gebracht. Aber der Spvg. fehlten die personellen Alternativen, um beim Topfavoriten mitzuhalten.

Joshua Wagner hat Steinhagen 1:0 und 3:2 in Führung gebracht. Aber der Spvg. fehlten die personellen Alternativen, um beim Topfavoriten mitzuhalten. Foto: Gunnar Feicht

Steinhagen (WB/guf/hosh). In der zweiten Halbzeit wurde es dann doch die befürchtete Klatsche mit 14 Toren Differenz: Ersatzgeschwächt hat Handball-Verbandsligist Spvg. Steinhagen beim Titelfavoriten TSG Harsewinkel nur knapp eine Halbzeit lang mitgehalten und kassierte am Freitagabend vor rund 500 Zuschauern eine 17:31 (9:14)-Schlappe.

Ohne Routinier Joachim Vogel (Hexenschuss) war der Rückraum ohnehin dünn besetzt. Als dann noch TSG-Rechtsaußen Sergej Braun Leonhard Janzen aus der Luft holte und Steinhagens Halblinker in der 12. Minute mit einer Knieverletzung ausschied, fehlte den Gästen gegen die körperlich überlegenen Hausherren schon frühzeitig die Durchschlagskraft. Immerhin ärgerten die Gäste den zunächst fahrig wirkenden Spitzenreiter bis zum 12:9 noch mehr, als es TSG-Coach Manuel Mühlbrandt lieb war. Der nahm in der 27. Minute eine Auszeit, um seine Mannschaft heftig gestikulierend einzunorden. Und die Standpauke hatte Erfolg. Mit dem siebten Feldspieler erhöhte Harsewinkel durch St. Claire und Braun zum Pausenstand 14:9.

Nach Wiederanpfiff gab der Außenseiter dann alle Optionen auf ein achtbares Ergebnis aus der Hand und wurde nach einer Flut von Ballverlusten bis zum 11:21 (40.) regelrecht überrannt. »In fünf bis zehn Minuten sind wir blauäugig ins offene Messer gelaufen und haben da das Spiel weggeworfen. Für die jungen Spieler ist das ein harter Lernprozess, wir müssen diese individuellen Fehler eindämmen«, sagte Trainer Torben Gottsleben. Wie Kollege Michael Bohnemeier beklagte er die schlechte Wurfausbeute bei herausgespielten Chancen. Bohnemeier hielt aber auch fest: »In der ersten Halbzeit haben wir besser ausgesehen als gegen Brake. Da haben Leidenschaft und Körpersprache gestimmt.« Zumal Torwart Philip Joswig unter anderem zwei Siebenmeter parierte und die Abwehr den TSG-Rückraum zeitweise neutralisieren konnte. Steinhagen führte 3:2, verkürzte den 5:9-Rückstand noch zweimal – ehe dann nach der Pause die Dämme brachen.

TSG: Schröder/Hendrich; Braun (4), Fröbel (3), Kalter (2), Schmeckthal (2), St. Claire (4), F. Bröskamp (3), S. Bröskamp (1), Steinkühler (5/2), P. Pelkmann (1), M. Pelkmann (1), Steinkamp (2/1).

Spvg.: Joswig; Y. Peperkorn (2), Graeser (2/2), Strothmann, Maiwald (2), Hofäcker (2), Janzen, F. Wagner (1), K. Kasper (1), J. Wagner (2), Lakebrink (1), Ansorge (4).

So geht’s weiter: So., 17. November, 18 Uhr TSV Hahlen (H).

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