Handball-Verbandsliga: Spvg. Steinhagen sendet beim 25:25 im Kellerduell positive Signale
23:20 verspielt – aber ein starker Auftritt

Steinhagen (WB/guf). Völlig ausgepumpt sackten die Handballer beider Teams bei Abpfiff zu Boden, zu emotionalen Reaktionen in Richtung Freude oder Enttäuschung fehlte allen Beteiligten die Kraft: Gastgeber TV Emsdetten II und Schlusslicht Spvg. Steinhagen haben sich im Verbandsliga-Kellerduell 25:25 (13:15) getrennt.

Montag, 20.01.2020, 00:58 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 05:02 Uhr
Auf der Spitze der 3-2-1-Deckung hat Jonas Maiwald (Nummer 7) den gegnerischen Angreifern so manchen Ball geklaut. Foto: Sören Voss
Auf der Spitze der 3-2-1-Deckung hat Jonas Maiwald (Nummer 7) den gegnerischen Angreifern so manchen Ball geklaut. Foto: Sören Voss

Die Spvg. bleibt damit einen Punkt hinter der Zweitliga-Reserve zum Hinserienabschluss Tabellenletzter. Angesichts der Halbzeitführung und des 23:20-Plus’ neun Minuten vor Schluss wirkt das Ergebnis aus Steinhagener Sicht wie ein verlorener Punkt. Aber Trainer Michael Bohnemeier wertet die gezeigte Leistung als klares Signal dafür, in der Rückrunde den Abstieg verhindern zu können: „Wenn die Mannschaft diese Bereitschaft Woche für Woche zeigt, haben wir gute Aussichten, die nötigen Punkte zu holen. Emsdetten ist in der Besetzung von Samstag bestimmt kein Abstiegskandidat.“

Erstmals coachte Bohnemeier gemeinsam mit Christian Blankert (Bericht auf dieser Seite). Beide hatten sich für eine 3-2-1-Deckung entschieden. Die funktionierte in den ersten 20 Minuten so gut, dass der Liga-Letzte 13:8 führte. „Ende der ersten Halbzeit hat sich dann Tim Weischer aus dem Emsdettener Zweitliga-Kader immer besser in den Zweikämpfen behauptet und auch seine Nebenleute ins Szene gesetzt“, berichtete Michael Bohnemeier. Emsdetten glich aus. Doch Steinhagen setzte sich dank einer erneuten Steigerung in der Deckung erneut auf 22:19 (51.) ab. Großen Anteil daran hatten Mika Retzlaff (jetzt auf der halbrechten Abwehrposition gegen Weischer) und Jonas Maiwald als „Vorgezogener“, denen der Coach „eine überragende Abwehrleistung“ bescheinigte.

In der extrem intensiv geführten Partie fehlte in den Schlussminuten in einigen Szenen die Präzision, eine Zeitstrafe gegen Tim Ansorge nutzte Emsdetten noch zum Ausgleich. Der letzt Torwurf von Leo Janzen strich über die Latte.

Steinhagen: Finkeldei (bis 50./parierte drei 7m), Joswig (ab 50.); Ansorge (9/4), Hofäcker (1), Janzen (3), Y. Peperkorn (3), Strothmann (6), J. Wagner (3), Retzlaff, Maiwald, Lakebrink, Vogel, Gräser.

Stationen: 3:3, 5:7, 7:11, 8:13 (21.), 10:14, 13:15 (HZ), 16:15, 18:18 (42.), 19:22 (51.), 24:24 (56.), 24:25 (59.), 25:25.

So geht es weiter: So., 26. Januar, 18 Uhr ASV Senden (A).

Blankert unterstützt Bohnemeier im Abstiegskampf

Bereits am vergangenen Samstag gaben sie in Emsdetten gemeinsam die Kommandos auf der Trainerbank der Spvg. Steinhagen: Christian Blankert unterstützt mit sofortiger Wirkung Michael Bohnemeier im Abstiegskampf der Handball-Verbandsliga. Beide bilden laut Mitteilung des Vereins eine gleichberechtigte Doppelspitze. Der 38-jährige Blankert wird wie im Dezember berichtet in der kommenden Saison alleinverantwortlich die Steinhagener Erste coachen. Als dies frühzeitig durchgesickert war, hatte Bohnemeiers Trainerkollege Torben Gottsleben in Steinhagen sein Amt niedergelegt und Blankert musste bei Landesligist TG Hörste vorzeitig gehen.

Michael Bohnemeier, der in der kommenden Saison Co-Trainer bei SF Loxten wird, sieht die Zusammenarbeit mit dem Steinhagener Eigengewächs nicht als Beschneidung seiner Kompetenzen an: „Wir haben uns vorher ausgiebig unterhalten, wie wir gemeinsam die Schwerpunkte setzen wollen. Auch die Mannschaft geht mit der Situation gut um und hat in Emsdetten mit ihrer Leistungsbereitschaft gezeigt, dass es funktioniert.“ Bereits in der vergangenen Woche hat das neue Gespann die Trainingseinheiten gemeinsam gestaltet. „Christian ist eher der emotionale Typ, ich bin mehr auf die Vorbereitung auf die jeweiligen Gegner fixiert. Das ergänzt sich und kann aus meiner Sicht sehr gut harmonieren. Der Verein will eben alle Hebel in Bewegung setzen, um die Klasse zu halten“, ergänzt Bohnemeier.

 

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