Fußball: Landesligist Spvg. Steinhagen trainiert in der Ninja-Warrior-Halle in Verl. SC Peckeloh treibt seine Personalplanungen voran
„Die letzte Rampe wollte jeder schaffen“

Steinhagen/Versmold (WB/star). Mut, Ausdauer, Schnelligkeit und Geschicklichkeit. Das alles könnte für Fußball-Landesligist Spvg. Steinhagen im Abstiegskampf wichtig werden. Doch bevor der Saison-Schlussspurt ab dem 16. Februar in seine heiße Phase geht, waren diese Qualitäten auf ungewohntem Terrain gefragt – in der Ninja-Warrior-Halle in Verl.

Mittwoch, 22.01.2020, 23:59 Uhr aktualisiert: 23.01.2020, 05:03 Uhr
Mehr als Teambuilding: Spvg. Steinhagens Landesliga-Fußballer haben eine Trainingseinheit in der Ninja-Arena in Verl absolviert. Foto: Uwe Caspar
Mehr als Teambuilding: Spvg. Steinhagens Landesliga-Fußballer haben eine Trainingseinheit in der Ninja-Arena in Verl absolviert. Foto: Uwe Caspar

„Wir absolvieren insgesamt fünf Einheiten in der Woche. Und da tut Abwechslung mal ganz gut“, erklärt Spvg.-Coach Mario Lüke den Wechsel vom grünen Rasen zum Geschicklichkeits-Parcours. Einige der Hindernisse sind aus der beliebten RTL-Show „Ninja Warrior Germany“ bekannt. Und (fast) genauso wie die Kandidaten im Fernsehen hangelten sich auch Steinhagens Fußballer von Hindernis zu Hindernis, um am Ende die Steilwand zu bezwingen. „Ich weiß, dass Regionalligist SC Verl schon oft da war. Und auch ich kann das wirklich empfehlen. Vor allem Kraft und Koordination sind gefragt“, berichtet Lüke von einem lustigen, aber auch anstrengenden und schweißtreibenden Trainingsabend.

Jungeblodt vor Comeback

Selbst die Akteure, die im Vorfeld vollmundig große (Kletter-) Taten angekündigt hatten, stießen bereits bei der zweiten Übung an ihre Grenzen, als einhändig Stangen versetzt werden mussten, um sich in der Luft baumelnd fortzubewegen. „Ich habe zwar bei uns niemanden ausgemacht, den ich morgen bei RTL für die nächste Show anmelde. Aber die letzte Rampe wollte wirklich jeder schaffen“, lobt der Trainer den Ehrgeiz seiner Schützlinge.

Viel wichtiger, als den „Steinhaghagener Ninja Warrior“ zu finden, wird es in den nächsten Wochen sein, die Torausbeute zu verbessern. In dieser Kategorie ist das Schlusslicht, das lediglich zwei Zähler vom rettenden Ufer getrennt ist, mit nur 13 Treffern in 17 Partien abgeschlagen Letzter.

Während sich der seit Monaten verletzte Daniel Rajic weiterhin mit Oberschenkel-Problemen herumplagt, ist Tom Jungeblodt nach seinem Kreuzbandriss wieder voll ins Training eingestiegen. Das Comeback des Stürmers steht unmittelbar bevor. Und Winter-Neuzugang Attila Mert hat beim 4:2 im ersten Testspiel gegen Victoria Clarholz auf Anhieb seine Gefährlichkeit im gegnerischen Strafraum unter Beweis gestellt. „Attila weiß, wo das Tor steht“, sagt Lüke, der seinen neuen Angreifer nun bis zum Meisterschaftsstart fit bekommen muss. Schließlich ist Mert in dieser Saison bei Westfalenligist VfL Theesen überhaupt nicht zum Zuge gekommen und hat lediglich fünf Partien für die VfL-Reserve in der Kreisliga A absolviert.

Nur punktuelle Veränderungen beim SC Peckeloh

Ganz gleich, ob SC Peckeloh am Saisonende als Rangzweiter über den Umweg Relegationsspiel in die Westfalenliga aufsteigt oder auch in der kommenden Serie in der Fußball-Landesliga spielt. Auf die personellen Planungen hat die Ligazugehörigkeit keinen Einfluss. „Wir setzen nur auf Spieler, die für beide Klassen zusagen“, sagt Jan Fahrenwald. Der Fußball-Obmann und Co-Trainer des SCP will nach den starken Leistungen der Hinrunde vor allem mit den Schützlingen des aktuellen Kaders in die Saison 2020/21 gehen.

Zwar sind noch einige Gespräche wie zum Beispiel mit Torwart Tom Weber anberaumt Doch bei 13 Zusagen steht bereits das Gerüst für die kommende Spielzeit. Dann kann Trainer Markus Kleine-Tebbe weiterhin mit Moritz Wieland, Philipp Dieckmann, Daniel Schnadwinkel, Erik Mannek, Tim Mannek, Alban Shabani (trotz angeblicher Interessenten aus der Oberliga hat es laut Fahrenwald keine offiziellen Anfragen gegeben), Kevin Lenz, Gerrit Weinreich, Baris Colak, Ramazan Yildiz, Andi Mehmeti, Tobias Fiß sowie Winterneuzugang Premtim Gashi (SuS Neuenkirchen) planen. Während Akteure wie Florian Pixa oder Gilles Berger eventuell aus beruflichen Gründen kürzer treten müssen, werden Alexander und Cornelius Bulanov in der nächsten Saison nicht mehr das Peckeloher Trikot tragen. Beide studieren und wohnen in Bielefeld und werden mit Bezirksligist VfR Wellensiek in Verbindung gebracht. „Schade, das sind gute Jungs. Während Conny angesichts so starker Stürmer wie Alban Shabani und Tim Mannek relativ wenig Einsatzzeiten bekommen hat, hat sich Alex in dieser Saison einen Stammplatz erkämpft“, bedauert Fahrenwald die Abgänge.

Alexander und Cornelius Bulanov verlassen den Verein im Sommer

Auch weil man immer mit dem ein oder anderen wechselwilligen Spieler rechnen muss, sehen sich die Verantwortlichen auch nach Neuzugängen um. „Es wird bei uns aber nur punktuelle Veränderungen geben“, betont Jan Fahrenwald. Als Fußball-Obmann wird er in Zukunft vom langjährigen Co-Trainer Andi Schröder unterstützt, der sich vermehrt um die Belange der zweiten und dritten Mannschaft (Kreisliga A und B) kümmern wird. Zudem gibt es aufgrund des großen Spieler-Pools Überlegungen, im Sommer zusätzlich eine vierte Mannschaft für den Spielbetrieb zu melden

 

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