Handball-Verbandsligist Brockhagen dreht gegen beim 23:22 gegen Brake erst in der Schlussphase die Partie
Clysters „rettet“ den TuS

Steinhagen-Brockhagen (WB). Nur eine Woche nach dem knappen 25:24-Heimsieg gegen die HSG Hüllhorst hat Handball-Verbandsligist TuS Brockhagen seinen Fans erneut eine Nervenprobe abverlangt. Doch auch gegen TuS Brake behielten die Gastgeber in der Schlussphase einen kühlen Kopf und schafften beim 23:22 (9:13) erneut eine Punktlandung.

Sonntag, 26.01.2020, 23:40 Uhr aktualisiert: 26.01.2020, 23:50 Uhr
Brockhagen dreht nach schwacher Leistung doch noch die Partie. Torwart Marian Clysters (links) hat daran großen Anteil. Foto: Jens Horstmann
Brockhagen dreht nach schwacher Leistung doch noch die Partie. Torwart Marian Clysters (links) hat daran großen Anteil. Foto: Jens Horstmann

Ganz wesentlichen Anteil daran hatte Marian Clysters. Da Robin Meise (beruflich verhindert) nicht spielen konnte, bildete er mit Philipp Süllwold ein Torwartgespann. Sehr zum Leidwesen der Gäste, die in der zweiten Halbzeit, als Clysters seinen Torwartkollegen ablöste, nur noch neun Treffer warfen. „Das war nach dem Spiel gegen LIT schon die zweite Partie, die uns Marian gerettet hat“, verteilte Coach Timo Schäfer ein Sonderlob. Weniger berauschend fiel sein Fazit zum Auftritt seiner Mannschaft aus: „Wir brauchen nicht lange diskutieren. Wir haben heute einfach nicht gut gespielt.“

Damit meinte der Trainer vor allem die erste Hälfte, in der sich die Gastgeber gegen die von Zygfryd Jedrzej aufgebotene 5/1-Deckung der Gäste sehr schwer taten. „Mit unserem Potenzial im Angriff sind neun Tore schlicht zu wenig“, befand auch Schäfer. Nach gutem 4:2-Start (10.) kam der TuS-Express vorne aber nicht mehr in die Bewegung und stellte die gegnerische Deckung ohne die nötige Dynamik vor keine großen Aufgaben.

Nach dem Seitenwechsel steigerte sich die Schäfer-Crew dann schrittweise im Angriffsspiel. Der Schlüssel zum Erfolg lag auch auf der anderen Seite des Spielfelds. Dort steigerte sich die TuS-Deckung und konnte sich im Zweifelsfall immer auf Keeper Clysters verlassen. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass Brake vorne nach der 16:12-Führung (37.) nicht mehr so zielstrebig agierte. Gleich mehrfach landeten ungenaue Pässe im Seitenaus und Würfe aus dem Rückraum gingen klar über das Tor. Brockhagen nutzte seine Chancen hingegen und konnte zwölf Minuten später zum 17:17 ausgleichen. Der Rückraum setzte die Braker Deckung nun mehr unter Druck. Und sowohl die Außen Kai Sötebier und Christoph Motzkau (beide je zwei Treffer nach der Pause) als auch Nico Stöckmann und Sebastian Wörmann am Kreis wussten diese Lücken zu nutzen. Die Braker Abwehr kam nun immer einen Schritt zu spät und kassierte in den letzten elf Spielminuten gleich fünf Zeitstrafen. In den 49 Minuten zuvor waren die Gäste noch gänzlich straffrei geblieben. Und obwohl Trainer Jedrzej im Angriff den Torhüter herausnahm, um die Unterzahl auszugleichen, gelang den Gästen nach 22:20-Führung (55.) in den letzten Spielminuten kein Tor mehr. Auch der letzte Freiwurf landet an den Händen von Torwart Marian Clysters. „Die letzten zehn Minuten waren nochmal richtig gut, da hätten wir sogar höher gewinnen können“, fiel Schäfers Schlussfazit versöhnlich aus.

Auf einen Blick

TuS Brockhagen: Süllwold (bis 30.), Clysters (ab 30.); M. Kröger, Koslik (1), Hundeloh (1), Motzkau (2), Blankert, Sonntag (1), Kalms (4/1), Raudies (10/4), Doherty, Stöckmann, (1), Sötebier (2), Wörmann (1).

TuS Brake: Seliger, Ayhan; Merschieve, Poppe, Johannmeier (2), Lause (2), Ober (4), Braunheim, Tiemann (3), Schulze (5/5), Lorge (4), Hippe (2), Schüpping.

Stationen: 4:2 (10.), 5:5, 6:9 (18.), 7:11, 9:13 (HZ), 12:16 (37.), 17:17, 18:20, 20:22, 22:22 (57.), 23:22.

Zeitstrafen: 2:5

Zuschauer: 200.

So geht’s weiter: Fr., 31. Januar, 20 Uhr, TSG Harsewinkel (A).

 

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