Handball-Verbandsliga: 21:30 – Brockhagen ist bei Spitzenreiter Harsewinkel chancenlos
TuS enttäuscht – TSG drückt aufs Tempo

Steinhagen (WB/hosh/star/guf). Auch TuS Brockhagen hat den souveränen Spitzenreiter der Handball-Verbandsliga nicht gestoppt. TSG Harsewinkel entschied das Derby am Freitagabend deutlich mit 30:21 (19:11) für sich.

Freitag, 31.01.2020, 22:26 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 22:28 Uhr
Immer einen Tick zu spät. Sebastian Wörmann und TuS Brockhagen kamen gegen Spitzenreiter TSG Harsewinkel (im Bild Florian Bröskamp) nie für einen zählbaren Erfolg in Frage. Foto: Markus Nieländer
Immer einen Tick zu spät. Sebastian Wörmann und TuS Brockhagen kamen gegen Spitzenreiter TSG Harsewinkel (im Bild Florian Bröskamp) nie für einen zählbaren Erfolg in Frage. Foto: Markus Nieländer

Nur in den Anfangsminuten hielten die Gäste die Partie offen, Benjamin Doherty sorgte mit dem Treffer zum 2:1 für die einzige TuS-Führung der gesamten Partie. Doch dann dominierte der Tabellenführer. Vor allem gegen die 5/1-Deckung, mit der Brockhagen schon zuletzt beim Zittersieg gegen Brake Probleme gehabt hatte, fand der Rangvierte keine Lösungen. Und in der Abwehr fehlte der Zugriff. Ganz anders die TSG. Der Ex-Loxtener Heiner Steinkühler, der das Duell der Spielmacher gegen Fabian Raudies klar entschied, führte klug Regie. Zudem entwickelte Harsewinkel mit Tempohandball Druck und Torgefahr. Schon frühzeitig setzten sich die Gastgeber ab und bauten ihren Vorsprung bis zur Pause auf acht Treffer aus. Daran änderten auch die Treffer von Rechtsaußen Marian Clysters nicht, der gegen Brake noch als Torwart zum Matchwinner avancierte.

Nach der Pause verkürzte Brockhagen zwar von 15:25 auf 19:25, doch an der Dominanz der TSG änderte sich nichts. Bezeichnend für das Tempo und den Willen: Der überragende Vorgezogene Marius Pelkmann erkämpft sich den Ball, leitet einen weiteren Gegenstoß ein und blieb mit einem Krampf liegen. „Wir wollten heute nicht Lachs und Scampi servieren, sondern Schinken und Käse“, gefiel Harsewinkels Manuel Mühlbrandt diese Art des Handballspielens. Sein Gegenüber Timo Schäfer hatte sich die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte anders vorgestellt: „Die TSG hat auch deshalb verdient gewonnen, weil wir unser Leistungsvermögen überhaupt nicht abgerufen haben.“

TSG Harsewinkel: Schröder (1. bis 60), Hendrich (n.e.), Braun, Fröbel, Steinkamp (1), Kalter, Schmeckthal (3), St. Claire (8/2), Brown, F. Bröskamp (2), M. Pelkmann (9), S. Bröskamp, Steinkühler (6), P. Pelkmann (1).

TuS Brockhagen: Meise (1. bis 60.) Süllwold (n.e.); Hundeloh (2), Motzkau (3), Blankert (1), Kalms (1), Raudies, Stöckmann (1), Sonntag (5/1), Sötebier (1), Wörmann (1), Clysters (3), Doherty (4).

Stationen: 1:2, 3:3, 10:4, 15:7, 19:10, 19:11 (Hz); 24:13, 26:19, 29:20.

Das Spiel am Samstag

Spvg. Steinhagen - HSG Spradow. Nur ein Heimspiel hat Steinhagen in dieser Saison zur bisherigen Anwurfzeit (Sonntag, 18 Uhr) gewinnen können. Beginnend mit der Partie gegen die mitgefährdeten Spradower (10:18 Punkte) probiert es das Schlusslicht (7:21) jetzt für insgesamt vier Heimspiele mit dem Termin Samstag, 19.30 Uhr. „Nach bisher erst zwei Saisonsiegen müssen wir die Heimspiele gewinnen und wollen Spradow mit in den Kreis der abstiegsbedrohten Teams ziehen“, nennt Trainer Michael Bohnemeier die Zielsetzung.

Weitere positive Aspekte: Bis auf den langzeitverletzten Finn Wagner sind erstmals alle anderen Spieler einsatzbereit. Und im Hinspiel (28:27) hat die Spvg. bewiesen, dass sie knappe Partien durchaus gewinnen kann. Die HSG hat ihr Potenzial mit den Neuzugängen Mühlbeier (Jöllenbeck) und Schirge (Nettelstedt II) bisher noch zu selten abgerufen. Aber der Tabellenzehnte ist die einzige Mannschaft der Liga, die Topfavorit TSG Harsewinkel in dieser Saison bezwingen konnte (35:32).

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