So., 16.02.2020

Fußball-Landesliga: Steinhagen verliert unglücklich, Peckeloh erkämpft einen Punkt Charakter-Test bestanden

Sercan Özdil war nach seiner Einwechslung an beiden Peckeloher Toren in Brakel beteiligt.

Sercan Özdil war nach seiner Einwechslung an beiden Peckeloher Toren in Brakel beteiligt. Foto: Gunnar Feicht

Von Stephan Arend

Steinhagen/Peckeloh. Fußball-Landesligist SC Peckeloh hat nach 0:2-Rückstand noch einen Zähler aus Brakel mitgenommen. Dagegen ging Schlusslicht Steinhagen trotz guter Leistung im Kellerduell leer aus.

Spvg. Brakel - SC Peckeloh 2:2 (1:0). Natürlich wollte der Rangzweite aus Peckeloh mit einem Sieg ins neue Jahr starten. Doch aufgrund des Spielverlaufs konnte Trainer Markus Kleine-Tebbe auch mit dem einen Zähler gut leben: „Wir waren heiß und voller Energie. Wenn man bei einem konterstarken Gegner einen 0:2-Rückstand aufholt, dann ist das absolut in Ordnung. Ärgerlich fand der SCP-Coach nur, wie seine Schützlinge nach dem Ausgleich in der 85. Minute und gelb-roter Karte gegen einen Brakeler Spieler gleich drei Standards aus bester Position schlecht abschlossen.

Peckeloh kam gut in die Partie, war laut Kleine-Tebbe eine knappe halbe Stunde die bessere Mannschaft und hatte gute Offensivaktionen. Bereits nach fünf Minuten traf Tim Mannek nach einem mustergültig vorgetragenen Angriff aus kurzer Distanz die Latte. Zudem forderte “MKT“ nach einem Foul an Tim Mannek die Rote Karte: „Ein Tritt in die Beine, obwohl der Ball längst weg war.“ Ein Bruch kam ins Spiel der Gäste, nachdem Moritz Wieland und sein Gegenspieler, der ins Krankenhaus gebracht werden mussten, mit den Köpfen zusammen knallten. Wieland spielte zwar mit Beule weiter, doch sein Team büßte an Souveränität ein und kassierte kurz vor und kurz nach der Pause zwei Gegentreffer. Es spricht für den SCP, dass er nicht aufgab und den Rückstand wettmachte. In der Schlussphase war mit Rückenwind und in Überzahl sogar mehr als der eine Zähler möglich.

SC Peckeloh: Weber; Pixa (68. Fiß), Wieland, Bulanov, Weinreich – Schnadwinkel, Colak (57. Weißen), E. Mannek (85. Mehmeti) – Ikeakhe (46. Özdil), Shabani, T. Mannek.

Tore: 1:0 (45.) Fähnrich aus sieben Metern nach Umschaltspiel und Flanke. 2:0 (52.) Neumann, der nach SCP-Ballverlust frei gespielt wird. 2:1 (60.) Jonas Weißen nach Ecke Özdil, 2:2 (85.) Alban Shabani per Elfmeter nach Foul an Özdil.

So geht es weiter: Sonntag, 1. März, 15 Uhr SpVg. Beckum (H).

SV Eidinghausen-Werste - Spvg. Steinhagen 2:1 (1:0). „Ein Spiel, das wir gewinnen können. Einen Punkt müssen wir mindestens mitnehmen. Aber wir dürfen auf keinen Fall verlieren.“ Für Steinhagens Trainer Mario Lüke waren seine Schützlinge 90 Minuten die fußballerisch bessere, willigere und diszipliniertere Mannschaft. Doch am Ende hatte der direkte Kontrahent im Tabellenkeller, der oft mit langen Bällen agierte, die Nase vorn, kletterte auf Platz elf und hat nun vier Zähler mehr auf dem Konto als die Spvg..

„Die Mannschaft hat Charakter bewiesen. Da hat sich niemand mit dem angekündigten Sparkurs beschäftigt. Stattdessen sind die Jungs voran marschiert“, lobte Lüke die Top-Einstellung. Allerdings fehlte dem Schlusslicht wie schon vor der Winterpause die Durchschlagskraft im Angriff. Umso wichtiger wäre es gewesen, wenn Neuzugang Atilla Mert in der 22. Minute nach einem Gestocher im Strafraum getroffen hätte. Doch der Angreifer schoss aus kurzer Distanz den Torwart an. Eine weitere Schlüsselszene war für den Spvg.-Coach eine Gelb-Entscheidung des Schiedsrichters in der 40. Minute: „Julius Eckert ist in Bassam Sulaiman hereingesprungen. Das ist für mich ein Platzverweis und hätte 50 Minuten Überzahl bedeutet.“

Spvg. Steinhagen: Pohlmann; Hornberg, Sulaiman (57. Reda), Winder (85. Sahin), Schäfer – von Domaros, R. Cinar (68. Jungeblodt) – Hanna, Böhme, Koepke (76. Rajic) – Mert.

Tore: 1:0 (48.) Yasin Köse per Elfmeter, 1:1 (77.) Thomas Winder stochert den Ball aus dem Gewühl ins Netz. 2:1 (85.) Yasin Köse, der nach Ballverlust Reda und Stellungsfehler Winder alleine aufs Tor zuläuft.

So geht es weiter: Sonntag, 1. März, 15 Uhr Spvg. Brakel (H).

Kosecki für Sieweke

Vor dem spielfreien Sonntag seiner Mannschaft hat Olaf Sieweke bei Westfalenliga-Schlusslicht TuS Tengern überraschend seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Als Interimscoach übernimmt bis Saisonende der bisherige spielende Co-Trainer Wojtek Kosecki (früher Peckeloh/ab Sommer Oesterweg).

 

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