Handball-Verbandsliga: Steinhagen dominiert gegen Hüllhorst bis zum 20:15 - am Ende nur 24:24
Rot und Siebenmeter schocken die Spvg.

Steinhagen (WB). Die Hallenuhr zeigt 59:19 Minuten, Dennis Strothmann trifft zum 24:23, wird lautstark gefeiert - und ist nur 27 Spielsekunden später die tragische Figur: Da bringt er Gästespieler Tim Blomenkamp mit einem Klammergriff zu Boden. Rot und Siebenmeter sind die Folge, weil das Foul in den letzten 30 Sekunden passiert. HSG Hüllhorst nutzt die „Marke“ wenige Sekunden vor Schluss zum 24:24-Endstand.

Montag, 02.03.2020, 00:50 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 05:02 Uhr
Entsetzen bei Dennis Strothmann und Joachim Vogel (Nr. 9): Die Rote Karte und der folgende Siebenmeter bringen Steinhagen Sekunden vor Schluss um einen verdienten Sieg. Foto: Gunnar Feicht
Entsetzen bei Dennis Strothmann und Joachim Vogel (Nr. 9): Die Rote Karte und der folgende Siebenmeter bringen Steinhagen Sekunden vor Schluss um einen verdienten Sieg. Foto: Gunnar Feicht

Für Gastgeber Spvg. Steinhagen ist dieser Punktverlust im Verbandsliga-Kellerduell wie eine Niederlage. „Unheimlich bitter für uns, aber die Entscheidung war regelkonform“, zwingt sich Spvg.- Coach Christian Blankert zu einem sachlich-fairen Fazit. Nur beim 1:2 hat seine Mannschaft in diesem Schlüsselspiel zurückgelegen, hat großartig gekämpft, in der ersten Halbzeit eine streckenweise überragende Abwehrleistung geboten und bis zum 20:15 mit bis zu fünf Toren Differenz geführt. Aber sie hat eben auch in entscheidenden Momenten Nerven gezeigt und nach dem 22:23-Anschlusstor der Gäste (57.) zwei Riesenchancen ausgelassen: Tim Ansorge (60 Minuten lang ein vorbildlicher Anführer) scheitert per Siebenmeter, Dennis Strothmann freistehend beim Tempogegenstoß. Das bestraft der direkte Konkurrent, vom mitgereisten Anhang lautstark angepeitscht, zum Ausgleich.

„Wir haben bis zur 50. Minute das Spiel diktiert, sind dann mit der Manndeckung gegen Tim Ansorge nicht gut klargekommen. Heute hat uns die Torgefahr aus dem linken Rückraum gefehlt und ein bisschen Glück. Hüllhorst hat seine freien Chancen etwas besser genutzt“, bilanziert Christian Blankert. Der Coach erhält aber erneut die Bestätigung, dass seine Mannschaft intakt ist, den Abstiegskampf im Kopf voll annimmt. Bis zur 45. Minute schaltet die Abwehr den Gäste-Rückraum fast völlig aus. Allein der starke Rechtsaußen Paul Reichelt lässt Torwart Philip Joswig verzweifeln. Pech für Steinhagen, dass Leonhard Janzen einen rabenschwarzen Tag erwischt und Joshua Wagner wegen einer Grippe ausfällt: Ohne echte Alternative im Rückraum geht der Spvg. am Ende dieses Abstiegsduells der Sprit aus. Jetzt müssen Bonuspunkte aus den Spielen in Brake und gegen LIT II her.

Steinhagen: Joswig (bis 41.), Finkeldei (ab 41.); Y. Peperkorn (1), Gräser (2/1), Strothmann (3), Maiwald (1), Vogel (5), Hofäcker, Kasper (4), Janzen (1), Retzlaff (1), Ansorge (6/3), Westerbeck (n.e.).

Hüllhorst: Schnute, Lengwenus (nur bei 7m); Meyer (2), Reichelt (8), Tiemann (1), Klasen, Hohlt, Blomenkamp (1), Stallmann (2), Kreft (5), Heidenreich, Hodde (4/3), Wittkötter (1), Pecher.

Zeitstrafen: Spvg. 5 plus Rote Karte für Strothmann (60.), HSG 4. Siebenmeter: Spvg. 4/6, HSG 3/4. Zuschauer : 120.

Stationen: 2:2 (10.), 6:2 (17.), 7:5, 9:5, 11:8 (HZ), 15:11, 17:12 (40.), 20:15 (44.), 21:20 (50.), 23:21, 23:23, 24:23 (59.), 24:24.

So geht es weiter: Sa., 7. März, 19 Uhr TuS Brake (A).

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