Mo., 18.05.2020

Fußball: Spvg. Steinhagens A-Junioren auf dem Sprung in die Bezirksliga - auch JSG-B-Mädchen steigen auf Verdient auch ohne Rechnerei

Wenn der Verbandstag die Empfehlungen absegnet, steht Jari Erdmann mit Steinhagens A-Jugend als Aufsteiger fest.

Wenn der Verbandstag die Empfehlungen absegnet, steht Jari Erdmann mit Steinhagens A-Jugend als Aufsteiger fest. Foto: Stephan Arend

Von Gunnar Feicht

Steinhagen (WB). Wenn Westfalens Verbandstag im Juni wie erwartet der Empfehlung der Fachausschüsse zustimmt, dann sind Spvg. Steinhagens Fußballer große Gewinner der vorgesehenen Auf- und (Nicht-)Abstiegsregelungen. Die Landesliga-Kicker halten ihre Klasse, die Frauen steigen in die Bezirksliga auf. Und gleich zwei Jugendteams dürfen nach den für den Nachwuchs vorgesehenen Regularien ohne Aufstiegsspiele in die Bezirksliga klettern: die B-Mädchen der JSG Steinhagen/Amshausen und die A-Junioren.

„Wir werden für beide Jugendmannschaften das Aufstiegsrecht wahrnehmen. Sportlich ist es in beiden Fällen sinnvoll“, teilt Jugendleiter Oliver Erdmann mit. Nachdem die A-Junioren 2018 den Kreismeister-Titel unglücklich verpasst hatten und 2019 ganz bitter im letzten Aufstiegsspiel gescheitert waren, hat es diese Altersklasse jetzt endlich geschafft. Aufgrund der Saisonbilanz sicherlich hochverdient, aber eben auch unter kniffligen Umständen. Thorsten Sewing, der Koordinator Spielbetrieb im Kreis-Jugendausschuss, musste erst rechnen, ehe er das Aufstiegsrecht am Freitagabend über das elektronische Postfach des Verbandes bestätigte.

Insgesamt drei Mannschaften in den beiden Staffeln der Kreisliga A Bielefeld lagen mit je 28 Punkten aus elf Spielen gleichauf. Steinhagen (neun Siege, je ein Remis und eine Niederlage) brachte es mit 89:6 Toren als Spitzenreiter der Staffel 2 auf die mit Abstand beste Trefferbilanz. Für zwei Mitbewerber, die ebenfalls auf 28 aus 11 kommen, ist die Regelung „nur ein Aufsteiger je Kreis“ eine bittere Pille, sie lagen aber mit ihrem errechneten Torquotienten, der den Ausschlag gibt, deutlich zurück: Gegenüber Steinhagens Quote von 7,545 kam VfR Wellensiek (2. der Staffel 2) mit 54:8 nur auf 4,182 und TuS Quelle (1. der Staffel 1) mit 59:20 auf 3,545.

Die beiden Konkurrenten haben zwar schon fair gratuliert, besonders aus dem Queller Lager kam allerdings auch heftige Kritik an der Sonderregelung des Verbands-Jugendausschusses, die der Kreis-Jugendausschuss übernommen hat. Die Schelte richtet sich vor allem dagegen, dass überhaupt in zwei Gruppen gespielt wird und dass (nachdem Halbfinale und Endspiel diesmal wegfallen) der Meister staffelübergreifend über die Tordifferenz errechnet wird - nach Spielen gegen unterschiedliche Gegner. Anträge aus Quelle und Wellensiek auf zusätzlichen Aufstieg via Härtefall-Regelung (ähnlich wie im Seniorenbereich) wurden abgelehnt, weil dies auch die verbandsweite Empfehlung für die Jugend nicht vorsieht.

Am verdienten Aufstieg der Steinhagener ändert dies nichts: Sie führten schon die Hinrundentabelle an und liegen auch im direkten Vergleich mit den punktgleichen Wellensiekern (2:1 und 1:1) vorne. Trainer Oliver Erdmann sieht für die kommende Saison gute Karten, in der Bezirksliga zu bestehen: „Ich hatte bereits im jetzigen Kader gut die Hälfte Jung-Jahrgänge. Ab Oktober, November haben wir schon viele der jüngeren Spieler – zum Beispiel die komplette Abwehr – zum Einsatz gebracht, um sie an künftige Aufgaben heranzuführen.“ Erdmann rechnet zudem mit dem einen oder anderen Neuzugang.

Als ungeschlagener Spitzenreiter mit elf Siegen und einem Remis hat sich in der A-Liga Bielefeld/Herford/Lemgo das B-Mädchen-Team der JSG Steinhagen/Amshausen für die Bezirksliga empfohlen. Meistermacher Christian Schimmel, der nach vier Jahren als Trainer aufhört, erhält in Dirk Faustin einen Nachfolger, der aus den eigenen Reihen kommt. Er hat bisher die C-Juniorinnen gecoacht und vor einiger Zeit die C-Lizenz-Prüfung erfolgreich absolviert. Oliver Erdmann: „Auch in dieser Altersklasse haben wir eine gute Basis. Das zeigen nicht nur die neun Punkte Vorsprung in der Tabelle. Wir hätten auch im Fall der Aufstiegsrunde die Bezirksliga angestrebt.“ Diesen Umweg können sich die Mädchen sparen, auch wenn sie natürlich gerne auf dem Spielfeld gefeiert hätten.

 

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